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Mainz siegt 3:2 bei FK Qäbäla in Aserbaidschan

Fußball Mainz siegt 3:2 bei FK Qäbäla in Aserbaidschan

Was für ein glückliches Händchen von Trainer Martin Schmidt. In Jhon Cordoba und Levin Öztunali wechselte der Mainzer Trainer die beiden Siegtorschützen beim Erfolg in Aserbaidschan ein. Nun dürfen die 05er auf ein Weiterkommen in der Europa League hoffen.

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Jhon Cordoba (l) gleicht kurz nach seiner Einwechslung zum 2:2 aus.

Quelle: Rene Vigneron

Baku. Der erste Europa-League-Sieg der Vereinsgeschichte sorgte beim FSV Mainz 05 für ausgelassene Partystimmung. Noch 20 Minuten nach dem Schlusspfiff feierten die Profis der 05er mit den rund 300 mitgereisten Fans den hart umkämpften 3:2 (1:0)-Sieg bei FK Qäbälä in Aserbaidschan.

Im Mittelpunkt der Jubeltraube: die beiden Joker Jhon Cordoba und Levin Öztunali, die mit ihren Treffern in der Schlussphase einen 1:2-Rückstand noch wettgemacht hatten.

Cordoba traf wenige Sekunden nach seiner Einwechselung mit dem ersten Ballkontakt zum 2:2, Öztunali erzielte zehn Minuten später vor rund 8500 Zuschauern in Baku den Siegtreffer. Yoshinori Muto hatte den Fußball-Bundesligisten in der 41. Minute in Führung gebracht, ehe Ruslan Qurbanov (57.) und Sergei Zenjov (62.) für das vorübergehende 2:1 für den Außenseiter sorgten. "Die drei Punkte sind wichtig, auch weil wir so viele Spiele in kurzer Zeit haben", sagte Cordoba.

Die 05er haben sich damit nach dem 1:1 gegen den AS St. Etienne zum Auftakt in der Gruppe C in eine gute Ausgangsposition gebracht. In drei Wochen kommt der belgische Topclub RSC Anderlecht zum Spitzenspiel nach Mainz.

"Wir sind natürlich sehr glücklich. Mit vier Punkten nach zwei Spielen sind wir auf einem guten Weg. So kann es weitergehen", sagte der Mainzer Trainer Martin Schmidt. "Wir haben gezeigt, dass wir fit sind, auch psychisch. Wir haben eine gute Mentalität und Moral. Und wir können Tore schießen", meinte der FSV-Coach. FSV-Präsident Harald Strutz zollte dem Team großen Respekt. "Ich bin einfach nur happy. Die Mannschaft ist toll zurückgekommen. Jetzt haben wir unseren ersten Sieg, das ist gut für die Moral", sagte Strutz.

Nach den sintflutartigen Regenfällen am Tag zuvor herrschten in der Bakcell Arena optimale Bedingungen. Dennoch taten sich die Mainzer gegen den Tabellenführer der aserbaidschanischen Liga zunächst sehr schwer. Zwar hatten die Rheinhessen deutlich mehr Ballbesitz, konnten diesen aber nicht in zwingende Möglichkeiten umwandeln.

Die erste Großchance im ersten Durchgang hatten sogar die Gastgeber. Nach einer Flanke von Qurbanov traf der Brasilianer Ricardinho mit einer Kopfballbogenlampe nur den Pfosten des Mainzer Tores. Den Nachschuss hämmerte Zenjov neben das FSV-Gehäuse. Auch in der Folgezeit taten sich die Mainzer schwer, Lücken im Defensivverbund der Hausherren zu finden. Trotzdem gingen sie mit einer Führung in die Pause, weil Muto traf.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Mainzer deutlich schwungvoller aus der Kabine und drängten auf den zweiten Treffer. Doch Yunus Malli scheiterte an Qäbäläs Torwart Dmytro Bezotosnyi. Statt frühzeitig alles klar zu machen, musste der FSV völlig unnötig den Ausgleich hinnehmen. Nach einer zu kurzen Kopfball-Rückgabe von Stefan Bell brachte 05-Keeper Jonas Lössl den dazwischen eilenden Filip Ozobic zu Fall, Qurbanov verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1.

Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Angetrieben vom Publikum ging Qäbälä fünf Minuten später durch Zenjov sogar in Führung. Der Bundesligist wankte nun, aber kam doch noch einmal zurück. Nach einer Ecke war der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Cordoba per Kopf zur Stelle und markierte das 2:2. Kurz darauf sorgte Öztunali für den umjubelten Siegtreffer.

dpa

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