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U21 testet und lernt - Kuntz: "Viele Schlüsse" für die EM

Fußball U21 testet und lernt - Kuntz: "Viele Schlüsse" für die EM

Der 1:0-Sieg im Prestigeduell mit England gibt der deutschen U21 Selbstbewusstsein für den angestrebten EM-Titel. Trainer Kuntz ist aber noch aus einem ganz anderen Grund zufrieden mit dem Test.

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Nadiem Amiri (l) im Zweikampf mit Englands Lewis Baker.

Quelle: Arne Dedert

Wiesbaden. Selbstvertrauen geholt und wichtige Erkenntnisse gesammelt: Stefan Kuntz setzt mit seiner U21-Nationalmannschaft die letzten Puzzlestücke für die Mission EM-Titel zusammen.

Fast noch wichtiger als das 1:0 (1:0) gegen England im vorletzten EM-Test war dem Nationaltrainer sein gelungenes taktisches Experiment: Erstmals spielte die U21 unter ihm mit einer Dreierkette - und überzeugte. "Wir können ganz viele Schlüsse aus dem Spiel und dem Systemwechsel ziehen", sagte Kuntz mit Blick auf die EM.

Zweieinhalb Monate vor Beginn der Endrunde zeigte sich seine Mannschaft gegen Mitfavorit England gut in Form. Vor allem in der ersten Halbzeit spielte sich die DFB-Auswahl zahlreiche Chancen heraus, auch wenn es nur zu einem Treffer durch den Hoffenheimer Nadiem Amiri (23. Minute) reichte. "Ich denke, im Ganzen war es ein gutes Spiel. Wir haben ein ungewohntes System gespielt, es dafür super gemacht", sagte der starke Schalker Offensivspieler Max Meyer.

Auch Torschütze Amiri urteilte: "Wir haben es jetzt zum ersten Mal gespielt. Ich denke, gegen so eine Mannschaft wie England ist es uns gut gelungen." Für den 20-Jährigen war der Abend mit seinem ersten Tor für die U21 vor Freunden und Familie ein besonderes Erlebnis. "Ich bin schon extrem glücklich. Erstmal wegen des Sieges und wegen meines ersten Tores", sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Der Test mit der defensiven Dreierreihe - in der neben Niklas Stark auch die überzeugenden U21-Debütanten Marc-Oliver Kempf und Gideon Jung aufliefen - gibt Kuntz mehr Möglichkeiten für die EM. "Das Spiel hat dazu gedient, unsere taktische Variabilität zu erhöhen", sagte der U21-Trainer. "Wichtig ist, dass wir wissen, dass wir etwas anderes spielen können. Das kannst du nicht bei einer EM testen."

Denn die Vorbereitungszeit bis zum Turnier ist knapp bemessen. Es folgt nur noch ein Testspiel am Dienstag gegen Portugal, bevor es im Juni ins EM-Trainingslager und dann zur Endrunde nach Polen geht. "Wir haben insgesamt gute Ansätze gezeigt", urteilte Weltmeister Matthias Ginter. "Jetzt gilt es, an den Fehlern zu arbeiten und das im nächsten Spiel besser zu machen", forderte der Dortmunder.

Das Selbstvertrauen der deutschen Nachwuchsfußballer ist nach der makellosen Qualifikation mit zehn Siegen aus zehn Spielen und dem Erfolg gegen England jedenfalls groß. Für die EM sieht sich die Kuntz-Elf als Titelanwärter. "Man hat gesehen, dass wir den Gegner ernst nehmen müssen, immer Gas geben müssen, dann können wir jeden schlagen", sagte der eingewechselte Mainzer Levin Öztunali.

Doch welche Spieler in Polen überhaupt dabei sein werden und wer möglicherweise mit der A-Nationalmannschaft zum Confed Cup fährt, das entscheidet sich erst im Mai. "Es gibt keine konkreten Aussagen wegen EM und Confed Cup, weil die Saison noch zwei Monate dauert. Wir müssen geduldig sein", entgegnete Kuntz auf Fragen nach dem EM-Kader. "Dann werden wir mit Joachim Löws Team zusammen diskutieren und für beide Turniere sicherlich eine sehr gute Mannschaft zusammenstellen."

dpa

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