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Messi bangt um Argentiniens WM-Ticket

Fußball Messi bangt um Argentiniens WM-Ticket

Eine WM ohne Argentinien? Lionel Messi und Co. müssen ausgerechnet gegen Angstgegner Chile in der südamerikanischen WM-Qualifikation punkten, um nicht noch mehr an Boden zu verlieren. Das Rennen ist äußerst eng, nur ein Team kann praktisch schon für Russland planen.

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Für Lionel Messi und Argentiniens Nationalmannschaft ist die Partie gegen Chile ein «entscheidendes Spiel». Foto: Jason Szenes

Buenos Aires. Der Druck vor dem Duell mit dem Angstgegner ist groß. Argentinien um Superstar Lionel Messi bangt um die Teilnahme an der Fußball-WM 2018 in Russland.

In einer bisher enttäuschenden Qualifikation empfängt der zweimalige Weltmeister am Donnerstag Chile. "Ich würde nicht sagen, dass es ein Finale ist, wohl aber ein entscheidendes Spiel", sagte Trainer Edgardo Bauza der FIFA.

Argentinien liegt mit 19 Punkten nur auf Platz fünf. Chile, das ohne den gelbgesperrten Arturo Vidal vom FC Bayern München auskommen muss, hat 20 Punkte und ist Vierter. Nur die ersten Vier qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland, der Fünfte müsste in einem Playoff-Vergleich im November gegen ein Team aus Ozeanien antreten.

Bei der Copa América verlor die Albiceleste zuletzt im Finale zweimal äußerst unglücklich gegen Chile. Ein psychologischer Nachteil? "Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft die letzten beiden Endspiele vergisst, die wir nicht auf dem Platz, sondern im Elfmeterschießen verloren haben", sagte Bauza. Der 59-Jährige weiß natürlich, dass Chile kein gewöhnlicher Gegner ist. "Unsere Rivalität mit Chile, die schon seit jeher existiert, müssen wir auf dieses wichtige Spiel gegen einen direkten Rivalen reduzieren", meinte er. "Wir dürfen nur daran denken, dass wir mit einem Sieg an ihnen vorbeiziehen."

Im Hexenkessel des River Plate-Stadions zu Buenos Aires, wo Argentinien 1978 seinen ersten Weltmeisterschafts-Titel gewann, setzt Bauza wie immer auf die Geniestreiche von Messi, zudem auf Tore von Sergio Agüero (Manchester City) oder Ángel de María (Paris Saint-Germain). Messi hat besonders schlechte Erinnerungen an Chile: Nach der Pleite im Copa-América-Finale 2016 hatte er entnervt seinen Rücktritt erklärt, wurde dann aber von einer ganzen Nation bis hin zu Präsident Mauricio Macri vom Weitermachen überzeugt.

Es ist der 13. Spieltag, in Südamerika gibt es durch eine Zehner-Gruppe mit 18 Spieltagen im Modus jeder gegen jeden die längste Qualifikation aller Kontinentalverbände. Das Spitzenspiel findet am Donnerstag in Montevideo statt, wo der zweimalige Weltmeister Uruguay (Platz 2/23 Punkte) den fünfmaligen Weltmeister und aktuellen Tabellenführer Brasilien (27 Punkte) empfängt. Die Seleção ist unter dem neuen Nationaltrainer Tite noch ungeschlagen. "Das wird sicher ein schwieriges Spiel", meinte Neymar vom FC Barcelona bei der Ankunft im Quartier.

Zugleich ist klar: Bei einem Sieg wäre Brasilien praktisch qualifiziert. Der Drittplatzierte Ecuador (20 Punkte) würde mit einem Erfolg in Paraguay ebenfalls einen weiteren Schritt Richtung Russland machen. Wenn es für Argentinien schlecht läuft, könnte es bei einer Niederlage oder einem Unentschieden gegen Chile sogar von Kolumbien (18 Punkte) überholt werden, das Bolivien empfängt.

Bei dem Doppelspieltag wartet nach Chile auf Messi und Co. gleich die nächste unangenehme Aufgabe: Am Dienstag muss die Albiceleste in der dünnen Luft von La Paz auf 3600 Meter Höhe gegen Bolivien antreten.

dpa

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