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König Federer macht erst einmal Pause

Tennis König Federer macht erst einmal Pause

Roger Federer gelingt derzeit einfach alles. In Miami feierte der Schweizer bereits seinen dritten großen Titel in diesem Jahr. Doch anstatt die Erfolgswelle weiter auszunutzen, macht er etwas ganz anderes - Federer verabschiedet sich erst einmal in den Urlaub.

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Roger Federer will sich nach dem Turniersieg in Miami eine Auszeit gönnen und sich erholen. Foto: Lynne Sladky

Miami. Im orangenen Konfetti-Regen machte der überragende Roger Federer seinen Kontrahenten mit einer ungewöhnlichen Ankündigung Mut für die nächsten Wochen.

"Ich mache jetzt erst einmal eine Pause. Ihr werdet mich erst wieder bei den French Open sehen", sagte der 35-Jährige nach seinem Triumph beim Masters-Event in Miami, mit dem der Schweizer seinem beeindruckenden Comeback eine weitere imposante Episode hinzufügte. "Ich bin nicht mehr 24", sagte Federer nach seinem 6:3, 6:4 im Finale gegen den ebenfalls wiedererstarkten Dauerrivalen Rafael Nadal.

Australian Open, Indian Wells, Miami - Federer gelingt derzeit einfach alles. Mit den drei Titeln führt er das Jahresranking deutlich an, in der Weltrangliste gehört er als Vierter ebenfalls wieder zur Spitze. Und das nach sechs Monaten Pause wegen einer Knieverletzung.

"Ich könnte glücklicher nicht sein", sagte Federer, der sich nun auf Entspannung und Zeit mit seiner Frau und den vier Kindern freut. "Der Körper braucht eine Pause, der Kopf braucht eine Pause und die Familie braucht mich", sagte der 18-malige Grand-Slam-Champion.

Dass er in derart bestechender Form wie zuletzt auch bei den kommenden Turnieren gute Siegchancen hätte und damit sogar die Nummer eins wieder in Reichweite rücken könnte, interessiert Federer nicht. "Die zweite Jahreshälfte steht jetzt im Fokus, auch deshalb nehme ich diese Auszeit."

Bevor sich Federer aber in seinen Urlaub verabschiedete, trumpfte er im Finale von Miami noch einmal groß auf. Mit der nur ihm eigenen Leichtigkeit bewegte sich der Schweizer über den Platz, ließ Nadal am Ende keine Chance. Und das, obwohl der Spanier gar nicht einmal schlecht spielte.

Doch wie schon in den Runden zuvor brachte Federer einfach nichts aus der Ruhe. "Ich gehe im Moment natürlich mit viel Selbstvertrauen auf den Platz", sagte Federer nach seinem 19. Sieg im 20. Spiel in diesem Jahr. "Wenn ich mich gut fühle, kann ich solches Tennis wie hier spielen. Wenn ich nicht gesund bin, dann werde ich nicht in solchen Finals gegen Rafa sein", sagte Federer nach dem 91. Titel seiner Karriere.

Die French Open in Paris, die er bislang erst einmal gewinnen konnte, beginnen am 28. Mai. Federers Fokus liegt aber schon jetzt auf der von ihm so geliebten Rasen-Saison mit geplanten Auftritten in Stuttgart, Halle und natürlich Wimbledon. "Die zweite Jahreshälfte hat jetzt Priorität", begründete Federer seine Absage für die fast komplette Sandplatz-Saison.

Dort will vor allem Nadal die Abwesenheit von Federer nutzen, gegen den er bereits in einem epischen Australian-Open-Finale verloren hatte. "Ich denke, ich bin fast da, wo ich sein will", sagte Nadal. "Ich spiele auf einem sehr hohen Niveau und ich denke, ich bin bereit, Titel zu gewinnen", sagte der Mallorquiner, der im vergangenen Jahr bei den French Open wegen einer Handverletzung aufgeben musste.

Dieses Mal soll es mit dem zehnten Triumph in Roland Garros klappen. "Die Sandplätze stehen vor der Tür und ich bin mir sicher, dass du dort alles auseinandernehmen wirst", sagte Federer. In den kommenden Wochen wird sich der Schweizer dies in aller Ruhe aus dem Urlaub anschauen.

dpa

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