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Hamilton führt Mercedes zu Bestzeit bei Formel-1-Tests

Motorsport Hamilton führt Mercedes zu Bestzeit bei Formel-1-Tests

Die Formel 1 ist zurück. Bei den ersten Testfahrten in Barcelona probieren alle zehn Rennställe ihre neuen Autos aus. Die Regelreformen bergen für Fahrer und Ingenieure wieder Herausforderungen.

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Lewis Hamilton im neuen Mercedes W08.

Quelle: Jens Büttner

Barcelona. Lewis Hamilton hat mit Mercedes gleich zum Auftakt der Formel-1-Testfahrten ein Zeichen der Stärke gesetzt. Der dreimalige Weltmeister fuhr in Barcelona die Tagesbestzeit.

Außerdem absolvierte er gemeinsam mit seinem neuen Teamkollegen Valtteri Bottas im Silberpfeil auch die meisten Runden des Tages. Insgesamt waren es 152, weit mehr als zwei Renn-Distanzen. Schnell und zuverlässig - nach drei Weltmeisterjahren in Serie scheint sich Mercedes auch von der Regelreform und dem Rücktritt von Champion Nico Rosberg nicht vom Kurs abbringen zu lassen.

Hoffnung gab der erste Probetag auch Ferrari-Star Sebastian Vettel, der auf seiner besten Runde nur 0,1 Sekunden langsamer war als Hamilton. 128 Runden spulte der Hesse am ersten Tag ab, kein Pilot schaffte mehr. Während Vettel den ganzen Tag im Cockpit verbrachte, wechselten sich Bottas und Hamilton in der Mittagspause ab.

Bis zum Donnerstag testen alle zehn Teams auf dem Circuit de Catalunya ihre neuen Autos, die sich durch Regeländerungen deutlich von ihren Vorgängern unterscheiden. Die Boliden sind breiter, flacher, schneller und lauter als im Vorjahr - und sie sollen die Fahrer mehr fordern.

Nach der dreimonatigen Winterpause hatte der zu Renault gewechselte Nico Hülkenberg die Tests am Morgen eröffnet. Der Rheinländer startete Punkt 9.00 Uhr in die erste offizielle Übungsrunde auf der spanischen Grand-Prix-Strecke. Am Ende des Tages ordnete sich Hülkenberg als Neunter im hinteren Mittelfeld ein.

Die größten Probleme hatten zu Beginn Red Bull und McLaren. Der Australier Daniel Ricciardo rollte nach nur vier Runden mit einem defekten Sensor an seinem RB13 aus, später zwang ihn eine kaputte Batterie zu einer weiteren Pause. Auch McLaren-Pilot Fernando Alonso war nach einem Ölleck mehrere Stunden zum Zuschauen verurteilt.

Die Rundenzeiten liefern indes während der Testfahrten nur bedingt Aufschluss über das Kräfteverhältnis, da jedes Team sein eigenes Programm absolviert und auch mit verschiedenen Benzinmengen experimentiert. Wegen der Regelreformen, die auch deutlich breitere und haltbarere Reifen umfassen, sind die Probeläufe in diesem Jahr für Rennställe und Fahrer von besonderer Bedeutung.

Der zu Sauber gewechselte Pascal Wehrlein fehlt allerdings beim ersten Test wegen einer Rückenverletzung, die er sich im Januar bei einem Unfall beim sportlich wertlosen "Race of Champions" zugezogen hatte. Noch ist offen, ob er zumindest am zweiten und letzten Test, der vom 7. bis 10. März erneut in Barcelona stattfindet, teilnehmen kann. Die Saison beginnt am 26. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.

dpa

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