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Niederlage im Finale: Kerber verpasst ersten Titel 2017

Tennis Niederlage im Finale: Kerber verpasst ersten Titel 2017

Auf den ersten Titel in dieser Saison muss Angelique Kerber weiter warten. Doch die Woche in Mexiko brachte für die Nummer eins der Welt vor dem Fed Cup gute und wichtige Erkenntnisse.

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Ersten Titel in diesem Jahr knapp verpasst: Angelique Kerber verliert das Finale in Monterrey.

Quelle: Mario Houben

Monterrey. Zumindest ihr Lachen hatte Angelique Kerber schnell wiedergefunden. "Ich liebe euch auch", rief die Weltranglisten-Erste den mexikanischen Fans zu, nachdem von den Rängen trotz des verlorenen Endspiels beim Turnier in Monterrey immer wieder Sympathiebekundungen gekommen waren.

Und auch sportlich war die Woche in der Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo León für Kerber ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ihr die Krönung im Finale verwehrt blieb.

Das wiederum hatte sich Kerber ein weiteres Mal selbst zuzuschreiben. Beim 4:6, 6:2, 1:6 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa scheiterte die Nummer eins der Welt erneut an sich selbst und ihren Launen auf dem Tennis-Platz. Nach dem gewonnenen zweiten Satz sprach eigentlich alles für Kerber, das Momentum lag klar auf ihrer Seite. Pawljutschenkowa wirkte angeschlagen, zertrümmerte ihren Schläger und kassierte dafür eine Verwarnung.

Doch dann leistete sich Kerber eine unerklärliche Schwächephase und lag im entscheidenden Durchgang schnell mit 0:4 hinten. Kerber haderte mal wieder mit sich und der Welt, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Quittung war eine 1:6-Klatsche im dritten Satz, womit sie weiter auf ihren ersten Titel seit den US Open im vergangenen Jahr warten muss.

Trotzdem machte sich Kerber am Montag mit einem guten Gefühl auf den Rückweg nach Deutschland, wo Ende der kommenden Woche das für das deutsche Damen-Tennis so wichtige Relegationsspiel im Fed Cup gegen die Ukraine stattfindet. Die Formkurve zeigt nach einer bislang eher holprig verlaufenen Saison nach oben, das haben die klaren Siege gegen Heather Watson und Carla Suárez Navarro in den Runde zuvor bewiesen.

"Es war gut, dass sie mal wieder in einem Finale stand und insgesamt gutes Tennis gespielt hat", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. "Die Entwicklung stimmt, das ist auch gut für uns. Es ist immer gut, eine Nummer eins mit Selbstvertrauen im Team zu haben."

Und in Stuttgart, wo nach dem Fed Cup mit dem Porsche Tennis Grand Prix gleich ihr Lieblingsturnier ansteht, fühlt sich die Norddeutsche eh wie zu Hause. "Ich hatte eine tolle Woche hier", bilanzierte Kerber nach der Finalniederlage.

Nach ein paar Tagen Erholung beginnt dann die Vorbereitung auf den Fed Cup. Nachdem sie bei der klaren Erstrunden-Niederlage gegen die USA auf Hawaii noch gefehlt hatte, will Kerber das deutsche Team nun mit aller Macht zum Klassenerhalt führen. Wen Rittner ihr dafür an die Seite stellt, wird sie am Mittwoch bekanntgeben. "Es ist keine leichte Entscheidung", sagte Rittner. Umso besser für die Teamchefin, dass sie sich um Kerber derzeit keine großen Sorgen mehr zu machen braucht.

dpa

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