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Leichtathleten überzeugen bei Hallen-EM

Leichtathletik Leichtathleten überzeugen bei Hallen-EM

Fünf Monate vor den Weltmeisterschaften in London haben die deutschen Leichtathleten gute Leistungen gezeigt. Beim Höhepunkt der Hallensaison überzeugen vor allem die Hoffnungsträger wie Kristin Gierisch: Gold im Frauen-Dreisprung - das gab's noch nie.

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Claudia Salman-Rath wurde Dritte im Weitsprung.

Quelle: Sven Hoppe

Belgrad. Beim Schaulaufen für die Sommersaison haben sich die deutschen Leichtathletik-Asse ganz gut geschlagen und dank Frauen-Power zwei Hallen-Europameisterinnen gefeiert.

Dreispringerin Kristin Gierisch jubelte bei der Winter-EM in Belgrad ebenso über Gold wie Hürdenflitzerin Cindy Roleder. Beim Endspurt sprangen noch einmal drei Bronzemedaillen heraus: Mit 30 Jahren wurde die "gelernte" Siebenkämpferin Claudia Salman-Rath im Weitsprung-Finale ebenso Dritte wie zuvor Dreisprung-Europameister Max Heß und 3000-Meter-Läufer Richard Ringer.

Schon vor den abschließenden 4x400-Meter-Staffeln - nur bei den Frauen stand ein Quartett am Start - hatten die Asse des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in 24 Finals insgesamt neun Medaillen erkämpft: Zweimal ertönte in der Kombank Arena die deutsche Hymne, zudem gab es zwei silberne und fünf Bronze-Plaketten.

Die historische erste Goldmedaille durch Kristin Gierisch und Bronze für ihren Chemnitzer Clubkollegen Heß waren ein weiteres Gütesiegel für die sächsische Dreispringer-Schule von Trainer Harry Marusch. Roleder behielt in einem kuriosen Fehlstart-Finale die Nerven - sie ist nun Doppel-Europameisterin: 2016 im Stadion, 2017 in der Halle. "Der deutsche Hürdensprint ist bei den Frauen eine richtig starke Disziplin geworden", sagte sie nach ihren siegreichen 7,88 Sekunden vom Freitagabend.

Auch Claudia Salman-Rath strahlte. "Das ist für mich Sensations-Bronze. Endlich habe ich mal 'ne Medaille umhängen. Das ist der i-Punkt auf diese Hallensaison", sagte die Sportsoldatin, die sich im Sommer wieder auf den Mehrkampf konzentrieren will.

Heß hatte in der Qualifikation mit dem deutschen Rekord von 17,52 Metern die Gold-Hoffnungen noch beflügelt - im Finale zeigte der Youngster aber Nerven. "Ich habe viel riskiert, den Anlauf geändert und bin dann immer mit einem halben Fuß übergetreten. Aber ich bin zufrieden, 17,12 Meter sind mein drittbestes Hallenergebnis", sagte Heß, der seinen Medaillensatz nun komplett hat: 2016 Europameister in Amsterdam und Silber bei der Hallen-WM - nun EM-Bronze in der Halle.

Für Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid war Bronze ein Riesending. Über Silber freuten sich Stabhochspringerin Lisa Ryzih und Mittelstrecken-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen (1500 Meter). "Medaille ist Medaille. Ich hätte gewinnen können, bin aber echt zufrieden", meinte Ringer nach einem taktisch klugen Rennen.

Rath setzte im letzten Versuch alles auf eine Karte - trotz persönlicher Bestleistung von 6,94 Metern fehlten drei Zentimeter zu Silber. Jubelstürme in der Halle löste die Serbin Ivana Spanovic aus: Die Top-Favoritin aus dem Gastgeberland triumphierte mit der Jahresweltbestweite von 7,24 Metern.

Erstmals seit 29 Jahren standen drei deutsche Sprinterinnen im 60-Meter-Finale einer Hallen-EM. Doch der Endlauf wurde für den DLV zur Enttäuschung: Beim Sieg der Britin Asha Philip (7,06 Sekunden) landete Lisa Mayer (Wetzlar) als beste Deutsche in 7,19 Sekunden auf Platz fünf. Goldhoffnung Rebekka Haase vom LV 90 Erzgebirge wurde in 7,21 Sekunden Achte - und damit Letzte.

Fünf Monate vor den Weltmeisterschaften in London gab es mehr Licht als Schatten, alle Hoffnungen im 43-köpfigen DLV-Team erfüllten sich aber nicht. Kugelstoßer David Storl war als einziger Titelverteidiger angereist - mit Bronze und süß-saurer Miene verabschiedete sich der Team-Kapitän aus Leipzig in den Familienurlaub.

Für das letzte Glanzlicht der EM sorgte der Franzose Kevin Mayer mit seinem Hallen-Europarekord im Siebenkampf. Der Olympia-Zweite im Zehnkampf siegte mit 6479 Punkten. Nur der zurückgetretene US-Star Ashton Eaton war mit 6645 Punkten in der Halle jemals besser. Den alten Europarekord hielt der Tscheche Roman Sebrle mit 6438 Punkten.

dpa

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