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Nürnberg erhofft neue Saison ohne Sorgen

Fußball Nürnberg erhofft neue Saison ohne Sorgen

Die vierte Bundesliga-Saison in Serie lockt, doch für den einstigen Fahrstuhl-Club 1. FC Nürnberg zählt auch in der neuen Spielzeit nur der Klassenverbleib - und das möglichst früh.

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Die Spieler vom 1. FC Nürnberg laufen sich beim Training warm.

Quelle: Daniel Karmann

Nürnberg. "Das hört sich vielleicht nicht sonderlich attraktiv an, ist aber mit Blick auf unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten das einzig realistische Ziel", betont Nürnbergs Sport-Vorstand Martin Bader vor dem Start ins neue Fußball-Jahr.

In den beiden vergangenen Jahren haben die Franken unter Trainer Dieter Hecking mehr oder minder problemlos den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse gesichert. 2011 durfte der "Club" sogar kurz wieder vom internationalen Geschäft träumen und wurde Sechster, in der abgelaufenen Saison landete man auf Platz zehn. Unaufgeregt geht es in Nürnberg zur Sache - und so soll das auch bleiben.

In zu schlechter Erinnerung sind noch immer die Zeiten, als der neunmalige deutsche Meister als "Chaos-Club" verspottet wurde. Fast für jede Negativ-Schlagzeile waren die Franken gut, immer wieder pendelten sie zwischen den Ligen hin und her. Unvergessen der peinliche Abstieg im Jahr nach dem Meistertitel 1968 oder der Sturz in die 2. Liga 2008 - nur ein Jahr nach dem Pokalsieg.

Dann schon lieber Mittelmaß. "Für den 1. FC Nürnberg geht es darum, zu überraschen, den Fans manchmal Highlights mit nicht erwarteten Siegen gegen etablierte Mannschaften zu bieten", beschreibt Bader die bescheidenden Ziele. Und solche Erfolge wie in der jüngsten Rückrunde beim 4:1 gegen Schalke 04 sind schwer genug - immerhin verliert der Verein Jahr für Jahr Leistungsträger. Vor einem Jahr gingen Ilkay Gündogan, Julian Schieber und Mehmet Ekici, diesmal verlor man Innenverteidiger Philipp Wollscheid an Bayer Leverkusen.

Doch anders als in den Vorjahren konnte man diesmal - dank der Millionen aus dem Wollscheid-Transfer - selbst ein wenig Geld ausgeben. Aus Stuttgart kam Timo Gebhart, aus Japan Hiroshi Kiyotake. Beide kosteten ungefähr je eine Million Euro, ablösefrei kam Innenverteidiger Marcos Antonio von Rapid Bukarest.

Kiyotake schaute vor Olympia nur kurz bei den Franken vorbei und fehlte auch in dieser Woche im Trainingslager in Oberstaufen. Immerhin konnte der Mittelfeldspieler in einem Testspiel mit technischen Kabinettstückchen und einem Kopfballtreffer glänzen. Vor allem soll er dazu beitragen, dass Nürnberg in der neuen Saison die kleineren Fehler der Vergangenheit ablegt.

"Wir haben gesehen, dass wir in der abgelaufenen Saison eine der Mannschaften mit den meisten Ballverlusten waren", erklärt Hecking. Deshalb liegt in der langen Vorbereitung besondere Aufmerksamkeit auf der Passgenauigkeit. "Ich bin mir sicher, dass wir mit Kiyotake und Gebhart zwei Spieler dazubekommen haben, die dieses Problem abstellen helfen können", sagt Hecking.

dpa

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