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Wo geht’s denn hier zum Tennis?

French Open Wo geht’s denn hier zum Tennis?

Sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist der Turnierauftakt bei den French Open. Angesichts des Pariser Dauerregens ging im nasskalten Herbstambiente nur ein Bruchteil der angesetzten Matches in kompletter Länge über die Bühne. Kielerin Angelique Kerber ist weiter zuversichtlich.

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Die besten Plätze waren am ersten Tag der French Open unter dem Vordach der Tribüne. Alle anderen suchten ihr Heil unter Schirmen.

Quelle: Frank Molter

Paris. Die Regenunterbrechungen strapazierten nicht nur die Nerven der Spieler, sondern wirbelten auch den Spielplan kräftig durcheinander. Unter normalen Umständen dürften die Tennisfans hierzulande sich heute auf eine geballte Ladung Matches mit deutscher Beteiligung freuen. Allerdings ist auch zum zweiten Tag des Sandplatz-Spektakels zunächst keine Besserung in Sicht. Die Prognosen sagen erst für Montagabend regenfreie Stunden voraus. Immerhin Benjamin Becker kann bereits den Rest seiner Woche planen. Der Saarländer gehörte zu den wenigen, die ihr Match zu Ende spielten, und unterlag dem Russen Andrey Kuznetsov glatt mit 2:6, 2:6, 4:6. Und während die Partie von Dustin Brown gegen Dudi Sela (Israel) beim Stand von 6:7, 6:4, 7:6, 1:1 für den Niedersachsen abgebrochen wurde, warteten die Hamburgerin Carina Witthöft (Hamburg) und Sabine Lisicki vergebens auf ihren geplanten Einsatz.

So ungewiss wie die französische Witterung ist der Zeitpunkt des Turnierstarts von Deutschlands größter Hoffnung bei den Damen, Angelique Kerber. Seit vergangenem Donnerstag weilt die Kielerin am Bois de Boulogne, trainiert regelmäßig und stand beim „Kids Day“ als Hauptattraktion auf dem Centre Court. In punkto Schulterschmerzen, die die Australian Open-Siegerin zum Start-Verzicht in Nürnberg zwangen, gab Kerber Entwarnung. „Ich hatte ein bisschen Angst, vor Paris viele Matches zu spielen. Aber jetzt kann ich zumindest wieder aufschlagen und habe nicht mehr so viele Schmerzen wie noch vor einer Woche. Ich bin auf einem guten Weg.“

Hohe Erwartungen: Kerber will trotzdem Platz eins

Nach dem frühen Ausscheiden in Rom und Madrid ist die Erwartungshaltung an Kerber hoch. An Position drei gesetzt, wäre alles andere als das Erreichen der zweiten Woche eine Enttäuschung. Für die 28-Jährige wird der zweite Grand Slam des Jahres gegen Kiki Bertens beginnen. Die Niederländerin geht in Paris als frischgebackene Nürnberg-Siegerin an den Start und kann befreit aufspielen. „Jedes Turnier beginnt bei Null“, kommentierte Kerber den Coup ihrer Kontrahentin und meinte: „Vielleicht war meine Pause gar nicht so schlecht für mich. Ich konnte ein bisschen zur Ruhe kommen und viel auf Sand trainieren.“

Ihre Ziele für das Major an der Seine und den Rest des Jahres formulierte Angelique Kerber bereits in einem Werbespot eines ihrer Ausrüster. In ihrem schwarz-weißen Dress, der auch den Handballern des THW Kiel gefallen dürfte, gibt Kerber sich angriffslustig. „Ich bin ein Grand-Slam-Champion, aber noch nicht fertig. Ich werde noch härter arbeiten, um die Nummer eins zu werden“, lautet ihre kernige Ansage an die Konkurrenz. Ihr Plan, um es in Paris „besser zu machen als in den vergangenen Jahren“: „Die Dinge nicht verkomplizieren und Paris genau wie Melbourne als ein ganz normales Turnier sehen.“

Außer Philipp Kohlschreiber, der nach seinem München-Triple in Paris noch einmal „alles reinhauen“ will, steht bei den Männern auch Shootingstar Alexander Zverev im Blickpunkt. Der Hamburger stand am Sonnabend in Nizza in seinem ersten ATP-Finale überhaupt. Auch wenn er es gegen den Österreicher Dominik Thiem verlor, haben nicht nur Tomas Berdych und Rafael Nadal den 19-Jährigen als künftigen „Nummer-1-Spieler“ auf dem Plan. Von US-Ikone Chris Evert bekam der Weltranglisten-48. gerade den nächsten Ritterschlag: „Zverev ist ein Riesentalent. Er ist definitiv auf dem Weg, einmal einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen“, sagte Evert bei Eurosport über „Sascha“, der am Dienstag in Runde eins auf Pierre-Hugues Herbert (Frankreich) trifft.

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Benjamin Becker ist bei den French Open ausgeschieden.

Regen stört den Auftakt der French Open und sorgt am Sonntag für das vorzeitige Ende. Noch vor der ersten Unterbrechung ist für den ersten Deutschen schon Schluss. Angelique Kerber hat noch Zeit bis zu ihrem Auftritt gegen die Siegerin des Nürnberger Turniers.

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