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Löw setzt auf EM-Akteure und drei Silber-Jungs

Fußball Löw setzt auf EM-Akteure und drei Silber-Jungs

Der große Umbruch ist zum Auftakt der Mission WM-Titelverteidigung nicht notwendig. Bundestrainer Joachim Löw vertraut zum Saisonstart zunächst auf das bekannte Weltmeister-Personal - und ergänzt den Kader mit drei Jungstars, die gerade erst in Brasilien überzeugten.

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Joachim Löw hat sein Team nominiert.

Quelle: Christian Charisius

Frankfurt/Main. Joachim Löw setzt zum Start der nächsten Weltmeister-Mission auf seine bewährten Turnier-Kräfte und drei Silber-Jungs von Rio de Janeiro.

Der Bundestrainer berief 19 Akteure aus seinem im Halbfinale gescheiterten EM-Sommer-Team in das Aufgebot für den Saisonauftakt der Fußball-Nationalmannschaft. Der scheidende Kapitän Bastian Schweinsteiger wird allerdings nur für sein Abschiedsspiel am Mittwoch (20.45 Uhr) in Mönchengladbach gegen Finnland zum DFB-Tross gehören. Danach reduziert sich der Kader für die erste Pflichtpartie auf dem Weg nach Russland 2018 am 4. September in Oslo gegen Norwegen auf 23 Akteure - inklusive der Olympia-Zweiten Max Meyer, Julian Brandt und Niklas Süle.

"Es ist unser Ziel, in den nächsten zwei Jahren eine Mannschaft zu entwickeln, die in der Lage ist, in Russland den Titel zu verteidigen. Wir haben viele erfahrene Spieler in unserem Kreis, die das Gerüst bilden und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig wollen wir auch jüngeren Spielern die Chance geben, sich bei uns zu zeigen", sagte Löw nach Bekanntgabe seiner Auswahl. Immerhin: Genau ein Dutzend Weltmeister von 2014 steht noch im Kader der DFB-Auswahl.

Auf Auslandsreise mit dem A-Team gehen auch Schalkes Meyer, Leverkusens Brandt und der einzige Neuling Süle von 1899 Hoffenheim. Das Trio hatte erst in der vergangenen Woche im Maracana das Olympia-Finale bestritten. "Die drei haben sich diese Nominierung mit ihren sehr guten Auftritten verdient. Ich denke, sie verstehen die Nominierung auch als Motivation und Anreiz, weiterhin konstant gute Leistungen abzurufen. Von Spielern wie ihnen erhoffen wir uns einen nächsten Entwicklungsschritt, sie haben großes Potenzial", sagte Löw.

Nicht dabei sind nach ihren Verletzungen die drei EM-Akteure Jérôme Boateng, Mario Gomez und Leroy Sané. Auch der von Löw kurz vor der EM aus gesundheitlichen Gründen aussortierte Marco Reus ist wie Antonio Rüdiger und Ilkay Gündogan noch nicht wieder fit. Lukas Podolski kann wegen seiner Knöchelverletzung im Gegensatz zu Schweinsteiger gegen Finnland noch nicht sein versprochenes Abschiedsspiel bestreiten.

Zum Aufgebot gehört wieder der von Löw für die EM nicht berücksichtigte Leverkusener Karim Bellarabi und sein neuer Club-Kollege Kevin Volland. Auch Mario Götze, der für den Saisonstart bei Borussia Dortmund noch nicht fit ist, steht auf der Liste. Mit Spannung wird erwartet, wen Löw zum Nachfolger von Schweinsteiger zum DFB-Kapitän ernennt. Kandidaten sind die Münchner Manuel Neuer, Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller sowie Sami Khedira von Juventus Turin.

"Mit Basti verlieren wir den Kapitän und eine tragende Säule unserer Mannschaft. Er war auf dem Platz genauso wie außerhalb eminent wichtig für uns und für mich persönlich. Er wird zunächst eine Lücke hinterlassen. Aber wir haben mehrere etablierte und erfahrene Spieler. Ich erwarte und ich weiß, dass sie noch mehr Verantwortung übernehmen werden, gerade auch für die jüngeren Spieler", sagte Löw.

Erstmals muss sich Deutschland auch als Champion für die nächste WM qualifizieren. Noch beim vorletzten WM-Triumph 1990 war die DFB-Elf für die folgende WM 1994 in den USA gesetzt. Die Ausscheidungsrunde wird in diesem Herbst noch mit Heimspielen gegen Tschechien (8.10./Hamburg) und Nordirland (11.10./Hannover) fortgesetzt. Zum Jahresabschluss kommt es am 11. November noch zum Gastspiel in San Marino. Im Sommer 2017 kann das DFB-Team als Teilnehmer des Confederations Cup Russland-Erfahrung sammeln.

Löw warnte zunächst vor dem nicht für die EM qualifizierten Auftaktgegner: "Es wird kein Selbstläufer sein, in Norwegen zu gewinnen. Die Norweger werden uns alles abverlangen, sie stehen kompakt und wollen gegen den Weltmeister natürlich ein Ausrufezeichen setzen. Daher müssen wir uns von Anfang an auf unsere Stärken konzentrieren. Wir werden Norwegen sehr ernst nehmen, denn natürlich ist es unser Anspruch, mit einem Sieg in die WM-Qualifikation zu starten", sagte Löw vor dem Auftakt in die Ausscheidungsrunde.

Das DFB-Aufgebot:

Torhüter: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen)

Abwehr: Mats Hummels (Bayern München), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Jonas Hector (1. FC Köln), Emre Can (FC Liverpool), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen), Niklas Süle (1899 Hoffenheim), Joshua Kimmich (Bayern München)

Mittelfeld: Toni Kroos (Real Madrid), Sami Khedira (Juventus Turin), Julian Weigl (Borussia Dortmund), Mesut Özil (FC Arsenal), Max Meyer (FC Schalke 04), Thomas Müller (Bayern München), Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (VfL Wolfsburg), Julian Brandt (Bayer Leverkusen), André Schürrle (Borussia Dortmund) - nur für Finnland-Spiel: Bastian Schweinsteiger (Manchester United)

Angriff: Mario Götze (Borussia Dortmund), Kevin Volland (Bayer Leverkusen)

dpa

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