18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
„Ich weiß, dass ich nicht umsonst da gestanden habe“

Angelique Kerber „Ich weiß, dass ich nicht umsonst da gestanden habe“

Nach dem Wimbledon-Finale überwiegt bei Angelique Kerber der Stolz auf die starke Leistung. Außerdem hat sie bereits jetzt das nächste sportliche Ziel ins Auge gefasst: In wenigen Tagen bereits will sie bei Olympia angreifen.

Voriger Artikel
Eine Niederlage, die lächeln lässt
Nächster Artikel
In Grund und Boden gefahren

Erhobenen Hauptes hält Angelique Kerber die Trophäe für Platz zwei in Wimbledon in die Kameras und lächelt mit ungebrochenem Stolz.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Konnten Sie schon verarbeiten, was da im Finale passiert ist?

Nein, und das wird sicher noch ein paar Tage dauern. Ich weiß nur, das ich wirklich alles versucht habe.

Wie würden Sie das Gesamterlebnis Wimbledon-Finale beschreiben?

Irgendwie war alles anders: Der Applaus zur Begrüßung, die Atmosphäre, das Aufwärmen und auch die Siegerehrung am Ende. Das waren wertvolle Erfahrungen für mich. Als ich am Ende merkte, dass die Zuschauer mehr auf meiner Seite waren, wusste ich wieder, das ist es, wofür man so hart arbeitet. Für mich war das Finale auch etwas ganz Besonderes, weil hier in Wimbledon früher beinahe mal alles zerbrochen wäre nach den Matches gegen Robson und Kanepi.

Würden Sie sagen, das war ihr bestes Match, das sie je verloren haben?

Nein, da gab es schon mehrere. Aber es war sicherlich in diesem Jahr eines der besten Spiele, die ich gezeigt habe. Ich weiß, dass ich nicht umsonst da gestanden habe.

Wie sah es mit ihrer Nervosität aus?

Die war ziemlich groß. Aber ich hatte mir vorher gesagt, genieß das Match unter allen Umständen. Und das hab ich trotz der Niederlage getan.

Haben Sie ein Gefühl der Hilflosigkeit gespürt, als Serena so stark aufschlug?

Klar, man kann nichts machen. Ich war bereit und wollte, aber dagegen kann man leider nichts machen.

Was wäre Ihnen dieser Aufschlag wert? Und wenn Sie ihn sich nicht kaufen könnten, wie wahrscheinlich ist es, sich diesen selbst zu erarbeiten?

Sie hat den besten Aufschlag der Welt und macht damit sehr viele freie Punkte. Jeder würde den gerne haben. Ich finde aber, ich bin in diesem Punkt auf einem guten Weg. Zudem habe ich dafür andere Stärken und weiß, dass ich Serena schlagen kann. Das habe ich ja auch schon zweimal bewiesen.

Haben Sie sich schon mit den Olympischen Spielen beschäftigt und freuen Sie sich auf etwas ganz besonders?

So richtig habe ich mich noch nicht damit auseinander gesetzt. Ich freue mich aber schon auf die Eröffnungsfeier. Das war vor vier Jahren in London ein ganz besonderes Gefühl. Ich freue mich sehr, dass ich wieder dabei sein kann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr zum Artikel
Kerber nach Wimbledon-Finale
Foto: Schöne Szene nach dem Match: Angelique Kerber gratuliert Serena Williams, die Wimbledon-Siegerin zollt ihrer Gegnerin Respekt.

Es war das Duell zwischen den derzeit besten Tennisspielerinnen der Welt, auf dem bedeutendsten Center Court der Welt – in Wimbledon, beim als „Heiligen Gral“ geltenden Rasenklassiker von London. Mittendrin: Angelique Kerber.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3