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Werder-Lebenszeichen: Erster Bundesligasieg im neuen Jahr

Fußball Werder-Lebenszeichen: Erster Bundesligasieg im neuen Jahr

Werder Bremen kann doch noch gewinnen. Das 2:0 in Mainz dürfte vorerst auch die Diskussionen um Trainer Alexander Nouri verstummen lassen.

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Die Bremer Mannschaft jubelt nach einem Tor gegen Mainz.

Quelle: Torsten Silz

Mainz. So herzlich empfangen wurden die Profis von Werder Bremen in ihrer Fankurve lange nicht mehr. Das 2:0 (2:0) beim FSV Mainz 05 sorgte für Erleichterung und Freude bei den Grün-Weißen, die mit dem ersten Sieg seit zehn Wochen ein Lebenszeichen im Abstiegskampf der Bundesliga abgaben.

"Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Ich freue mich, dass sich die Mannschaft für eine ansprechende Leistung endlich einmal mit drei Punkten belohnt hat", sagte Werder-Trainer Alexander Nouri.

Serge Gnabry in der 16. Minute und Thomas Delaney (23.) erzielten vor 27 281 Zuschauern die Tore für die Gäste, die letztmals am 10. Dezember beim 1:0 gegen Hertha BSC dreifach gepunktet hatten. Mit 19 Zählern stecken die Hanseaten aber weiter im Tabellenkeller, weshalb Nouri umgehend mahnte: "Wir müssen bescheiden bleiben."

Nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen des Jahres war der Druck auf den Bremer Coach immens geworden. Am 21. September 2016 hatte er beim 1:2 gegen Mainz als Interimstrainer sein Bundesligadebüt auf der Werder-Bank gegeben. Nur fünf Monate später war das Rückspiel zum persönlichen Endspiel für den 37-Jährigen deklariert worden. "Vielleicht gibt es jetzt in der kommenden Woche etwas weniger Fragen zu seiner Zukunft", sagte Bremens Sport-Geschäftsführer Frank Baumann. "Wir hatten immer die Überzeugung, mit Alex aus der Situation herauszukommen."

Von Beginn an war zu spüren, dass Nouri seine Mannschaft noch erreicht. Werder rannte, kämpfte und spielte - und ließ die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Von Verunsicherung war den Gästen, die sich in einem Kurz-Trainingslager in Wiesbaden auf die Partie vorbereitet hatten, nichts zu merken. "Wir haben dort noch einmal den Ernst der Lage unterstrichen und sind noch näher zusammengerückt", sagte Baumann zu der Maßnahme.

Die Führung nach einer guten Viertelstunde war verdient. Gnabry traf im Anschluss an eine Ecke von Zlatko Junuzovic per Kopf ins lange Eck. Nur sieben Minuten später zirkelte Delaney, der in der 55. Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausschied, einen direkten Freistoß in den Winkel.

Die Mainzer fanden keine Mittel gegen die bissigen und laufstarken Gäste. Einziger Farbtupfer im Spiel der 05er waren ihre bunten Fastnachtstrikots. Lediglich bei einem Solo von Jhon Cordoba (31.) drohte Werder in der ersten Halbzeit Gefahr, doch der Kolumbianer scheiterte an Bremens Torwart Felix Wiedwald.

Nach der Pause startete der FSV schwungvoller und hatte durch Pablo De Blasis (50.) die erste Chance. Wiedwald wehrte den Kopfball des Argentiniers mit einem tollen Reflex ab. Nur 60 Sekunden später war Werder dem 3:0 ganz nahe, doch nach einem Schuss von Niklas Moisander trudelte der Ball die Linie entlang und wurde dann geklärt.

Jetzt war Feuer im Spiel, weil Mainz endlich aus seiner Lethargie erwachte und Druck machte. Bei einem Kopfball von Stefan Bell (60.), den Junuzovic von der Linie köpfte, bot sich die nächste Möglichkeit zum Anschluss. Bremen behielt in der Mainzer Drangphase aber zu jeder Zeit den Überblick und blieb bei gelegentlichen Kontern stets gefährlich.

Der Mainzer Elan erlahmte mit zunehmender Spielzeit wieder. Und wenn doch einmal Gefahr aufkam, wie bei einem Kopfball von De Blasis (87.), war der starke Wiedwald zur Stelle. "Er hat ein gutes Spiel gemacht und uns Sicherheit gegeben", lobte Nouri.

dpa

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