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Flensburg zittert sich weiter - Quartett glänzt im EHF-Cup

Handball Flensburg zittert sich weiter - Quartett glänzt im EHF-Cup

Im Viertelfinale der Handball-Königsklasse ist Deutschland mit zwei Teams vertreten. Noch besser sieht es im EHF-Pokal aus, wo ein Bundesliga-Quartett auf den Triumph hoffen darf. Sogar ein rein deutsches Halbfinale ist möglich - das wäre ein Novum.

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Rasmus Lauge erzielte sieben Treffer für die Flensburger.

Quelle: Axel Heimken

Frankfurt/Main. Die SG Flensburg-Handewitt ist dem Nordrivalen THW Kiel ins Viertelfinale der Champions League gefolgt und hat damit ein erfolgreiches Wochenende der deutschen Handball-Teams auf internationalem Parkett gekrönt.

Nachdem ein Bundesliga-Quartett die Gruppenphase im EHF-Cup jeweils als Erster abschloss, zitterte sich der Bundesliga-Tabellenführer am Sonntagabend mit einem hart erkämpften 28:26 im Achtelfinal-Rückspiel gegen den weißrussischen Meister HC Meschkow Brest in die nächste Runde. Im Viertelfinale geht es nun gegen Vadar Skopje aus Mazedonien.

Nach dem 26:25-Auswärtssieg in Brest tat sich Flensburg vor heimischer Kulisse äußerst schwer. Erst in den letzten drei Minuten wendete sich das Blatt zugunsten der Norddeutschen. "Ich bin sehr glücklich. Wir haben richtig gut gespielt, aber der Gegner auch", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes bei Sky.

Im EHF-Cup weckt ein Bundesliga-Quartett mit dem Siegeszug durch die Gruppenphase Hoffnungen auf einen historischen Durchmarsch ins Final Four. Nachdem sich der schon fürs Halbfinale qualifizierte Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen und die Füchse Berlin bereits in der Vorwoche den Gruppensieg gesichert hatten, zogen der SC Magdeburg und die MT Melsungen nach.

Damit gehen sich die Bundesligisten in den verbleibenden drei Viertelfinalspielen, die am Dienstag in Wien ausgelost werden, aus dem Weg und dürfen auf den geschlossenen Einzug in das Finalturnier am 20./21. Mai in Göppingen hoffen. Ein deutsches Halbfinale wäre ein Novum, obwohl der Wettbewerb eine Domäne der Bundesliga-Clubs ist. In den vergangenen 20 Jahren stellte Deutschland nur dreimal nicht den Cup-Gewinner: 2000, 2003 und 2014.

Diese Erfolgsserie soll nun ausgebaut werden. "Im EHF-Cup haben wir diese Saison die Möglichkeit, etwas Greifbares in den Händen zu halten. Schaffen wir es ins Final Four, wollen wir nicht nur mitmachen. Dann wollen wir gemeinsam den Pokal holen", sagte Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert. Sein Team sicherte sich dank eines 31:28 (17:12)-Sieges bei Grundfos Tatabanya KC aus Ungarn den Sieg in der Gruppe C.

Groß war die Freude bei der MT Melsungen, die dank eines 33:19 (15:8)-Kantersieges gegen Riihimäen Cocks aus Finnland und der Schützenhilfe von Helvetia Anaitasuna die Gruppe D noch als Erster abschloss. "Wir sind froh und glücklich, dass uns das gelungen ist. Und auch ein bisschen stolz, denn für uns ist das nicht selbstverständlich", sagte MT-Coach Michael Roth und kündigte an: "Jetzt werden wir versuchen, auch ins Final Four zu kommen."

Dorthin wollen auch die Füchse, die ihr letztes Gruppenspiel bei St. Raphael aus Frankreich ohne die Leistungsträger Paul Drux, Mattias Zachrisson und Christoph Reißky mit 21:27 (12:11) verloren. "Wer unser nächster Gegner wird, ist mir eigentlich egal. Aber wenn wir noch ein wenig Sonne abkriegen können - warum nicht nach Spanien?", sagte Torhüter Silvio Heinevetter.

Das wäre Anaitasuna aus Pamplona. Die Berliner könnten aber auch auf Tatabanya treffen. Für Melsungen stehen St. Raphael und Tatabanya zur Wahl, für Magdeburg Anaitasuna und St. Raphael. Die Hinspiele finden am 22./23. April statt, die Rückspiele eine Woche später.

Göppingen muss dann nicht mehr ran, weil der Ausrichter des Finalturniers als Gruppensieger automatisch für das Halbfinale gesetzt ist. Die Schwaben feierten beim 30:28 gegen den FC Porto den sechsten Sieg im sechsten Gruppenspiel und untermauerten als einziges verlustpunktfreies Team ihre Ambitionen auf die Titelverteidigung.

dpa

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