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Nach der EM ist vor der EM

Handball-Nationalmannschaft Nach der EM ist vor der EM

Atemloses Handball-Jahr: Nach dem Gewinn des EM-Titels im Januar beginnt die deutsche Handball-Nationalmannschaft unmittelbar nach Saisonende mit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio im August. Im Januar 2017 steht dem Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson die WM in Frankreich bevor.

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Wiedersehen macht Freude: Bei der Europameisterschaft 2016 traf THW-Linksaußen Rune Dahmke viermal gegen Slowenien und dessen Keeper Gorazd Skof (rechts). In der Quali zur nächsten EM treffen beide Nationen wieder aufeinander.

Quelle: Sascha Klahn

Dubrovnik/Kiel. Dazwischen? Keine Zeit zum Durchatmen. Am Donnerstag wurden die Gruppen für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2018 in Kroatien in Dubrovnik ausgelost. Deutschland trifft ab dem 2./3. November auf Slowenien, Portugal und die Schweiz.

Der Titelverteidiger wurde bei der Auslosung für die nächste EM als Allerletzter aus den vier Töpfen gezogen. Den „Bad Boys“ bescherte die Zeremonie in Gruppe fünf einen scheinbar angenehmen Weg zur erhofften Titelverteidigung. „Unser Ziel muss der Gruppensieg sein“, sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB). THW-Linksaußen Rune Dahmke warnte indes vor Slowenien. „In der Olympia-Quali hat man gesehen, wie stark und unangenehm die sind. Die anderen beiden müssen wir als Europameister natürlich schlagen.“ Für die Deutschen ist das Duell mit den Slowenen ein schnelles Wiedersehen, bei der EM im Januar hatten Dahmke und Co. mit einem 25:21 gegen den Gruppenletzten den Einzug in die Hauptrunde perfekt gemacht. „Slowenien ist natürlich ein Hammergegner, aber dennoch sehe ich uns als Favorit. Zwischen diesen beiden Mannschaften wird sich der Gruppensieg entscheiden“, sagte Andreas Wolff, der beim EM-Coup im Januar in Polen zum besten Torwart gewählt worden war. „Als Titelverteidiger müssen wir uns hier trotzdem erst einmal durchsetzen, das ist unser erstes Ziel“, ergänzte Bundestrainer Sigurdsson.

"Extrem" wird es nach der Saison

Die Qualifikation beginnt für die DHB-Auswahl am 2./3. November mit einem Heimspiel gegen Portugal, dann geht es in der Schweiz weiter. Die Topspiele gegen Slowenien werden in Hin- und Rückspiel zwischen dem 3. und 7. Mai 2017 ausgetragen, Mitte Juni folgen die Partie in Portugal und das Heimspiel gegen die Schweiz. Die ersten beiden Mannschaften der sieben Qualifikationsgruppen und der insgesamt beste Dritte qualifizieren sich für die Europameisterschaft vom 12. bis 28. Januar in Kroatien. Gespielt wird dort in Zagreb, Split, Varazdin und Porec. Nur Gastgeber Kroatien ist direkt für die „Euro“ qualifiziert, im Gegensatz zu Weltmeisterschaften muss bei EM-Turnieren der Titelverteidiger auch in die Qualifikation.

„Extrem“ (Rune Dahmke) wird es zuvor schon – nach dem letzten Bundesliga-Spieltag dieser Saison. Am 5. Juni (15 Uhr) treffen die Zebras des THW Kiel auf den TVB 1898 Stuttgart. Bereits am nächsten Tag bittet der deutsche Bundestrainer seine Spieler zum Training und zur „Ouvertüre“ der Olympia-Vorbereitung. Am Mittwoch, 8. Juni, trifft der Europameister in Mannheim auf Russland. „Wir wollen unseren Weg mit einem weiteren Sieg fortsetzen. Lehrgang und Länderspiel im unmittelbaren Anschluss an die Saison sind die letzte Etappe vor dem Start der Olympiavorbereitung. Damit werden wir am 9. Juli beginnen“, sagt Dagur Sigurdsson. Die Nationalspieler müssen also in die Saison-Verlängerung. „Wir reden das ganze Jahr über das Thema Belastung“, sagt Rune Dahmke. „Aber passiert ist bisher nichts.“

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