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Raubüberfall auf Teambus - Hamilton fordert Konsequenzen

Motorsport Raubüberfall auf Teambus - Hamilton fordert Konsequenzen

Es ist bei weitem nicht das erste Mal. Mitglieder des Formel-1-Rennstalls Mercedes werden auf offener Straße in São Paulo überfallen. Die Räuber haben Waffen. Silberpfeil-Star Hamilton ist erschüttert, er fordert Maßnahmen.

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Lewis Hamilton fordert über Twitter etwas gegen die bewaffneten Überfälle zu unternehmen.

Quelle: Toru Takahashi

São Paulo. Ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Teambus von Mercedes hat die Formel 1 erschüttert und erneut eine Sicherheitsdiskussion rund um den Großen Preis von Brasilien entfacht.

"Das passiert hier jedes Jahr", schrieb Mercedes-Star Lewis Hamilton am Samstag bei Twitter. Der 32 Jahre alte Brite war selbst nicht in dem Van, der von den Räubern aufgehalten worden war. Hamilton bezog aber klar Stellung: "Die Formel 1 und die Teams müssen mehr tun. Es gibt keine Entschuldigungen!"

Es passierte am Freitagabend, als der Bus mit insgesamt acht Insassen das Autódromo José Carlos Pace im Stadtteil Interlagos Richtung Hotel verließ. Mit vorgehaltenen Waffen - nach Hamiltons Angaben sollen auch Schüsse gefallen sein - wurden einige der Insassen gezwungen auszusteigen und sich auf den Boden zu legen. Einem, Hamilton twitterte das ebenfalls, soll eine Waffe an den Kopf gehalten worden sein. "Es ist erschütternd, das zu hören", schrieb Hamilton.

Den Teammitgliedern wurden Wertsachen, Smartphones und auch die Reisepässe gestohlen. Mercedes lässt nun die Ersatzpässe, die jedes Teammitglied hat, aus Europa einfliegen. "Am Wichtigsten ist aber, dass alle unverletzt sind", erklärte ein Teamsprecher.

Einen versuchten Überfall mit Waffen gab es zudem auf einen Wagen mit Mitgliedern des Internationalen Automobilverbandes. Ein FIA-Sprecher, der sich selbst in dem Wagen befand, bestätigte dies. Eine Sprecherin des Formel-1-Teams Williams erklärte zudem auf dpa-Anfrage, dass man einen Überfall auf einen Wagen gesehen, bei dem es sich nicht um einen Teambus gehandelt habe.

Diese Vorfälle sind nicht neu. Und sie ereignen sich immer wieder in dem extrem dichten Verkehr, in dem man kaum eine Möglichkeit hat, mit dem Auto oder Kleinbus zu entkommen.

2010 war das dem Fahrer des damalige McLaren-Piloten und Ex-Weltmeisters Jenson Button aber gelungen. Es passierte wieder auf der Rückfahrt von der Strecke zum Hotel. "Dann hab ich einen Hund gesehen, der sehr putzig war. Das nächste, was ich gesehen habe, war ein Mann mit einer Waffe", hatte Button damals erklärt. Verletzt worden war auch damals glücklicherweise niemand.

Der Fahrer von Buttons Wagen hatte schnell reagiert. In den Jahren danach wurden Button und sein damaliger Teamkollege Hamilton unter anderem in gepanzerten Wagen und mit Polizeieskorte gefahren.

Vor einem Jahr hatte der damalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen verzichtet - sogar trotz der vorherigen Entführung seiner Schwiegermutter. "Nein, es gibt keinen Grund ängstlich zu sein oder sich Sorgen zu machen", hatte Ecclestone gesagt. Brasilien sei nicht so gefährlich, wie die Leute dächten. Ecclestones dritte Ehefrau ist Brasilianerin.

dpa

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