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Laura Dahlmeier gewinnt erstmals Gesamtweltcup

Biathlon Laura Dahlmeier gewinnt erstmals Gesamtweltcup

Da ist das Ding! Laura Dahlmeier hat erstmals des Gesamtweltcup gewonnen und nicht nur damit bewiesen: Sie ist im Biathlon derzeit das Maß aller Dinge. Mit einer beeindruckenden Dominanz rast sie von Erfolg zu Erfolg. Das nächste große Ziel heißt Olympia.

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Laura Dahlmeier winkt in Finnland ihren Fans zu. Foto: Heikki Saukkomaa

Kontiolahti. Mit einem lauten Jubelschrei sprang Laura Dahlmeier nach ganz oben auf das Siegerpodest: Die 23-Jährige hat ihre historische Biathlon-Saison mit dem erstmaligen Gewinn des Gesamtweltcups gekrönt.

Mit ihrem Erfolg in der Weltcup-Verfolgung von Kontiolahti holte

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Laura Dahlmeier (M) siegte vor Marie Dorin Habert aus Frankreich (l) und der Italienerin Lisa Vittozzi. Foto: Heikki Saukkomaa

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Dahlmeier ihren bereits zehnten Saisonsieg und avancierte zur ersten Deutschen seit Magdalena Neuner 2012, die die prestigeträchtige Große Kristallkugel der weltbesten Skijägerin gewinnen konnte.

Beim Zieleinlauf hatte sie sich erstmal nur über ihren erneuten Erfolg gefreut, denn gerechnet hatte sie nicht. So wusste sie beim Sieger-Interview im ZDF noch gar nichts von ihrem historischen Moment. "Ist es jetzt wirklich fix?", fragte sie entgeistert: "Wahnsinn, krass, das macht mich sprachlos, das ist ein krasser Moment", sagte sie, ehe sie einen erneuten Jubelschrei gen Himmel schickte.

Auch im 23. Saisonrennen zeigte Dahlmeier ihre Extraklasse, leistete sich nur einen Fehler. Da ihre große Rivalin Gabriela Koukalova nur Zehnte wurde, kann Dahlmeier von der Titelverteidigerin aus Tschechien in den letzten drei Saisonrennen beim Finale in Oslo nicht mehr von Platz eins verdrängt werden.

"Der Gesamtweltcup bedeutet sehr viel, denn er macht den komplettesten Sportler aus, über eine ganze Saison konstant ganz vorne zu sein. Dass ich das jetzt geschafft habe mit 23 Jahren, ist echt beeindruckend", sagte die siebenmalige Weltmeisterin. "An der Stelle auch mal: Danke Mama, Danke Papa. Und natürlich mein Bruder: Danke."

Die Partenkirchnerin schrieb sich mit diesem großen Triumph ein weiteres Mal in die Geschichtsbücher ein, nachdem sie bereits bei der WM in Hochfilzen fast spielerisch Bestmarken aufstellte, die sehr lange Bestand haben werden. Sie ist nach Martina Glagow (2003), Kati Wilhelm (2006), Andrea Henkel (2007) und Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner (2008, 2010 und 2012) die erst fünfte deutsche Gesamtweltcup-Gewinnerin. Rekordsiegerin in der aussagekräftigen Saisonwertung ist Magdalena Forsberg mit sechs Erfolgen in Serie. Zuvor hatte sich Dahlmeier bereits den Einzel-Weltcup gesichert.

Dahlmeiers Zahlen in diesem Winter sind beeindruckend: In 17 der bisher 23 Rennen stand die Partenkirchnerin auf dem Podium, holte zehn Siege, davon fünf am Stück. Da ist nur Forsberg mit acht Siegen nacheinander besser. Auch bei den Saisonsiegen führt Forsberg die Statistik mit 14 Erfolgen noch an, gefolgt von Tora Berger (11). Mit ihrer früheren Trainingskollegin Neuner (10) zog Dahlmeier nun gleich. Auf sagenhafte 13 kann sie in Oslo noch kommen.

Wie stark Dahlmeiers Leistung ist, zeigt, dass ein siebter und drei vierte Ränge ihre schlechtesten Platzierungen sind. Solch eine Konstanz hatte nicht mal Rekord-Weltmeisterin Neuner. Zudem gewinnt Dahlmeier in allen Rennen vom Sprint bis zum schweren Einzel - auch das können nur wenige.

Für Dahlmeier, die 2013 bei der WM in Nove Mesto ohne Weltcupeinsatz als Juniorin in der Staffel zum Einsatz kam und da ihre einmalige Karriere startete, ist es eine Saison der Superlative: Mit fünfmal Gold und einmal Silber holte sie bei der WM in Hochfilzen in allen sechs Rennen eine Medaille - fünf WM-Titel holte noch niemand im gesamten Biathlon-Zirkus, auch nicht der legendäre Ole Einar Björndalen oder Frankreichs Superstar Martin Fourcade. Auch elf WM-Medaillen in Serie gelang zuvor noch keinem/r Biathleten/in.

Und Dahlmeier machte nicht nur sportlich, sondern auch taktisch alles richtig. Nachdem sie zwei Heimrennen Anfang des Jahres ausgelassen hatte, gab es auch Kritik. "Ich kriege sehr, sehr wenige negative Nachrichten. In Oberhof war das Geschrei groß, dass ich die Rennen ausgelassen habe. Aber wenn man den Saisonverlauf betrachtet, habe ich doch alles richtig gemacht", sagte Dahlmeier. Auch Neider lassen sie kalt: "Es gibt immer ein paar Menschen, die neidisch sind, aber da stehe ich drüber."

Auf die letzten drei der insgesamt 26 Rennen am legendären Holmenkollen freut sich die Fünffach-Weltmeisterin von Hochfilzen schon jetzt. "So richtig Vollgas genießen, kann ich dann am Sonntag in Oslo, wenn die Saison abgeschlossen ist", sagte sie.

dpa

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