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Pinot gewinnt 8. Tour-Etappe - Wiggins weiter in Gelb

Radsport Pinot gewinnt 8. Tour-Etappe - Wiggins weiter in Gelb

Auf dem langen Weg nach Paris stürmen die beiden Tour-de-France-Favoriten Bradley Wiggins und Cadel Evans eindrucksvoll vorneweg.Am ersten bergigen Wochenende katapultierte sich Wiggins auch dank einer bärenstarken Sky-Mannschaft ins Gelbe Trikot - aber Vorjahressieger Evans ließ sich nicht abschütteln.

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Auf der nächsten Etappe müssen sich Vorjahressieger Evans und Co. im Einzelzeitfahren beweisen.

Quelle: Yorick Jansens

Porrentruy. n. Die 99. Frankreich-Rundfahrt darf sich auf ein spannendes Duell freuen - mit dem Außenseiter Vincenzo Nibali in Schlagdistanz auf Platz drei. Für den deutschen Hoffnungsträger Andreas Klöden erledigten sich nach zwei Pleiten dagegen alle Träume auf einen Podiumsplatz.

Nach der Sky-Gala auf der ultrasteilen Schlussrampe am Samstag inklusive Tagessieg von Christopher Froome war am Sonntag erstmals ein Ausreißer an der Reihe. Thibaut Pinot gewann die 8. Etappe über 157,5 Kilometer von Belfort ins Schweizer Städtchen Porrentruy und feierte damit bei seiner Tour-Premiere gleich den ersten Tagessieg. In der Favoritengruppe sprintete Evans auf Platz zwei. Dritter wurde Klödens RadioShack-Teamkollege Tony Gallopin vor Wiggins, der im Zeitfahren am Montag stärker eingeschätzt wird als Rivale Evans.

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Im Ziel angekommen durfte der Brite das begehrte maillot jaune wieder überstreifen.

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"Da ist noch gar nichts entschieden", warnte Wiggins nach der Etappe über sieben Anstiege, "vor allem, wenn man bedenkt, wie stark Evans heute war". Den Kampf gegen die Uhr, bei dem auch der verletzte Tony Martin noch einmal für Aufsehen sorgen will, wollte der Brite gar nicht so hoch hängen. "Man kann eine Tour nicht im Zeitfahren gewinnen. Du musst bei jeder Etappe gut sein", sagte er.

"Seit 2009 warte ich auf eine solche Stunde, wie ich sie gerade erlebte", sagte der spindeldürre Brite auf der Pressekonferenz, die mit einem kleinen Eklat endete. Auf die provokante Frage, ob ein Tour-Sieg nur gedopt möglich sei, giftete Wiggins im Gossenjargon zurück und verließ empört das Podium.

Seine Spitzenposition hatte er auch der Mannschaft um den Deutschen Christian Knees zu verdanken, die am Samstag mit konsequenter Tempoarbeit fast alle Rivalen abschütteln konnte.

Ein schwaches Wochenende zeigte das vermeintliche Superteam RadioShack um Klöden und Frank Schleck. Während der deutsche Routinier sowohl auf dem Anstieg zur Planche des Belles Filles am Samstag als auch 24 Stunden später auf den Col de la Croix deutlich distanziert wurde, betrieben seine Mannschaftskollegen am Sonntag ein bisschen Schadensbegrenzung mit fünf Platzierungen unter den ersten 15. In der Gesamtwertung ist das Bild identisch.

Klöden - der als nomineller Kapitän ins Wochenende gestartet war - gehört nicht zu diesem Quintett. Die Nerven beim Team, das in Cancellara eine Woche lang den Träger des Gelben Trikots in seinen Reihen hatte, liegen blank. Am Samstag hieß es in einer Pressemitteilung, Klöden habe schon zu Beginn der Etappe gemerkt, keine guten Beine zu haben. "Bullshit", entgegnete er bei Twitter.

Am Sonntag wurde Klöden - im Gegensatz zu fünf Kollegen - dann wieder abgehängt. In das Bild passten auch die verzweifelten Attacken von Jens Voigt, der erfolglos sein Heil in der Flucht suchte.

Die schwarze Unfallserie dieser Tour de France setzte sich auch am Wochenende fort. Nach dem folgenschweren Massensturz vom Freitag konnten 14 Profis das Rennen nicht fortsetzen, darunter auch der Gerolsteiner Johannes Fröhlinger. Der Argos-Shimano-Profi musste wegen eines gebrochenen Fingers den Start am Sonntag absagen.

Die Etappe nach Porrentruy forderte ein weiteres prominentes Opfer: Olympiasieger Samuel Sanchez kollidierte auf flachem Terrain unglücklich mit drei anderen Fahrern und verletzte sich an der Schulter. Der Spanier, der unmittelbar nach dem Unfall unter Schock stand und in ein Krankenhaus gebracht werden musste, könnte auch die Titelverteidigung im Straßenrennen bei Olympia verpassen.

Auch für den an der Hand verletzten Weltmeister Martin zählen vor allem die Spiele in London - im Zeitfahren am Montag wird er seinen letzten Test auf dem Zeitfahrrad absolvieren. "Ich bin motiviert ohne Ende", verkündete der Wahl-Schweizer, der im Kampf gegen die Uhr erstmals ohne Spezialmanschette für das gebrochene Kahnbein fahren will.

dpa

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