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Vettel rechnet mit baldigem Ende des Siegerroulettes

Motorsport Vettel rechnet mit baldigem Ende des Siegerroulettes

Sebastian Vettel rechnet mit einem baldigen Ende des Siegerroulettes in der Formel 1. "Entweder hier oder in Valencia", sagte der Red-Bull-Pilot vor dem Großen Preis von Kanada in Montréal.

Montréal. Und sorgen will er dafür höchstpersönlich: "Es wäre fantastisch zu gewinnen." Mit einem Sieg auf dem Circuit Gilles Villeneuve würde Vettel nicht nur einen persönlichen, sondern auch einen weißen Flecken auf der Red-Bull-Landkarte tilgen. Vor einem Jahr gab er den Sieg beim Dauerregenrennen in der letzten Runde aus der Hand. Angesehen hat er sich den damaligen Triumph seines Rivalen Jenson Button im McLaren bis heute nicht.

In diesem Jahr stand Vettel erst einmal ganz oben, in Bahrain. Teamkollege Mark Webber gewann zuletzt in Monaco und hielt die Kugel damit im Spiel: Nach Button beim Auftakt in Australien, WM-Spitzenreiter Fernando Alonso im Ferrari in Malaysia, Mercedes-Pilot Nico Rosberg in China und Überraschungsmann Pastor Maldonado im Williams in Spanien war er Sieger Nummer sechs im sechsten Rennen. "Es ist nicht realistisch, dass jedes Rennen ein anderer Fahrer gewinnt", meinte Vettel am Donnerstag im Fahrerlager.

Irgendwann schließe sich der Kreis. Vettel geht jedoch davon aus, dass auch Lewis Hamilton im zweiten McLaren und Rekordweltmeister Michael Schumacher im zweiten Silberpfeil des Mercedes-Werksteams dazustoßen können. Mit bislang sieben Siegen in Kanada und nach der Pole-Zeit vor zwei Wochen in Monte Carlo haben nicht wenige Schumacher schon beim siebten WM-Lauf am Sonntag auf der Rechnung.

Ohne den Loch-Faktor müssen unterdessen Vettel und Webber antreten. Die Bedeutung des Verbots der Aerodynamik-Variante im Unterboden der Red-Bull-Rennwagen spielten beide aber herunter. "Ich würde nicht wissen, wenn der Unterboden gewechselt wird oder nicht", meinte Webber. Nachdem er in Monaco mit der Variante gewonnen hatte und zuvor Vettel in Bahrain, beharrte Webber darauf, dass das Auto jede einzelne technische Abnahme bestanden habe.

Vor gut einer Woche wurden die Löcher vor den Hinterrädern aber verboten, zum Unverständnis der Piloten. "Es ist schade, dass es einmal so rum geht und dann wieder andersrum", meinte Vettel. Einen großen Unterschied mache das Verbot aber auch nicht.

Vettel sieht sich beim Versuch, zum dritten Mal in Serie den WM-Titel zu holen, derzeit auch Webbers Gegenwehr ausgesetzt. Der 35-Jährige liegt punktgleich mit Vettel (73) auf Rang drei. Auf Primus Alonso fehlen beiden drei Zähler. Webber bereitet das teaminterne Duell mit Vettel keine Sorgen, nachdem die beiden vor zwei Jahren schon mal aneinander geraten waren. Er scheint es zu genießen. "Es ist doch gut, überhaupt so ein Problem zu haben", antwortete der Australier lächelnd auf eine entsprechende Frage.

dpa

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