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Neuer Vertrag für Löw auch erst nach 2018 denkbar

Fußball Neuer Vertrag für Löw auch erst nach 2018 denkbar

Joachim Löw könnte auch ohne Vertragsverlängerung in die WM-Endrunde 2018 in Russland gehen, falls er das wünscht. DFB-Boss Grindel räumt dem Weltmeistercoach diese Option ein, da er Löw noch lange für die Bundestrainer-Ideallösung hält. Für den Coach ist es "Zukunftsmusik".

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DFB-Präsident Reinhard Grindel (r) lässt Bundestrainer Joachim Löw über einen neuen Vertrag selbst entscheiden.

Quelle: Arne Dedert

Berlin. Joachim Löw ist für DFB-Boss Reinhard Grindel noch lange Zeit die Ideallösung. Deshalb muss es die Entscheidung über eine Vertragsverlängerung mit dem Bundestrainer nicht unbedingt schon vor der Fußball-WM 2018 geben.

Das machte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview mit dem "Kicker" deutlich. Der Verband könne das "in aller Ruhe" abwarten.

"Mit Respekt vor unserem Weltmeister-Trainer soll Jogi Löw selbst entscheiden. Wenn es sein Wunsch wäre, erst unmittelbar nach der WM seine Entscheidung zu treffen, würde ich sagen: Dann machen wir es so. Er hat so viel geleistet, dass er auch das Recht dazu haben soll", erklärte Grindel. Löws aktueller Vertrag läuft bis zum Ende der Weltmeisterschaft in zwei Jahren in Russland.

Der Bundestrainer selbst hatte zum Auftakt der WM-Qualifikation in Norwegen deutlich gemacht, dass es derzeit keinen Anlass gebe, über eine Vertragsverlängerung nachzudenken. "Jetzt beherrschen meine Gedanken nicht, was über die WM 2018 hinaus ist. Das ist alles noch weit weg. Das ist Zukunftsmusik", sagte Löw zu Beginn seiner elften Saison als DFB-Chefcoach. Seit 2004 arbeitet der Freiburger mit der Nationalmannschaft, seit 2006 als Bundestrainer.

DFB-Boss Grindel hatte schon vor Monaten verkündet, dass er sich eine sehr langfristige Zusammenarbeit mit Löw vorstellen könnte. "Die Titelverteidigung in Russland ist sein großes Ziel, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass der EM-Titel 2020 für ihn eine besondere sportliche Herausforderung sein könnte", bemerkte Grindel jetzt. "Ich habe ein gutes Verhältnis zu Jogi Löw, wenn er über seine Zukunft sprechen möchte, stehe ich für Gespräche jederzeit bereit", erneuerte der 54 Jahre alte Verbandspräsident sein Angebot.

Derzeit gebe es im DFB "keinerlei Nachfolgediskussionen", unterstrich Grindel. Falls sich irgendwann die Frage stellen sollte, würde es keine einsame Entscheidung geben, sondern die des DFB-Präsidiums. "Aber es ist klar: Oliver Bierhoff als Manager der Nationalmannschaft, Hansi Flick als DFB-Sportdirektor und ich wären diejenigen, die eine solche Entscheidung vorbereiten würden." 2010 war Löw ohne Anschlussvertrag in die WM in Südafrika gegangen. Dies hatte für Unruhe während des Turniers gesorgt. Anschließend wurde der Kontrakt jeweils vorab verlängert.

Grindel sieht Löw, der 2014 in Brasilien mit dem deutschen Team die WM gewonnen hat, auch in der weiteren Zukunft als beste Option für den Bundestrainer-Posten. "Ich erlebe, dass er sich mit seinem Stab intensiv austauscht und immer wieder einzelne Dinge entwickelt. Er arbeitet gerne im Team und ist alles andere als beratungsresistent", hatte der DFB-Präsident schon während der EM in Frankreich erklärt. "Er trainiert mit großer Ruhe, aber auch sehr entschlossen die Mannschaft. Er hat einen großen Erfahrungsschatz, aber auch eine Gelassenheit, die sich aus seinen Erfolgen ergibt."

dpa

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