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Görges verpasst French-Open-Viertelfinale

Tennis Görges verpasst French-Open-Viertelfinale

Die French Open gehen ohne deutsche Beteiligung weiter. Als letzte der zehn gestarteten Tennis-Damen schied Julia Görges im Achtelfinale aus. Von den sechs deutschen Herren war eh keiner mehr dabei. Auch Görges zeigte dieses Mal eine schwache Leistung.

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Julia Görges ist bei den French-Open ausgeschieden.

Quelle: Caroline Blumberg/dpa

Paris/Bad Oldesloe. Nachdem sie auch im vierten Anlauf ihr erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier verpasst hatte, verließ Julia Görges frustriert die Anlage im Stade Roland Garros. „Das war mit Abstand mein schlechtestes Spiel in diesem Turnier. Es ist bitter, dass es zu so einem Zeitpunkt passiert“, sagte die 26-Jährige aus Bad Oldesloe am Montag nach ihrer klaren 2:6, 2:6-Niederlage im Achtelfinale der French Open gegen die Italienerin Sara Errani. Damit verpasste die Norddeutsche auch ein Duell mit der amerikanischen Weltranglisten-Ersten Serena Williams, die in diesem Jahr in Paris so schlagbar wirkt wie selten.

Gerade mal 70 Minuten dauerte das Match gegen die Finalistin von 2012 in der sogenannten Stierkampf-Arena, in der schon viele denkwürdige Partien stattgefunden hatten. Das Duell Görges gegen Errani wird keinen Einzug in die Annalen des traditionsreichen Stadions finden - dafür war die deutsche Fed-Cup-Spielerin diesmal einfach zu schlecht.

Der Sandplatz-Klassiker unweit des Eiffelturms geht nun ohne deutsche Beteiligung weiter, Görges erwischte es als letzte der zehn gestarteten deutschen Damen. Die vermeintlich Goldene Generation des deutschen Frauen-Tennis ist damit um eine weitere Enttäuschung reicher. Im Vorjahr hatte Petkovic im Bois de Boulogne immerhin noch im Halbfinale gestanden. Von den sechs deutschen Herren war bei der mit 28,03 Millionen Euro dotierten Veranstaltung in der zweiten Woche eh keiner mehr dabei.

„Es ist definitiv bitter“, sagte Görges nach ihrem vierten Aus in einem Achtelfinale auf Major-Ebene. Zuvor war die Norddeutsche schon dreimal bei den Australian Open in Melbourne daran gescheitert, in die Runde der besten acht Spielerinnen bei einem der vier wichtigsten Turniere vorzudringen. „Ich werde es weiter versuchen. Irgendwann klappt es schon noch“, sagte die Schleswig-Holsteinerin trotzig.

Gegen Deutschland-Schreck Errani, die zuvor bereits Carina Witthöft und Andrea Petkovic ausgeschaltet hatte, war sie davon aber so weit entfernt wie die FIFA von einem positiven Image. „Ich habe viel zu viele leichte Fehler gemacht und mich nicht gut genug bewegt“, analysierte Julia Görges treffend. Am Ende standen unerklärliche 45 vermeidbare Patzer in der Statistik zu Buche — bei der italienischen Sandplatz-Wühlerin aus Italien waren es dagegen nur drei (!).

„Ich bin irgendwann zu viel Risiko gegangen. Ich habe die Punkte oft gut vorbereitet, es dann durch einen leichten Fehler aber selbst wieder zunichtegemacht“, sagte die Schleswig-Holsteinerin. Errani nutzte das fehlerhafte Spiel ihrer Kontrahentin eiskalt aus. „Sie kocht dich dann ab“, sagte Görges.

Sie wolle die bittere Niederlage nun erst einmal „sacken lassen und verdauen“, meinte die Nummer 72 der Welt. Danach werde sie aber auch die positiven Erkenntnisse mitnehmen. „Wenn mir zu Jahresbeginn jemand gesagt hätte, dass ich bei den ersten beiden Grand Slams jeweils im Achtelfinale stehe, wäre ich zufrieden gewesen“, sagte Görges. Vor allem ihre Top-Leistung gegen die Weltranglisten-Fünfte Caroline Wozniacki in der zweiten Runde kann ihr Auftrieb für die Rasen-Saison geben. „Und aus dieser Niederlage werde ich definitiv lernen. Ich will mich ja weiterentwickeln“, versprach Görges.

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