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Altmeister wieder vereint

Yes-Regatta in Kiel Altmeister wieder vereint

Bei gutem Segelwetter sind mehr als 600 Teilnehmer in die Yes-Regatta gestartet. Auf den vier Bahnen vor Schilksee zeigten die Nachwuchssegler bei drehenden Winden ihr Können – auch zwei alte Hasen standen an Tag eins im Fokus.

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Bei gutem Segelwetter sind mehr als 600 Teilnehmer in die Yes-Regatta gestartet.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Wolfgang Hunger (Strande) und Holger Jess (Wittensee) gehen über Pfingsten wieder gemeinsam im 505er an den Start. Der 21-malige Kieler-Woche-Sieger Hunger, Dominator der 505er-Klasse und normalerweise mit Julien Kleiner unterwegs, holte gemeinsam mit Jess drei Weltmeister- und einen Europameistertitel, musste sich seinem ehemaligen Vorschoter bei der Kieler Woche 2015 jedoch geschlagen geben. Dort segelten Jess und Steuerfrau Meike Schomäker zum Sieg. Da Kleiner und Schomäker an den Pfingsttagen verhindert sind, fand das Duo Hunger/Jess für die Yes wieder zusammen.

Kein Wunder, dass die beiden erfolgreichsten 505er-Segler die Top-Favoriten auf den Yes-Titel sind. Die Vorschusslorbeeren bestätigten die Routiniers in den ersten drei Wettfahrten am Freitag: Drei erste Plätze verschafften ihnen bereits Vorsprung auf die Konkurrenz und setzten ein deutliches Zeichen. Und doch wird es wohl eine Ausnahme bleiben, die Wege von Hunger und Jess werden sich nach dem Pfingstwochenende wieder trennen, es wird keine dauerhafte Zusammenarbeit geben. „Dafür sind wir dann zu schwer“, so Jess.

Hier finden Sie Fotos vom Yes-Segeln in Kiel-Schilksee 2016

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Auf Platz zwei (Plätze 5, 2, 2) im kleinen 505er-Feld aus zwölf Booten liegt nach Tag eins das Vater-Tochter-Duo Rolf und Leonie Meyer. Die 23-Jährige NRV-Seglerin ist normalerweise im olympischen Skiff 49erFX zu Hause, scheiterte mit ihrer Vorschoterin Elena Stoffers in der innerdeutschen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio an Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin). Gemeinsam mit ihrem Vater segelte sie bereits einige Regatten, darunter auch die Kieler Woche, will nun die scheinbar übermächtigen Hunger/Jess ärgern – der Rücktand beträgt nach drei Wettfahrten jedoch bereits sechs Punkte. Gerade in einem so kleinen Feld schwer aufzuholen.

Eine ganz andere Dimension besitzt das Feld der 420er – kein Wunder, ist die Yes-Regatta doch gleichzeitig Internationale Deutsche Meisterschaft der Zweihand-Nachwuchsjollen. Unter den 107 Crews kamen Konstantin Steidle und Tom Lembcke am besten aus den Startlöchern und setzten sich mit zwei Wettfahrtsiegen an die Spitze der Konkurrenz. Die Uerdinger Philipp und Jonas Royla sind den beiden Athleten vom Bodensee-Yacht-Club Überlingen jedoch dicht auf den Fersen. Die im Vorfeld ausgemachten Favoriten erwischten keinen guten Auftakt: Die Berliner Paul Feldhusen und Leon Göpfert sind 30., Theresa Löffler (Holzkirchen) mit ihrer neuen Vorschoterin Lena Stückl (Tutzing) 36.

Überraschung bei dem Laser Radial W

Bei den 470er-Jollen führen nach drei Wettfahrten Frederike Löwe und Anna Markfort (Berlin/Greifswald) mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen vor den Rostockern Max Schuberth und Silas Oettinghaus. Die Kielerinnen Theres Dahnke und Birte Winkel arbeiteten sich nach einem 11. Platz zum Auftakt durch die Ränge sieben und drei auf den Gesamtsechsten Platz nach vorn. Ihr Rückstand auf die Spitze beträgt allerdings bereits 16 Punkte.

Eine kleine Überraschung gab es bei den Laser Radial W, die aufgrund der ständig drehenden Winde nur eine Wettfahrt absolvieren konnten: Die Favoritin auf den deutschen Junioren-Meistertitel, der auf der Yes-Regatta vergeben wird, Hannah Anderssohn, segelte in der namhaften, teils deutlich älteren Konkurrenz zum Tagessieg. Sie verwies Favoritin und Deutschlands beste Laserseglerin Svenja Weger (Potsdam) auf Platz zwei, Platz drei ging an Andersohns Internats-Mitbewohnerin Lena Weißkichel.

Die Nachwuchs-Skiffklasse 29er profitierte besonders von den teils starken Winden, konnte ihr gesamtes Speed-Potenzial auf der innersten Bahn ausschöpfen. Die Kieler Gwendal Lamay/Luke Willim hatten besonders gutes Tempo: Mit den Plätzen 1, 1, 6, 7 fuhren die beiden auf Rang eins vor den Dänen Jens-Philip Dehn-Toftehøj und Christoffer Jacob Langballe. Vor allem in der letzten Wettfahrt hatten aber auch einige, zumeist leichte Crews Probleme mit den Böen und kenterten. Insgesamt jedoch hielt das Wetter – bis 18 Uhr, als Hagel und Regen ins Hafenvorfeld prasselten. Da waren jedoch alle Segler bereits wieder an Land. Für sie geht es am Sonntag ab 11 Uhr weiter.

Weitere Zwischenstände:

Laser Std.: 1. Max Wilken (Rechlin), 2. Nik Aaron Willim (NRV), 3. Timm Schöning (KYC);

Laser Rad. M: 1. Jakub Halouzka (Tschechien), Leonhard Hanisch (Kiel), 3. Moritz Paschen (Potsdam), Nico Naujock (Berlin);

Laser 4.7: 1. Julia Büsselberg (Berlin), 2. Benjamin Prikryl (Tschechien), 3. Michaela Høeg (Dänemark);

Europe: 1. Sverre Reinke (Bremen), 2. Janika Puls (Lübeck), 3. Linus Pleines (Bremen);

Pirat: 1. Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel), 2. Frieder Billerbeck/Julius Raithel (Wedel-Schulau), 3. Lukas Brüning/Femke Gosch (Kiel/Hamburg).

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Foto: Am Sonntag musste die Yes-Regatta vorzeitig abgebrochen werden.

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