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Frankfurt stoppt Werder-Serie - 2:2 nach 0:2-Rückstand

Fußball Frankfurt stoppt Werder-Serie - 2:2 nach 0:2-Rückstand

Zur Pause gibt es Pfiffe, am Ende bejubeln die Frankfurter Fans ein 2:2. Die Kovac-Mannschaft hat Comeback-Qualitäten bewiesen und gegen die Seriensieger von Werder Bremen einen Punkt erkämpft. Nebenbei trifft die Eintracht nach 485 Minuten auch wieder ins Tor.

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Frankfurts Mijat Gacinovic (r) im Kopfballduell mit dem Bremer Max Kruse.

Quelle: Hasan Bratic

Frankfurt/Main. Eintracht Frankfurt hat mit einer Energieleistung den nächsten Rückschlag gerade noch abgewendet und die Siegesserie von Werder Bremen gestoppt.

Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac erkämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand zur Pause noch ein 2:2 gegen die Hanseaten und beendete damit zugleich ihre Torlos-Serie nach 485 Minuten. Mit 38 Punkten liegt die Eintracht auf dem siebten Tabellenplatz. Die Bremer, die zuletzt sechs Siege aus sieben Spielen holten, folgen dicht dahinter mit 36 Zählern.

Mijat Gacinovic (48.) und Marco Fabian per Foulelfmeter (73.) retteten vor 51 000 Zuschauern in der Frankfurter Arena den Gastgebern in der zweiten Halbzeit zumindest einen Punkt. In den ersten 45 Minuten waren es noch die Gäste, die ihre Chancen durch Zlatko Junuzuvic (37.) und Fin Bartels (43.) eiskalt ausgenutzt hatten.

"Wenn man das komplette Spiel sieht, haben wir einen Punkt gewonnen. Aber nach dem 2:0 hätten wir gerne den Dreier mitgenommen, insgesamt war es aber für die Eintracht verdient", sagte Torschütze Bartels und wollte nichts von Europacup-Ambitionen wissen: "Wir wissen, wo wir herkommen. Wir müssen noch unsere drei, vier, fünf Punkte holen." Frankfurts Stürmer Branimir Hrgota war nach dem Spiel mit dem Punktgewinn zufrieden: "Wir haben alles für die drei Punkte gegeben, die zweite Halbzeit war überragend. Die Tore und der Punkt sind sehr wichtig für die Moral."

Dabei hatten die Gastgeber auch in der ersten Halbzeit die weitaus besseren Möglichkeiten. In der zehnten Minuten setzte David Abraham einen Distanzschuss an die Latte. Anschließend rutschte Branimir Hrgota frei vor dem Tor knapp am Ball vorbei (11.). Und ansonsten war der Ex-Frankurter Felix Wiedwald im Bremer Tor zur Stelle. Bei einer Doppelchance von Mijat Gacinovic und Hrgota (jeweils 27.) parierte der Keeper ebenso wie kurz vor der Pause bei einem Schuss von Fabian (45.).

Das sollte sich rächen: Denn die Gäste spielten ihre Konter taktisch geschickt aus. Erst traf Junuzovic mit einer Direkt-Abnahme nach einer Hereingabe des eingewechselten Florian Kainz, dann traf Bartels nach Vorarbeit von Max Kruse mit einem sehenswerten Schuss. Entsprechend frustriert waren die Frankfurter Fans, die ihre Mannschaft mit Pfiffen in die Pause schickten.

Die Führung war umso überraschender, zumal die Gäste auf zahlreiche Leistungsträger verzichten mussten. So fehlten unter anderem der zuletzt überragende Thomas Delaney (Faserriss im Oberschenkel), Torjäger Serge Gnabry (Adduktorenverletzung), Robert Bauer (Bänderriss im Sprunggelenk) und der langzeitverletzte Kapitän Clemens Fritz (Riss der Syndesmose).

Zur zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber mit neuem Schwung zurück und wurden mit einem frühen Treffer belohnt. Nach einer Ecke von Oczipka fälscht Gacinovic einen Kopfball von Abraham noch ins Tor ab. Es war erst der zweite Treffer des Serben, der die Eintracht in der Relegation mit einem Tor und einer Vorlage den Klassenverbleib gerettet hatte. Es war das Signal zu weiteren Offensivaktionen der Gastgeber. Und nach einem Foul von Niklas Moisander an Hrgota traf Fabian vom Elfmeterpunkt. Danach hatte Danny Blum sogar noch die Chance zum Frankfurter Siegtreffer. Aber auch auf der Gegenseite hatte Kruse das Siegtor auf dem Fuß (90.).

dpa

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