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Liga wirtschaftet seriös - Kiel bleibt Etat-Krösus

Handball Liga wirtschaftet seriös - Kiel bleibt Etat-Krösus

In der Handball-Bundesliga der Männer wird nicht unwirtschaftlich gearbeitet. Auch in der neuen Saison scheinen die Vereine nicht über ihre Verhältnisse zu leben. Das macht die Liga attraktiv und den Liga-Verband zufrieden.

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Die deutsche Hanbdall-Liga wirtschaftet seriös.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Leipzig. Die Handball-Bundesliga wirtschaftet mit Augenmaß. Die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt macht sich auch in den Etats der 18 Bundesligisten für die am Freitag beginnende Saison bemerkbar.

Zwar ist das Gesamtbudget im Vergleich zur Vorsaison wohl gestiegen, trotzdem bleibt die Größenordnung insgesamt im Rahmen, sodass auch der Liga-Verband (HBL) zufrieden ist. Unangefochtener Etat-Spitzenreiter bleibt der THW Kiel, der nach eigenen Angaben mit 9,5 Millionen Euro plant. Der Meisterschaftszweite und Titelkandidat SG Flensburg-Handewitt hat nach eigenen Informationen 6,5 Millionen Euro zur Verfügung.

"Die Handballclubs sind keine Wirtschaftsunternehmen, die auf Ertragsmaximierung aus sind", begründete HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann das gesunde Wirtschaften der Vereine. Die negativen Erfahrungen, die man in der vergangenen Saison mit dem HSV Hamburg machte, schärften noch einmal die Sinne aller im Lizenzierungsverfahren. Der einstige Champions-League-Sieger musste im Winter Insolvenz anmelden und versucht nun einen Neu-Start in der 3. Liga. Der HSV hatte zu Saisonbeginn mit geschätzten 5,2 Millionen Euro geplant.

Neuerliche Geldsorgen befürchtet Bohmann für die kommende Spielzeit nicht. "Die Entwicklung der vergangenen vier Jahre ist sehr hoffnungsvoll. Wir haben die Eigenkapitalverschuldung drastisch abgebaut und ich sehe keinen Verein der 1. und 2. Liga, der uns Sorgen macht", betont der HBL-Funktionär.

Das hängt auch mit den Transferausgaben zusammen. Denn die hoch bezahlten ausländischen Stars machen mittlerweile um die Bundesliga einen Bogen und gehen zu den von millionenschweren Mäzenen geführten Clubs in Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen oder Mazedonien. So bleibt auch Platz für hungrige deutsche Akteure, die noch nicht die Gehaltsgefüge der Vereine sprengen. Qualität hat die Bundesliga aber immer noch zur Genüge. Allein zehn dänische Olympiasieger von Rio de Janeiro spielen in dieser Saison im deutschen Oberhaus.

Dass der Gesamtetat der Bundesliga wohl gestiegen ist, hängt auch mit den drei Aufsteigern zusammen. Hinter dem HSC 2000 Coburg, GWD Minden und dem HC Erlangen stehen potente Geldgeber. Auch die beiden Aufsteiger der vergangenen Spielzeit, TBV Stuttgart und SC DHfK Leipzig, wollen nach ihrer erfolgreichen Premierensaison mehr und stockten das Budget deshalb auf.

dpa

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