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Ihle vergibt über 500 Meter Titelchance

Eisschnelllauf Ihle vergibt über 500 Meter Titelchance

Die Chancen auf den Titel oder zumindest seine erste Medaille bei der Sprint-WM der Eisschnellläufer war riesengroß, doch in der Minute der Entscheidung versagten Nico Ihle die Nerven.

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Nico Ihle ist nach Fehlern über 500 Meter auf Rang neun zurückgefallen.

Quelle: Jeff Mcintosh

Calgary. Die Nerven spielten ihm einen Streich: Nico Ihle hat die große Chance verspielt, 46 Jahre nach Erhard Keller bei Sprint-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer wieder einen Titel nach Deutschland zu holen.

Verkrampft ging der 31-jährige Chemnitzer zum Auftakt des zweiten Tages an den Start über 500 Meter und leistete sich in beiden Kurven gravierende Patzer, so dass er nach drei Strecken des Sprint-Vierkampfes vom zweiten auf den neunten Platz abstürzte.

Die mäßigen 35,02 Sekunden reichten nur zu Rang 22 auf dieser Distanz, nachdem er tags zuvor in 34,37 Sekunden noch einen deutschen Rekord fixiert hatte.

Schnellster Eissprinter war erneut der Olympia-Dritte Ronald Mulder aus den Niederlanden in Landesrekordzeit von 34,08 Sekunden. Im Gesamtklassement steuert sein Landsmann und Europameister Kai Verbij nun dem Titel entgegen.

Nachdem Nico Ihle am Vortag in 1:07,16 Minuten auch über 1000 Meter den deutschen Rekord des Berliners Samuel Schwarz 0,69 Sekunden drückte, hatte er noch einen Angriff auf die Top-Position angekündigt: "Es gibt kein Taktieren, volle Kanne auf Angriff", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Zugleich hatte er den Respekt vor den Kurven im Olympic Oval schon nach dem ersten Tag eingeräumt. "Ich bin über 500 Meter zu verhalten in die Innenkurve gegangen. Das sind hier Geschwindigkeiten, die man sonst nirgends erlebt", hatte er gesagt.

Bei den Damen hat die Japanerin Nao Kodaira sich souverän den ersten Titel erkämpft. Die 500-Meter-Weltmeisterin verbesserte mit 146,390 Punkten deutlich den Weltrekord im Sprint-Vierkampf der Berlinerin Monique Garbrecht-Enfeldt, der seit 14 Jahren Bestand hatte.

Kodaira gewann über die 500 Meter in 36,80 Sekunden und belegte über 1000 Meter in 1:13,17 Minuten Rang drei. Damit siegte sie vor der US-Amerikanerin Heather Bergsma (147,185) und der Niederländerin Jorien Ter Mors (147,495).

Von den drei deutschen Sprinterinnen zog sich Gabi Hirschbichler mit persönlichen Bestzeiten von 38,31 Sekunden und 1:14,49 Minuten am besten aus der Affäre. Die Inzellerin kam damit im Gesamtklassement auf den 14. Platz. Roxanne Dufter (Inzell) und Judith Dannhauer (Erfurt) belegten die Ränge 21 und 22.

dpa

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