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Rasantes 2:2: Leipzig büßt Punkte in Augsburg ein

Fußball Rasantes 2:2: Leipzig büßt Punkte in Augsburg ein

RB Leipzig muss beim leidenschaftlichen FC Augsburg mit einem Punkt zufrieden sein. In der Schlussphase der höchst unterhaltsamen Partie hat der starke Aufsteiger sogar noch Glück. Damit kann Spitzenreiter FC Bayern am Samstag seinen Vorsprung vergrößern.

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Leipzigs Torwart Peter Gulacsi (hinten, M) muss den Ball zum 2:2-Ausgleich passieren lassen.

Quelle: Stefan Puchner

Augsburg. Aufsteiger RB Leipzig hat es in einem rasanten Kampfspiel beim FC Augsburg verpasst, richtig Druck auf den FC Bayern München zu machen.

Der Tabellenzweite konnte mit seinem 2:2 (1:1) zum Auftakt des 23. Bundesliga-Spieltages den Rückstand auf den deutschen Fußball-Rekordmeister lediglich um einen auf vier Punkte verringern.

Die spielerisch überlegenen Gäste lagen am Freitagabend nach dem 14. Saisontreffer von Timo Werner (25.) und einem Kopfball von Marvin Compper (52.) sogar mit 2:1 in Führung. Für die kampfstarken Augsburger waren vor 28 314 begeisterten Zuschauern Konstantinos Stafylidis mit einem krachenden Distanzschuss (19.) sowie Martin Hinteregger (60.) nach einem Konter erfolgreich. Stafylidis traf in der 87. Minute noch den Außenpfosten. Nach dem 0:1 beim FC Ingolstadt und dem 0:3 beim Topspiel in München blieben die Leipziger auch in ihrem letzten Gastspiel im Freistaat Bayern sieglos.

"Meine Enttäuschung hält sich in Grenzen. Grundsätzlich müssen wir auswärts immer wieder mit einem Punkt leben können", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl, bescheinigte seinem Team ein gutes Spiel und sprach von Jammern auf hohem Niveau. "Wir hätten hier gerne gewonnen, aber unter dem Strich sind wird auch froh", fügte Compper im TV-Sender Sky hinzu. "Es war ein richtig geiles Spiel", meinte FCA-Trainer Manuel Baum. Augsburgs Manager Stefan Reuter lobte das Engagement der Hausherren: "Die Mannschaft hat richtig gefightet. Wir haben gigantisch dagegen gehalten."

Baum setzte - auch wegen einiger Ausfälle - erstmals in seiner Amtszeit auf einer Dreier-Kette, in der er den Debütanten Kevin Danso aufbot. Der erst 18 Jahre alte Österreicher ist nun der jüngste Spieler der Augsburger Bundesliga-Geschichte. Der insgesamt überzeugende Neuling nahm Emil Forsberg den Ball in der zehnten Minute im Strafraum gleich gekonnt mit einer Grätsche ab.

Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Gäste langsam die Spielkontrolle, doch in Führung gingen mit der ersten Gelegenheit die Augsburger. Nach schlechtem Abwehrverhalten der Leipziger klärte Naby Keita nicht richtig und bugsierte den Ball zu Stafylidis. Der griechische Linksverteidiger durfte in Ruhe Maß nehmen und traf aus fast 30 Metern mit einem fulminanten Linksschuss zu seinem dritten Saisontor.

Die Freude über die ungewohnte Führung währte nur sechs Minuten. Keita bediente mit einem exakten Zuspiel Werner, der zu seinem 14. Saisontor einschob und wie schon bei den jüngsten Siegen gegen Gladbach und Köln traf. Das Niveau und der Spielfluss litten danach kurzzeitig unter den immer giftiger werdenden Zweikämpfen.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich die RB-Elf sofort entschlossener und konzentrierte sich wieder auf ihre fußballerischen Stärken. Zur Führung nutzte RB eine Standardsituation: Compper köpfte einen Eckball des Schweden ein, weder Dominik Kohr noch Gojko Kacar bremsten den Innenverteidiger. Der Tabellen-Zweite wollte nachlegen und lief in der nun wieder flotten Begegnung in einen Konter. Erneut konnte die RB-Defensive nicht klären, mit etwas Glück kam der Ball zum aufgerückten Innenverteidiger Hinteregger, der flach einschoss.

Werner hätte für die erneute Führung der bis zum Ende drückenden Sachsen sorgen können, als er eine Hereingabe von Marcel Sabitzer verpasste (68.). Die zuletzt in Darmstadt siegreichen Augsburger erarbeiteten sich den nächsten Punkt gegen den Abstieg mit großer Leidenschaft und hatten bei Stafylidis' Pfostentreffer sogar Pech.

Vor dem Anpfiff gab es kaum Fan-Proteste gegen RB Leipzig. Die Augsburger Fans reagierten kreativ auf die Club-Anordnung, alle Transparente vorher kontrollieren zu lassen. Bei einer Choreographie waren die Logos von Deutschem Fußball-Bund und Deutscher Fußball Liga sowie das Leipziger Vereinswappen rot durchgestrichen.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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