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Kohlschreiber trotz Verletzung im Davis-Cup-Team

Tennis Kohlschreiber trotz Verletzung im Davis-Cup-Team

Wieder einmal kam es im deutschen Davis-Cup-Team zu Aufregung und Querelen. Für das Abstiegsduell mit Polen in Berlin nominierte Michael Kohlmann den angeschlagenen Philipp Kohlschreiber. Statt etwa eines Alexander Zverev ist nun Daniel Brands dabei.

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Philipp Kohlschreiber steht gegen Polen im Davis-Cup-Team.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. Spitzenspieler Philipp Kohlschreiber steht trotz seiner Fußverletzung im deutschen Davis-Cup-Aufgebot für die Relegationspartie gegen Polen.

Neben dem Weltranglisten-26. nominierte Teamchef Michael Kohlmann noch Florian Mayer, Jan-Lennard Struff und Daniel Brands für das Abstiegsduell vom 16. bis 18. September auf Sand in Berlin. "Mit seiner Präsenz ist Philipp Kohlschreiber für uns alle ein unerhört wertvoller Spieler", sagte Kohlmann in einer Mitteilung des Deutschen Tennis Bundes.

Personell hatte der Teamchef kaum Alternativen. Toptalent Alexander Zverev hatte nach seinem Zweitrunden-Aus bei den US Open für die Partie abgesagt. Laut DTB passen dem 19 Jahre alten Hamburger der Wechsel von Hartplatz auf Sand und der Termin nicht in die eigene Planung. Dustin Brown und Mischa Zverev stehen aus persönlichen Gründen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Auch der Augsburger Kohlschreiber drohte wegen seiner Stressfraktur auszufallen. Bei den Olympischen Spielen in Rio hatte der 32-Jährige vor der zweiten Runde zurückziehen müssen, beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison in New York zwang ihn die Blessur zur Aufgabe in Runde eins. Noch am Montag war Kohlschreiber, der lange das Image des "Bad Boy" im Davis-Cup-Team hatte, zur Untersuchung und Behandlung in München gewesen. "Dank seiner großen Davis-Cup-Routine ist er für mich auf und außerhalb des Platzes eine wichtige Unterstützung", sagte Kohlmann nun.

Die DTB-Auswahl kämpft im Steffi-Graf-Stadion gegen den ersten Abstieg aus der Davis-Cup-Weltgruppe der besten 16 Nationen seit 2003. Die Absagen von Zverev und Brown hatten verbandsintern Unverständnis und Irritationen ausgelöst.

Trotz der Ausfälle und erneuten Querelen sind die deutschen Tennisprofis Favorit gegen die Polen, die ohne den früheren Wimbledon-Halbfinalisten Jerzy Janowicz anreisen. Alles andere als ein Erfolg gegen Kamil Majchrzak, Hubert Hurkacz, Lukasz Kubot und Marcin Matkowski wäre eine herbe Enttäuschung. Als bestplatziertes Teammitglied wird Majchrzak auf Platz 305 der Weltrangliste geführt. Der inzwischen 34-jährige Kubot, vor sechs Jahren immerhin die Nummer 41, steht nur noch auf Platz 590.

dpa

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