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Der Landregen ging, die Spannung kam

10. ADAC MX Masters Der Landregen ging, die Spannung kam

Dem 10. ADAC MX Masters in Tensfeld drohte zum Jubiläum eine Schlammschlacht: Westfälischer Landregen hatte sich nach Schleswig-Holstein verirrt und machte die Warm-Ups zu einer feucht-kühlen Angelegenheit.

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Glenn Coldenhoff ( Suzuki / Niederlande ) auf seiner Maschine in der ADAC MX Masters

Quelle: Steve Bauerschmidt

Tensfeld.  Doch pünktlich zum Start des ersten Rennens erwies sich Petrus dann doch als Freund des Motorsports, stellte den Niederschlag ab und sorgte so beim 10. ADAC MX Masters der Motocrosser in Tensfeld für perfekte Bedingungen: tiefer Boden, mit Kiesel „veredelt“ und somit anspruchsvoll, aber weder staubig noch nass.

Die guten Bedingungen nutzten zwei Suzuki-Werksfahrer zu einem spannenden Kampf um den Tagessieg. Nachdem Glenn Coldendorff aus den Niederlanden nach glänzendem Start den ersten Lauf vor dem WM-Teilnehmer Kevin Strijbos gewonnen hatte, drehte der Belgier den Spieß im zweiten Durchgang um und holte sich knapp vor Coldendorff den großen Pokal. Der 24-jährige Holländer hatte sich schon im ersten Durchgang „nicht wohlgefühlt, weil die Strecke scharfe Ecken und Kanten aufweist und wir an meiner Maschine für den zweiten Lauf noch etwas verändern müssen“. Die Modifikationen reichten jedoch nicht, um Strijbos in Schach zu halten. Coldendorff bleibt allerdings in der Gesamtwertung auf Rang eins, Strijbos ist Neunter.

Zu den insgesamt 8000 Zuschauern, die am Sonnabend und Sonntag auf die ADAC-Anlage in Tensfeld pilgerten, gesellte sich gestern unfreiwillig auch Lokalmatador Davide von Zitzewitz, der zwar starten wollte, sich aber kurzfristig dazu entschied, seine lädierte Schulter zu schonen. „Ich habe mir bei der MX2-DM im bayerischen Wilmsdorf schon zum zweiten Mal den rechten Arm ausgekugelt. Das wird Anfang November operiert, aber vorher will ich deutscher Enduro-Meister werden“, erzählte der 23-jährige Karlshofer vom MC Malente, der die ersten drei von zehn Enduro-Rennen gewonnen hat.

Und so blieb Klubkollege Mike Stender der einzige Fahrer aus der Region im hochkarätig besetzten Feld der Hauptklasse. Der Eutiner schlug sich auf seiner Suzuki mit Rang 19 achtbar. Dritte und Vierte im Bunde waren die Ottendorferin Nele Bingenheimer (MSC Nordmark Kiel/Honda) und Sophia Incutto aus Eckernförde (MCE Tensfeld/KTM), die im zum zweiten Mal in Tensfeld ausgetragenen Ladies Cup auf Platz 26 bzw. 21 kamen. Larissa Papenmeier aus Bünde erwies sich auf Suzuki als das Maß aller Dinge. Den Youngster Cup gewann Arminas Jasikonis aus Litauen.

Nicht nur die Fahrer, auch die Zuschauer genossen die Weitläufigkeit der Anlage sowie die traditionell perfekte Organisation. Der Kurs war bestens einsehbar. Schlange stehen war lediglich während der Autogrammstunde angesagt, bei der die Motocross-Asse Jeremy Seewer, Glenn Coldenhoff, Angus Heidecke, Dennis Ullrich, Kevin Strijbos und Pascal Rauchenecker nicht nur Unterschriften leisteten, sondern auch zu einem lockeren Plausch mit den Fans aufgelegt waren. „Das ist ein extrem hohes Niveau hier“, lobte der aus Sachsen stammende KTM-Pilot Heidecke Kurs und Konkurrenz.

Viel zu tun hatten nicht nur die Stars, sondern auch die Helfer an der „Dusche“, wo die Motorräder und deren Piloten mit Hochdruckreinigern von den braunen Spuren der Rennen befreit wurden. Der dort aufsteigende Wasserdampf blieb gestern Nachmittag die einzige Feuchtigkeit in Tensfeld. Petrus ist eben ein Freund des Motorsports.

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