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French Open – aber sicher

Kontrollen in Paris French Open – aber sicher

Nach den schrecklichen Pariser Anschlägen im vergangenen November ist die Angst vor neuerlichem Terror an der Seine schon weit vor der Tennis-Anlage zu spüren. Noch nie waren die Sicherheitsvorkehrungen bei den French Open so strickt wie in diesem Jahr.

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Erst das Warten, dann das Vergnügen: Vor das Tennis-Spektakel haben die Organisatoren Sicherheitsvorkehrungen gesetzt. Die meisten Besucher haben großes Verständnis.

Quelle: Frank Molter

Paris. Nachdem die Geheimdienste vor einer Anschlagwelle des IS bei der am 10. Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft in Frankreich gewarnt hatten, sind die Sicherheitskräfte auch beim zweiten Grand Slam der Saison in höchster Alarmbereitschaft. Rund um das Areal am Boulevard d'Auteil patrouillieren mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten in den Wohngebieten, untersuchen geparkte Fahrzeuge, fordern Passanten auf, sich auszuweisen, oder kontrollieren Gepäck und Einkaufstüten. Schnell mal nach Feierabend beim Tennis vorbeischauen, ist nicht mehr. Die Anlage ist weiträumig mit Absperrgittern ummantelt. An den neuralgischen Kreuzungen nehmen Wachleute mit Metalldetektoren die Fans in Empfang, von denen bis zum 5. Juni wieder mehr als 400000 erwartet werden.

Jeder, der zum bisher verregneten Sandplatz-Spektakel möchte, muss viel Zeit mitbringen. Wer viel Gepäck bei sich hat – Fotografen zum Beispiel –, gerät besonders in den Fokus. Und obwohl sich alles sehr in die Länge zieht, bringt jeder Verständnis auf. Wer indes dachte, die Organisatoren seien auf all das vorbereitet, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Das schlechte Wetter am Eröffnungstag hatte der Sicherheitsdienst überraschenderweise nicht auf dem Zettel. So mussten zum Beispiel Fotografen und Kameraleute im strömenden Regen ihr Equipment auf dem Asphalt öffnen und durchsuchen lassen. Von Tischen oder Unterständen keine Spur.

Schon zahlreiche Sicherheitspannen

Das – von außen betrachtet vermeidbare – Chaos passt allerdings zu dem Ruf, der die French Open seit Jahren „schmückt“. Immer wieder hat es hier in punkto Sicherheit große Pannen gegeben. Höhepunkt war 2015 der junge „Flitzer“, der unbemerkt auf den Centre Court stürmte, um Roger Federer um ein Selfie zu bitten. Als Klassiker des Unfassbaren gilt zudem der Vorfall, als 2009 ebenfalls Federer im Mittelpunkt gestanden hatte. „Aktionskünstler“ Jimmy Jump hatte es auch auf den Court geschafft, um den Schweizer mit einer Baskenmütze zu drapieren. Um auch Vorfälle wie diese zu vermeiden, wurde die Zahl der Sicherheitskräfte angeblich verdoppelt.

Auch die Spieler machen sich über die vom französischen Geheimdienst formulierte Bedrohung „terroristischer Attentate, bei denen Sprengstoff an Orten mit großen Menschenmassen platziert wird“, ihre Gedanken, versuchen sie aber so weit wie möglich auszublenden. Der spanische Topstar Rafael Nadal, der seinen zehnten Paris-Titel im Visier hat, ist sich sicher, dass „die Organisatoren zu 100 Prozent darauf fokussiert sind, die Veranstaltung sicher zu machen. Nicht nur für die Profis, auch für die Besucher.“

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