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Steffis Tipps halfen nicht

Kerber-Interview nach dem Wimbledon-Aus Steffis Tipps halfen nicht

Aus der Traum vom Wimbledon-Finale trotz Tipps von Steffi Graf: Wir sprachen mit dem Kieler Tennisstar Angelique Kerber nach der 3:6, 4:6-Halbfinalniederlage am Donnerstag gegen die Polin Agnieszka Radwanska.

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Die Tipps von Steffi Graf halfen nicht: Angelique Kerber aus Kiel verlor das Wimbledon-Halbfinale gegen die Polin Agnieszka Radwanska.

Quelle: dpa

Wie frustrierend ist das, wenn eine Gegnerin alles zurückbringt und auch noch so gut wie keine Fehler macht?

Kerber: „Natürlich ist das frustrierend. Ich habe wirklich alles versucht: Ich habe versucht, aggressiv zu spielen. Sie hat aber alles zurückgebracht, sie hat sehr gut gespielt und auch gut gekontert. Ich war heute ein, zwei Schritte zu langsam und habe zu schnell den Fehler gemacht — das war der entscheidende Punkt, dass es nicht für mich ausgegangen ist.“

  Woran lag es, dass Sie sich vielleicht nicht so ganz spritzig wie sonst gefühlt haben? An dem harten Viertelfinal-Match gegen Sabine Lisicki? Oder auch an der generellen Anstrengung der Vorwochen?

 Kerber: „Das ist generell. Ich habe ja sehr viel in den letzten Wochen gespielt — auch noch das Eastbourne-Finale zuletzt. Ich hatte nicht wirklich viel Zeit, mich zu regenerieren, hab natürlich das Beste daraus gemacht. Ich war eh froh, dass ich hier überhaupt im Halbfinale war. Ich brauche jetzt erst einmal etwas Zeit, um meine Kräfte zu laden. Aber es war wieder mal ein gutes Turnier, gute zwei Wochen — es hat Spaß gemacht! Und: Meine Karriere endet hier nicht. Ich habe noch ein paar gute Jahre vor mir!“

 Berichten Sie doch mal von Ihrem Überraschungstreffen mit Ihrem Idol Steffi Graf am Mittwoch.

 Kerber: „Ich war beim Essen und dann haben sie mich aufgerufen durch die Lautsprecher, dass ich in die Umkleide kommen soll. Ich habe nichts geahnt, bin dann gesprintet und hab.’meine Erdbeeren stehen lassen. Mein Trainer meinte schon: „Es kann sein, dass Steffi dich gerufen hat.“ Ich hab's aber nicht geglaubt, ich dachte, ich hätte etwas verloren — oder so. Die Frau in der Umkleide hat dann gesagt: „Die Steffi hat dich aufrufen lassen und sie kommt in fünf Minuten.“ Dann kam Steffi und wir haben eine Viertelstunde geredet. Das war ein unglaubliches Gefühl. Ich hatte sie noch nie persönlich kennengelernt. Aber wir haben ganz normal geredet und es war so, als wenn wir uns schon zehn Jahre kennen. Sie hat mir auch einige Tipps gegeben. Ich hatte Gänsehaut. Danach bin ich aus der Umkleide wieder hochgesprintet und habe mich gefreut wie ein kleines Kind.“

  Nach Wimbledon ist vor Olympia: Was nimmt man nun mit aus diesem tollen Turnier in das Olympische Tennisturnier demnächst, das ja ebenfalls hier in Wimbledon stattfindet?

 Kerber: „Auf jeden Fall die gute Atmosphäre — und alles Gute, was hier in den letzten zwei Wochen passiert. Wir kommen wieder in zwei Wochen und werden uns vorbereiten auf Olympia. Ich freue mich drauf. Ich fühle mich sehr gut auf Rasen. Olympia ist ein Traum.“

 Was machen Sie jetzt in den nächsten Tagen?

 Kerber: „Ich werde jetzt erst einmal ein paar Tage Pause machen. Ich weiß nicht, ob ich das zu Hause mache oder ob ich irgendwohin fliege - das entscheide ich spontan. Auf jeden Fall werde ich erst einmal eine gute Woche nichts machen. Und dann habe ich zwei Wochen, in denen ich mich auf Olympia vorbereite. Und dann werde ich wieder hart arbeiten, um auch das nächste halbe Jahr fit zu sein.“

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