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Kerber: Erfolge von 2016 „natürlich“ wiederholbar

Interview Kerber: Erfolge von 2016 „natürlich“ wiederholbar

Die Weltranglisten-Erste Angelique Kerber ist weiter gierig auf Grand-Slam-Titel. „Natürlich“ halte sie es für möglich, die Erfolge aus diesem Jahr zu wiederholen, sagte die Australian-Open- und US-Open-Siegerin im Interview. Das kommende Jahr werde eine „neue Challenge“ für sie.

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Angelique Kerbers großes Ziel ist der Gewinn des Fed Cups.

Quelle: Wallace Woon/dpa

Singapur. Die Weltranglisten-Erste Angelique Kerber bereitet sich bei den WTA Finals in Singapur auf ihr Halbfinale vor. Am Samstag kann die Nummer eins mit dem Finaleinzug bei der Tennis-WM ihrem herausragenden Jahr ein weiteres Erfolgskapitel hinzufügen. Im Interview verrät die 28-Jährige aus Kiel, dass sie noch einen großen Wunsch für 2016 hat. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin spricht zudem über ihre Lust auf weitere Erfolge und das Potenzial der Kolleginnen.

Vielleicht können wir schon ein wenig in die Zukunft schauen. Wie sehen Ihre Ziele für 2017 aus?

Da können wir noch nicht richtig draufschauen, weil ich das Jahr noch nicht abgeschlossen habe. Ich werde mich erst nach meinem Urlaub mit meinem Team zusammensetzen und den ganzen Plan für das nächste Jahr besprechen und mir neue Ziele setzen.

Dieses Jahr lief perfekt. Halten Sie es für möglich, diese Erfolge zu wiederholen?

Natürlich, ich denke schon. Ich habe ein konstantes Jahr gespielt. Ich habe dieses Jahr viel gelernt, positive, aber auch ein paar negative Sachen. Deshalb habe ich mich als Spielerin und als Person weiterentwickelt. Deswegen wird das nächste Jahr ein ganz anderes Jahr, aber es ist eine neue Situation, eine neue Challenge für mich. Ich bin auf jeden Fall bereit für die neuen Aufgaben.

Inwiefern ist der Fed Cup ein großes Ziel für das nächste Jahr, nachdem es mit den persönlichen Erfolgen jetzt geklappt hat?

Fed Cup ist natürlich etwas, was wir als Team gewinnen können. Wir waren schon kurz davor vor ein paar Jahren. Ich glaube, dass wir auch hier viel gelernt haben. Ich bin gespannt, wie das nächste Jahr laufen wird. Es ist wichtig, die erste Partie erst mal zu gewinnen, um in den Rhythmus zu kommen. Die erste Partie ist immer wichtig, damit wir nicht um den Abstieg spielen, sondern um das Halbfinale.

Der Urlaub naht. Wie viele Termine stehen auch im Urlaub an?

Einige Termine werden bestimmt im Urlaub anstehen. Wie viele genau, werden wir erst nach Singapur sagen können. Im Moment möchte ich mich damit überhaupt nicht beschäftigen. Das wird ein längeres Gespräch sein. Wir werden uns länger hinsetzen und die ganzen Themen besprechen und auch das nächste Jahr besprechen und, wie die Turniere im nächsten Jahr aussehen werden.

Sind diese Termine neben dem Sport, die durch die Erfolge zugenommen haben, eine Belohnung? Oder nerven sie?

Es ist eine Belohnung für dieses Jahr. Es ist eine Belohnung, auch mal was anderes zu machen, sich auch mal neben dem Platz in Deutschland zu zeigen. Auch die anderen Sportler mal zu sehen. Auch mal bei anderen Terminen Erfahrungen zu sammeln. Das ist etwas, was ich gerne mache, wenn ich Zeit habe und das in meinen Kalender passt. Das ist etwas, was ich mir dieses Jahr verdient habe.

Die Sportlerwahl in Baden-Baden wird ja vor der neuen Saison auch anstehen. Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Ich bin gespannt. Ich habe alles getan, um dieses Jahr ganz oben zu stehen und zu gewinnen. Ich würde mich sehr freuen. Ich freue mich auf das Event. Es ist immer etwas Schönes, sich mit allen Sportlern zu treffen. Dieses Jahr war auch Olympia, deswegen sind auch noch einige andere im Rennen. Ich hoffe, dass die Leute mich wählen.

Andrea Petkovic, Sabine Lisicki, Julia Görges - sie waren alle schon mal unter den Top 20, hinken nun aber hinterher. Fühlen Sie sich von deutscher Seite ein bisschen allein in der Weltspitze?

Alleine ist vielleicht nicht das richtige Wort. Wir haben so viele gute deutsche Spielerinnen, die in den Top 50, Top 100 sind. Bei jedem Grand Slam sind viele Deutsche dabei. Deshalb glaube ich, ist alleine das falsche Wort. Ich bin auf jeden Fall ganz oben angekommen. Für mich ist es wichtig, dass ich gar nicht die Konkurrenz suche, sondern immer meinen Weg gehe. Das ist immer mein Ding gewesen. Deshalb bin ich so, wie ich bin und auch so geblieben. Für mich ist es wichtig, weiter zu lernen, mich weiter zu entwickeln.

Wem trauen Sie denn von den deutschen Damen den Sprung als nächste wieder unter die Top 20 zu?

Alle haben dieses Jahr viel gelernt. Einige haben im nächsten Jahr nicht viel zu verlieren und können wieder entspannt spielen. Ich traue es allen zu. Alle haben schon gezeigt, dass sie da oben mitspielen können, und ich denke, dass die eine oder andere den Sprung nach weiter vorne schaffen wird. Konkret ist das schwer zu sagen. Ich glaube, dass die eine oder andere in den Grand Slams weit kommen kann. Ich glaube, dass da Luft nach oben ist. Ich hoffe, dass der Tennis-Boom jetzt größer wird und dadurch sich auch die anderen motivieren können und mir das ein bisschen nachmachen.

Die WTA Finals sind mit sieben Millionen Dollar dotiert. Inwieweit haben Sie im Blick, wie viel Preisgeld Sie bei einem Turnier gewonnen haben?

Das ist nie meine Priorität. Klar weiß man das, weil das natürlich dazugehört. Aber für mich ist es wichtig, jetzt beim letzten Turnier noch mal gut abzuschließen. Mal gucken, was am Ende dabei herauskommt.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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