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"Global Player" Schweinsteiger geht in die USA

Fußball "Global Player" Schweinsteiger geht in die USA

Die glücklose Zeit von Bastian Schweinsteiger bei Manchester United ist beendet. Der Weltmeister wechselt zu den Chicago Fire in die USA. Dort spielten vor ihm schon weitere prominente Deutsche.

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Bastian Schweinsteiger soll beim US-Club Chicago Fire unterschrieben haben. Foto: Wilson Tsoi

Chicago. "Global Player" Bastian Schweinsteiger stürzt sich ins Abenteuer USA und wandelt im Spätherbst seiner Karriere auf den Spuren von Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Lothar Matthäus.

Der bei Manchester United zum Edelreservisten degradierte Ex-Nationalspieler wechselt vorbehaltlich des Medizinchecks und des Erhalts eines Visums mit sofortiger Wirkung zu Chicago Fire. Nach Vereinsgaben unterschrieb er einen Einjahresvertrag.

In einer Video-Botschaft an die Fans beurteilte der 32-Jährige seine weniger als zwei Jahre dauernde Zeit in England durchaus selbstkritisch. "Ich wünschte, ich hätte mehr für Euch tun können", erklärte er: "Aber nun war es an der Zeit für mich, etwas zu ändern."

Die meisten Weggefährten

gratulierten dem früheren Nationalmannschafts-Kapitän und gaben die Schuld für sein Scheitern in Manchester vor allem Teammanager José Mourinho. "Er hat bei Manchester alles reingehauen, aber hatte das Gefühl, dass Manchester ohne ihn plant", sagte Bundestrainer Joachim Löw: "Es ist schade, dass es dort so zu Ende ging, Manchester hätte ihn sicher gebrauchen können." Bayern-Präsident Uli Hoeneß erklärte bei Sky: "Es war auf die Dauer für ihn kein Zustand, in Manchester nur das fünfte Rad am Wagen zu sein."

Schweinsteiger selbst stimmte derweil versöhnliche Worte in Richtung des streitbaren Coachs an. "Ich habe es genossen, mit dem Manager, den Spielern und dem Stab zu arbeiten und wünsche allen das Beste für die Zukunft. Mein besonderer Dank geht aber an die United-Fans."

Hoeneß ist aber sicher, dass Schweinsteiger die richtige Entscheidung getroffen hat: "Er ist ja jetzt ein Global Player geworden, der sich auf der ganzen Welt zurechtfindet. So kann man seine Karriere schon beenden." Die Bayern hoffen, Schweinsteiger, der 17 Jahre für den Rekordmeister spielte, als Botschafter in ihrem US-Büro einbinden zu können.

Auch Löw glaubt, dass sein langjähriger Kapitän in den USA zufrieden sein wird: "Er fühlt sich wohl in einer großen Stadt, wo er ein bisschen untertauchen und andere Dinge sehen kann. Er ist ein vielseitig interessierter Mensch."

Ex-Nationalspieler Arne Friedrich, der von März 2012 bis Juni 2013 als bisher einziger Deutscher für Chicago Fire spielte, erklärte bei eurosport.de: "Basti wird dort sicher eine wundervolle Zeit haben." Auch der frühere US-Nationaltrainer und Bundestrainer Jürgen Klinsmann lobte Schweinsteiger für den "tollen Schritt". "Willkommen in der MLS Basti", schrieb der ehemalige Nationalspieler auf Twitter.

Der erste Deutsche in der 1994 eingeführten Major League Soccer war im Jahr 2000 Lothar Matthäus (NY/NJ Metro Stars). Doch die Tradition deutscher Spieler in den USA ist schon länger.

1977 wechselte Franz Beckenbauer in die damalige NASL und wurde an der Seite von Pelé dreimal Meister mit New York Cosmos. "Bomber" Gerd Müller zog im März 1979 nach und stürmte für die Fort Lauderdale Strikers.

Wie in den 70er-Jahren hat die US-Liga in jüngerer Vergangenheit

zahlreiche Altstars verpflichtet, um ihren Ruf aufzupolieren. Aktuell spielen unter anderem die

Weltmeister Kaka (Orlando City), Andrea Pirlo und David Villa (beide New York City) in den Staaten.

Chicago Fire gehörte zuletzt aber nicht zu den großen Nummern in der MLS. In den vergangenen vier Jahren verpassten die Men in Red, die 1998 ihren bisher einzigen Meistertitel gewannen, jeweils die Playoffs. In die neue Saison starteten sie mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage ebenfalls mäßig. Schweinsteigers Debüt könnte am 1. April gegen Montreal Impact steigen. "Wir hoffen, dass er im Laufe der nächste Woche hier ankommt. Dann wäre er eine Option für das Spiel", sagte der Club-Generaldirektor Nelson Rodríguez.

Fire-Trainer Veljko Paunovic, der 2005 sechs Bundesliga-Spiele für Hannover 96 bestritt, freut sich auf seinen neuen Star. "In der Kabine wird er ein herausragendes Beispiel für einen Champion sein", sagte er: "Er ist immer noch jemand, der das auch auf dem Spielfeld zeigen und den anderen vormachen kann, wie wir arbeiten, uns vorbereiten, uns verhalten, denken und zusammenarbeiten müssen, um dieses Level zu erreichen."

dpa

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