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Mehr Geld und die üblichen Favoriten

Fußball Mehr Geld und die üblichen Favoriten

Das Ziel heißt Cardiff. Bis zum Finale der Champions League am 3. Juni 2017 in Wales ist es auch für Topfavoriten um den FC Bayern ein weiter Weg. Ein Überblick vor dem Start der Königsklasse.

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Das Milliarden-Spektakel Champions League startet in eine neue Saison.

Quelle: Guido Kirchner

Berlin. Mehr Geld als je zuvor und die üblichen Favoriten - das Milliarden-Spektakel Champions League startet in seine neue Saison. Die wichtigsten Fragen vor dem ersten Spieltag in Europas Fußball-Königsklasse:

Wer sind die Favoriten?

Die üblichen Verdächtigen. Real Madrid will als erstes Team in der Historie der Champions League seinen Titel verteidigen, für Superstar Cristiano Ronaldo können es gar nicht genug Pokale sein. Der FC Bayern hat sich nach drei verlorenen Halbfinals die Dienste eines Königsklassen-Experten gesichert. Trainer Carlo Ancelotti hat dreimal die Champions League gewonnen, Nummer vier soll folgen. "Wir wollen das Maximale erreichen, das ist unser Ziel", sagte Ancelotti. Vorgänger Pep Guardiola trimmt indes nun Manchester City nach seiner Lehre zum Mitfavoriten, schon in der Vorrunde trifft er auf seinen Ex-Club FC Barcelona, einen weiteren Titelanwärter.

Wie sind die Aussichten der anderen deutschen Vertreter?

Borussia Dortmund bekommt es bei seiner Rückkehr in der Gruppenphase mit Real Madrid zu tun. Der BVB sollte die Vorrunde, in der zudem Sporting Lissabon und Legia Warschau warten, überstehen. Auch in der K.o.-Phase ist Thomas Tuchels neuformiertes Team nicht chancenlos. Bayer Leverkusen hat auch eine machbare Gruppe erwischt. "Wir wollen uns durchsetzen", sagte Sportdirektor Rudi Völler. Danach braucht die Werkself viel Losglück, um weit zu kommen. Ein Einzug von Borussia Mönchengladbach ins Achtelfinale wäre bei den Gruppengegnern FC Barcelona und Pep Guardiolas Manchester City schon eine Überraschung. "Mein großer Traum ist, in Europa zu überwintern", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Auf wen sollte man noch achten?

Zlatan Ibrahimovic hat Paris Saint-Germain verlassen, mit den Millionen aus Katar hat der französische Meister aber weiter einen starken Kader. Italiens Champion Juventus Turin war vor zwei Jahren zuletzt im Königsklassen-Finale und plant mit Weltmeister Sami Khedira den nächsten Angriff auf Europas Thron. Für Würze könnten auch die krassen Außenseiter sorgen. Russlands Vizemeister FK Rostow, erster Gegner des FC Bayern, debütiert ebenso in der Champions League wie Leicester City, das in der Vorsaison mit dem Titel in England nichts weniger als ein Fußball-Wunder vollbrachte.

Wie ist das Format?

Im Vergleich zu den Vorjahren ändert sich nichts. 32 Mannschaften starten in acht Gruppen zu je vier Teams. Die beiden Gruppenersten ziehen ins Achtelfinale ein, die Dritten spielen in der K.o.-Phase der Europa League weiter. Vom Achtelfinale an entscheiden Hin- und Rückspiel über das Weiterkommen, das Finale steigt am 3. Juni 2017 in Cardiff. Die nächste Reform der Champions League steht erst in zwei Jahren an. Dann gibt es vor allem noch mehr Geld für die Topclubs.

Wie viel Geld wird ausgeschüttet?

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) zahlt einen Gesamtbetrag von über 1,3 Milliarden Euro aus - wieder ein Rekord. Das Startgeld wurde noch einmal erhöht, allein 12,7 Millionen Euro bekommt jetzt jeder Teilnehmer. Die Höchstsumme, die ein Verein ohne Berücksichtigung des Marktpools erspielen kann, beträgt laut Verbandsangaben 57,2 Millionen Euro.

Wer zeigt die Champions-League-Spiele im deutschen Fernsehen?

Im frei empfangbaren TV hat weiter das ZDF die Senderechte. Jeweils mittwochs zeigt das Zweite in der Gruppenphase ein Spiel mit deutscher Beteiligung. Ist in der K.o.-Phase nur noch ein deutscher Club dabei, darf das ZDF auch dessen Spiele am Dienstag zeigen. Alle Spiele live gibt es beim Bezahlsender Sky.

dpa

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