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DHB-Pokal: Löwen gegen Melsungen wird wiederholt

Handball DHB-Pokal: Löwen gegen Melsungen wird wiederholt

Das DHB-Pokalspiel Rhein-Neckar Löwen gegen MT Melsungen wird nach einem Urteil des Bundessportgerichts wiederholt. Wegen eines Regelverstoßes vor dem entscheidenden Treffer gab das Gremium dem Einspruch statt. Die Partie findet wohl erst im nächsten Jahr statt.

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Auf ein Neues: Das Pokalspiel zwischen den Rhein-Neckar Löwen (Alexander Petersson, rechts) und der MT Melsungen (Felix Danner) wird wiederholt.

Quelle: Uwe Anspach/dpa

Frankfurt/Main. Niederlage auf dem Spielfeld, Sieg am Grünen Tisch: Die MT Melsungen bekommt im DHB-Pokal eine zweite Chance. Drei Tage nach dem 21:22 im Viertelfinale bei Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen hat das Bundessportgericht eine Wiederholung der Partie festgelegt. Die 2. Kammer des Gremiums entschied am Sonnabend in Frankfurt/Main, dass der entscheidende Treffer per Siebenmeter nach einem Regelverstoß erzielt wurde. Damit gab das Bundessportgericht des Deutschen Handballbundes (DHB) einem Einspruch der Melsunger gegen die Spielwertung statt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Nach Eingang der schriftlichen Begründung, die laut DHB Anfang Januar erwartet wird, kann binnen zwei Wochen Revision eingelegt werden. "Wir freuen uns natürlich über dieses gerechte Urteil und gehen davon aus, dass das Spiel nun tatsächlich neu angesetzt wird", sagte Melsungens Manager Axel Geerken. "Wir halten die Entscheidung des Sportgerichts für richtig. Die falsche Regelanwendung der Schiedsrichter bleibt ärgerlich", erklärte Oliver Lücke, Kommunikationschef des Ligaverbandes HBL.

Zusätzliches Pokalspiel schwer zu platzieren

Ein Termin für das Wiederholungsspiel soll schnellstmöglich gefunden werden. Wahrscheinlich ist, dass die Partie erst nach dem Allstar Game am 5. Februar in Nürnberg stattfindet. "Wir alle kennen die große Belastung der Spieler, auch unser Spielplan pfeift auf dem letzten Loch. Ein zusätzliches Pokalspiel tut da richtig weh", meinte Liga-Sprecher Lücke.

Der Sieger qualifiziert sich ebenso wie bereits die SG Flensburg-Handewitt, der SC Magdeburg und der Bergische HC für das Final Four am 30. April und 1. Mai in Hamburg. "Natürlich ist die zusätzliche Belastung für beide Teams ärgerlich, aber wenn wir den Sprung ins Final Four schaffen, dann lieber durch einen fairen Sieg und weil wir es zu hundert Prozent verdient haben", erklärte Löwen-Teammanager Oliver Roggisch.

Entscheidung und Einspruch nachvollziehbar

Dem Treffer zum 22:21 für die Rhein-Neckar Löwen waren zwei Fehlentscheidungen der Schiedsrichter Christoph Immel und Roland Klein vorangegangen. Diese hatten Melsungens Timm Schneider wegen Spielverzögerung Rot gezeigt und einen Siebenmeter für die Löwen verhängt. Diese noch in der Testphase befindliche Regel der progressiven Bestrafung bei Vergehen in den letzten 30 Sekunden eines Spiels gilt jedoch nur für die 1. und 2. Bundesliga, nicht aber im Pokal. "Wenn es dann in einem Pokalspiel fast automatisch genauso gemacht wird, ist das menschlich absolut verständlich", sagte Melsungens Manager Geerken. Löwen-Manager Lars Lamade erklärte: "Insofern ist der Einspruch der MT Melsungen und die Entscheidung des Schiedsgerichts natürlich nachvollziehbar."

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