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Lisicki meistert Auftaktmatch in Wimbledon

Tennis Lisicki meistert Auftaktmatch in Wimbledon

Sabine Lisicki liebt das Wimbledon-Turnier. Und dort, wo sie im Vorjahr mit dem Halbfinaleinzug ihren größten Karriereerfolg gefeiert hat, will sie nun auch endlich raus aus dem Formtief.

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Sabine Lisicki erreichte in Wimbledon locker die zweite Runde.

Quelle: Andy Rain

London. Mit ihrem Erstrundensieg ist der erste Schritt dafür gemacht.

"Sie wäre vor Angst fast gestorben", sagte ihr Mentor Nick Bollettieri nach dem 6:4, 6:2 gegen die aufstrebende Kroatin Petra Martic. Nach leichter Anfangsnervosität, denn zunächst hatte sie schon 2:4 zurückgelegen. Die zahlreichen Bälle in der Akademie des Startrainers in Florida haben sich scheinbar ausgezahlt.

"Ach naja, Erleichterung? Ich freu' mich einfach und habe ziemlich gut gespielt", meinte die 22-Jährige, die nach nur einer Stunde und fünf Minuten ihren zweiten Matchball verwandelt hatte, einen "Yes"-Ruf ausstieß und breit grinsend zigmal die Faust ballte. Die vier Erstrunden-Niederlagen habe sie gar nicht erst mit nach London gebracht, behauptete sie.

"Ich liebe dieses Turnier. Wenn man hier am Hauptgebäude ankommt und durch das Tor fährt - das ist einfach wunderschön. Da kommt einem gleich das Grinsen, wenn man über die Anlage läuft. Ich finde die Tradition und das gesamte Bild einfach genial", schilderte die Nummer 15 der Setzliste. Im April in Charleston (USA) hatte die Fed-Cup-Spielerin eine Knöchelverletzung erlitten, anschließend steckte sie in einem Formtief fest.

"Das war eine Befreiung", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. Sie habe mit diesem Wendepunkt hier in Wimbledon schon gerechnet, meinte Rittner. Ebenso wie Vater Richard Lisicki, der meinte: "Trotz allen Drucks hat sie hier ein positives Gefühl auf dem Platz. Sie weiß, dass sie hier gut spielen kann. Das hilft." Bollettieri, der sich sogar zu Lisicki in die Pressekonferenz gesellte, nannte dieses Erfolgserlebnis in der ersten Runde "verdammt wichtig. Ich musste ihr erst einmal wieder erzählen, wie gut sie ist". Und Lisicki sagte geradezu aufgekratzt: "Ich will jetzt noch lange hierbleiben."

Auf dem "Heiligen Rasen" an der Church Road hatte sie 2011 ihr bestes Grand-Slam-Karriereresultat erreicht, als sie sich erst in der Vorschlussrunde der Russin Maria Scharapowa geschlagen geben musste. In Runde zwei wartet nun eine lösbare Aufgabe: entweder die Serbin Bojana Jovanovski oder Eleni Daniilidou aus Griechenland.

dpa

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