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Gewahrsam für Dutzende Fans nach Krawalle

Fußball Gewahrsam für Dutzende Fans nach Krawalle

Vor dem brisanten Derby der Fußballclubs aus Braunschweig und Hannover hat die Polizei einen ersten Gewaltausbruch gerade noch verhindert. Nahe einem Baumarkt wollten sich Fans beider Lager prügeln. Viele von ihnen bleiben nun erst mal hinter Gittern.

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Im Vorfeld des Zweitliga-Derbys hat die Polizei gewaltbereite Fans vorübergehend festgenommen.

Quelle: Julian Stratenschulte

Hildesheim. Mehrere Dutzend gewaltbereiter Fußballfans werden das Zweitliga-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr) verpassen.

Sie waren bei einem Großeinsatz der Polizei festgesetzt worden, die eine Massenschlägerei vor einem Baumarkt in Hildesheim verhindert hatte. Bis zum Samstagabend wurde allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover gegen insgesamt 78 von ihnen ein sogenannter Langzeitgewahrsam verfügt.

Gegen mehrere andere - darunter auch in Braunschweig festgesetzte mutmaßliche Krawallmacher - stand die Entscheidung des zuständigen Richters noch aus. Der Langzeitgewahrsam dient der Gefahrenabwehr.

Vorangegangen war ein massiver Polizeieinsatz am Freitagabend, bei dem rund 170 gewaltbereite Fans festgenommen wurden. Eine so hohe Zahl von Festnahmen auf einen Schlag ist im Umfeld von Fußballspielen außergewöhnlich. Oft entwischen die mutmaßlichen Täter der Polizei. Von der geplanten Schlägerei vor dem brisanten Duell zwischen dem Tabellenführer aus Braunschweig und Absteiger Hannover hatten die Beamten allerdings vorher erfahren und sich vorbereitet.

Hunderte Polizisten waren im Einsatz, um die verabredete Prügelei zu verhindern. Diverse Schlagwaffen wurden von den Beamten sichergestellt. Ein Beamter wurde leicht verletzt, als er von einem mutmaßlichen Krawallmacher mit dem Auto angefahren worden war.

Bereits tagsüber hatten Unbekannte am Freitag Puppen mit 96-Schals an mehreren Brücken in Hannover aufgehängt. Außerdem wurde das frühere 96-Vereinsheim beschmiert. Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte zuvor eine deutliche Warnung an alle potenziellen Krawallmacher ausgesprochen: "Dieses Spiel findet quasi unter Bewährung statt", teilte der Minister mit.

Zwischen der Landeshauptstadt Hannover und Niedersachsens zweitgrößter Stadt Braunschweig gibt es eine lange Rivalität, die sich auch bei den Fanlagern beider Vereine in einer gegenseitigen Abneigung ausdrückt. Die Begegnung zwischen Tabellenführer Eintracht und Bundesliga-Absteiger Hannover 96 wird am Sonntag in Braunschweig angepfiffen.

dpa

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