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Millionen-Schaden: "Schlitter-Stone" im Regenchaos

Motorsport Millionen-Schaden: "Schlitter-Stone" im Regenchaos

Matsch, Mega-Staus und Millionen-Schäden: Der nasseste englische Sommer der Geschichte hat die Formel 1 in Silverstone ins Chaos gestürzt.Die Streckenbetreiber müssen mit Schäden von mindestens fünf Millionen Euro kalkulieren, wie der "Sunday Telegraph" berichtete.

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Viele Zuschauer hatten Probleme, überhaupt nach Silverstone zu kommen.

Quelle: David Ebener

Silverstone. . Grund sind vor allem die zugesagten Rückerstattungen an Fans, die es wegen der Staus und der überfluteten Parkplätze gar nicht erst zur Strecke schafften oder sogar gebeten wurden, gleich ganz zu Hause zu bleiben. Auch auf der überschwemmten Piste ging stundenlang praktisch nichts.

"Aus diesem Wochenende werden eine Menge Lektionen zu lernen sein", befand Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Die Veranstalter kündigten eine intensive Untersuchung an. Zuvor waren rund 1,3 Millionen Euro in ein neues Verkehrskonzept geflossen. Doch die Wassermassen machten den Betreibern einen Strich durch die Rechnung.

Für Samstag baten die Organisatoren deshalb mehr als 20 000 Karten-Inhaber, zu Hause zu bleiben. "Noch ein solcher Tag wie Freitag hätte unsere Mitarbeiter umgebracht", sagte Strecken-Geschäftsführer Richard Phillips. Die unverdrossenen Zuschauer, die auf verschlammten Campingplätzen übernachteten und sich in Gummistiefeln durch den knöcheltiefen Matsch kämpften, wurden auf den Tribünen auf eine weitere Probe gestellt.

Das verregnete Freitagstraining verbrachten viele Formel-1-Piloten weitgehend in der trockenen Box. Die Qualifikation am Samstag wurde für 92 Minuten unterbrochen, weil die Piste sich in eine Seenlandschaft verwandelt hatte: "Schlitter-Stone", titelte das Boulevardblatt "Daily Star Sunday".

Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel hockte sich vor seine Garage und schaute in den tiefgrauen Himmel. Auch Hollywood-Star Jude Law suchte mit seiner Entourage in der Red-Bull-Box Schutz vor dem Wetter. Mercedes-Fahrer Nico Rosberg stimmte in die La-Ola-Welle der geduldig ausharrenden Fans ein. "Vergiss Regenreifen, morgen bringe ich eine Gummiente mit", twitterte Paul Hembery, der Motorsportdirektor von Reifenhersteller Pirelli.

Trotz allem sparte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone mit Kritik. "Es tut mir leid für die Fans. Aber ganz ehrlich, keiner hat diese Mengen an Regen erwartet", meinte der 81-Jährige milde. Zwölf Jahre zuvor hatte sich das noch ganz anders angehört. Damals steckte Ecclestone selbst im Stau vor Silverstone fest und der Regen nahm kein Ende. Als der Chefvermarkter endlich das Haupttor erreichte, wurde er abgewiesen. Vor Wut drohte Ecclestone, den Grand Prix aus dem Kalender zu streichen.

dpa

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