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Heißer Trials-Auftakt: Lochte hängt Phelps ab

Schwimmen Heißer Trials-Auftakt: Lochte hängt Phelps ab

Der Weltmeister winkte lässig ins tosende Publikum, der Olympiasieger quälte sich mit Schmerz verzerrtem Gesicht aus dem Pool. Ryan Lochte hat das erste Duell der Superstars gegen Michael Phelps bei den US-Olympic-Trials in Omaha/Nebraska klar für sich entschieden.

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Ryan Lochte hat sich gegen Michael Phelps durchgesetzt.

Quelle: Barbara Walton

Omaha. Lochte schlug über die 400 Meter Lagen in Weltjahres-Bestzeit von 4:07,06 Minuten eine dreiviertel Länge vor Phelps an (4:07,89) an. Wie bei seinen WM-Erfolgen 2011 über die 200 Meter Freistil und 200 Meter Lagen hat Lochte somit Phelps nun auch auf dieser Strecke hinter sich gelassen.

"Er hat uns den Hintern versohlt", redete Phelps-Trainer Bob Bowman anschließend Klartext. Während sein Schützling das Rennen als "etwas schmerzhaft" einordnete, war auch Sieger Lochte alles andere als zufrieden. "Die Zeit war überhaupt nicht gut. Ich weiß, dass ich viel schneller schwimmen kann", betonte der 27-Jährige. Er gab sich vor seinem ersten von insgesamt elf Starts im CenturyLink Center gewohnt locker. Phelps indes wirkte extrem angespannt, behielt nach dem Einmarsch in die Arena noch lange seine Kopfhörer auf, und selbst als bei seiner Vorstellung durch den Stadionsprecher euphorischer Jubel aufkam, verzog er keine Miene.

"Road to London" heißt das Motto dieser Meisterschaften. Für alle Athleten führt der Weg zu den Sommerspielen nach London durch den Pool von Omaha - für Phelps jedoch geht er vor allem über Lochte. Schon im Vorlauf war dieser vier Sekunden schneller gewesen. Zur Halbzeit des Rennens lag jedoch keiner der beiden Ausnahmeschwimmer vorne, sondern Vizeweltmeister Tyler Clary. Erst auf der Bruststrecke schwamm Lochte in Führung, gefolgt von Phelps.

Als wäre das Duell im Pool nicht schon heiß genug, ließen die Organisatoren aus Versehen in dieser Phase am Beckenrand auch noch meterhohe Flammen aufsteigen - dabei war diese Einlage eigentlich vor dem Rennen geplant gewesen. "Ich dachte nur, was ist denn hier los", so Lochte.

Für Aufsehen sorgten auch Elizabeth Beisel und Dana Vollmer. Beisel schwamm in Weltjahres-Bestzeit von 4:31,74 Minuten zum Titel über die 400 Meter Lagen - und unterbot somit ihre Zeit vom WM-Sieg vor einem Jahr um 4/100 Sekunden. Auch Vollmer war im 100 Meter Schmetterling-Vorlauf so schnell unterwegs, wie noch niemand in diesem Jahr (56,59 Sekunden) und drückte diese Zeit im Halbfinale noch einmal auf den neuen US-Rekord von 56,42 Sekunden.

Nur mäßig war hingegen das Ergebnis über die 400 Meter Freistil. Favorit Peter Vanderkaay gewann in 3:47,67 Minuten. Somit war er zwar 17/100 Sekunden schneller als Weltrekordhalter Paul Biedermann bei seinem EM-Sieg im Mai - aber trotzdem mehr als fünf Sekunden hinter dem Weltjahres-Besten, Sun Yang (China), zurück.

dpa

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