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Kältetherapie verschafft Ribéry und Co. kühlen Kopf

Fußball Kältetherapie verschafft Ribéry und Co. kühlen Kopf

Franck Ribérys Mitspieler hatten trotz der schwülen Hitze ihren Spaß. Mit einer weißen Unterhose bekleidet stieg der Bayern-Star in den mannshohen Tank im Hoteleingang, nur sein Kopf schaute noch heraus, feiner Nebel erhob sich.

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Franck Ribéry regeneriert seinen Körper in der Kältekammer.

Quelle: Franck Fife

Donezk. Während Samir Nasri und Co. nach dem schweißtreibenden Abendtraining mit Kühlwesten am Oberkörper feixend um die Kältekammer herumtobten, regenerierte Frankreichs Flügelflitzer bei minus 160 Grad für das zweite EM-Spiel gegen die Ukraine.

Für drei Minuten klettern die Spieler von Nationaltrainer Laurent Blanc in Donezk jeden Abend in die Kabine, um die bei drückender Wärme dringend benötigte Energie zurückzugewinnen und Muskelbeschwerden vorzubeugen. In der Donbass Arena fürchtet das Team von Nationaltrainer Laurent Blanc am Freitag neben Superstar Andrej Schewtschenko vor allem die Temperaturen von etwa 32 Grad mit einem möglichen Gewitter. "Leider können wir die Westen nicht mit auf das Spielfeld nehmen", scherzte Blanc, "wir müssen uns gut erholen. Wenn es so heiß wird, wird es kompliziert."

Eine schwierige Entwicklung drohte auch durch den Ärger um den provokanten Torjubel von Nasri beim müden 1:1 zum Auftakt gegen England. Doch nachdem Verbandspräsident Noël Le Graët die beginnende Affäre schnell für beendet erklärte und so (zunächst) für mediale Ruhe sorgte, geben sich Ribéry und Co. im Trainingszentrum Kirscha nach außen wieder betont locker.

Vor dem Duell mit dem Tabellenführer spielten Florent Malouda und Patrice Evra auf einem schattigen Kiesweg des Geländes eine Partie Boule. Yann M'Vila versuchte beim Angeln im nahen künstlichen See mit der Spinnrute, den einen oder anderen Raubfisch zu überlisten. Die idyllischen Szenen sollen die Harmonie und Ruhe in die Heimat vermitteln, die Frankreichs Fans bei der WM 2010 in Südafrika mit dem beschämenden Trainingsstreik so schmerzlich vermissten.

Alle schönen Bilder, die Serie von 22 Spielen ohne Niederlage nacheinander und der zurückgewonnene Respekt der Fans wären jedoch hinfällig, sollte das EM-Unternehmen gegen die Ukraine schief gehen. "Die Liebe wird nicht aufhören, wenn die Mannschaft schön spielt", sagte Le Graët bestimmt, "natürlich können wir auch mit fünf Punkten weiterkommen, aber wieso sollten wir auf morgen verschieben, was wir schon heute erledigen können."

Dabei wird es erneut ganz besonders auf die Spiellaune von Ribéry ankommen, der im ersten Spiel zwar Akzente setzen konnte, aber noch Reserven besitzt. "Wir müssen gewinnen", forderte der 29-Jährige eine Energieleistung - auch wenn ihm bereits der Auftakt zugesetzt hatte. "Es war sehr warm, sehr hart", stöhnte er über den Hitzekessel. Dabei zeigte das Thermometer Anfang der Woche mit knapp 30 Grad noch nicht einmal den Höchstwert dieser Tage an.

dpa

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