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Viertelfinale! Jetzt Asarenka schlagen

Angelique Kerber Viertelfinale! Jetzt Asarenka schlagen

Auf ihrem sportlichen Wunschzettel für 2016 hatte Angelique Kerber sich vor dem Saisonstart „bessere Resultate bei den Grand Slams“ notiert. Schon am 25. Tag im neuen Jahr darf Deutschlands beste Tennisspielerin den ersten Haken auf ihrer Liste setzen.

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Yes! Angelique Kerber hat sich den ersten Wunsch zum neuen Jahr erfüllt: bei Grand Slams besser abschneiden. Erstmals steht die Kielerin im Viertelfinale der Australian Open in Melbourne.

Quelle: Frank Molter

Melbourne. Im rein deutschen Duell bei den Australian Open besiegte Kerber gestern Annika Beck aus Bonn (6:4, 6:0) und steht in Melbourne erstmals im Viertelfinale. Dort wartet am Mittwoch ihre Angstgegnerin Victoria Asarenka.

Wenn Angelique Kerber in ihrer spielfreien Zeit dieser Tage durch Melbourne schlendert, lässt die Kielerin sich gern in Richtung Yarra River treiben. Das Wahrzeichen Melbournes schlängelt sich einen Aufschlag entfernt um den brodelnden Austragungsort der Australian Open herum. Mal schippert ein Ausflugsbötchen auf dem Unterlauf vorbei, mal sind vereinzelt Ruderer beim Training zu beobachten. Wer im grünen Herzen der Megametropole Entspannung sucht, ist am Flussufer genau richtig. Nette kleine Cafés drapieren den restlichen Weg bis hoch in die Innenstadt.

Kerber liest "Die stille Bestie"

In einem solchen Café angekommen, zückt Angelique Kerber am liebsten ihr neuestes Buch. Auch wenn der Titel „Die stille Bestie“ so gar nicht zur entspannten Situation passt. In Vorbereitung auf Kerbers wichtigstes Match bei einem Major-Event seit dem Wimbledon-Viertelfinale 2014 hält die Chris-Carter-Lektüre aber immerhin eine kleine Parallele parat: Während die Buchfigur als Fallanalytiker Schlüsse über das Verhalten von Straftätern ziehen muss, ist das Team Kerber bereits damit beschäftigt, ein Muster oder besser noch die DNA im Spiel von Victoria Asarenka zu entschlüsseln. Nun ist die Weißrussin zwar weder eine Bestie noch still – aber sie hat Angelique Kerber in sechs Spielen sechsmal geschlagen. Auch ein angsteinflößendes Leitbild, dem man aus deutscher Sicht unbedingt auf die Schliche kommen will.

Der Profiler im Team Kerber ist Trainer Torben Beltz. Gleich nach dem Match seines Schützlings gegen Annika Beck, das Angelique Kerber als „schweres Spiel mit vielen Aufs und Abs“ charakterisierte, schaute sich Beltz den ersten Asarenka-Satz gegen die Tschechin Barbaro Strycova an. „Torben meinte danach, er habe schon eine Idee“, berichtet Kerber.

Asarenka – Kerber ist Grand-Slam-Match des Jahres

Vor allem die vergangenen beiden Niederlagen gegen die Melbourne-Siegerin von 2012 und 2013 dürften Kerber noch sehr gut in Erinnerung sein. Die Begegnung bei den US Open 2015 wurde jüngst zum Grand-Slam-Match des Jahres auserkoren. Und vor wenigen Wochen schnappte Asarenka der Norddeutschen im Finale von Brisbane den Turniersieg weg. „Ich freue mich trotzdem auf die Herausforderung und hoffe, dass sie auch ein bisschen Respekt vor mir hat“, meint Kerber.

Asarenka selbst, die drauf und dran ist, sich nach einer längeren Auszeit wieder an die Weltspitze zurückzuspielen, schaut dem siebten Duell mit Kerber diplomatisch entgegen. „Es sind gegen sie immer schwere Matches, und man muss sich jeden Punkt hart erarbeiten, weil sie dir nichts schenkt“, sagt sie. Ihre 6:0-Bilanz spiele keine Rolle. „Das ist Vergangenheit. Jedes Match ist eine neue Geschichte.“ Es wird spannend zu beobachten sein, ob Angelique Kerber das Vergangene ebenso ausblenden kann. Ganz sicher wird aber auf ihrer Wunschliste für 2016 irgendwo „Asarenka schlagen“ stehen. Und sollte sie so früh im Jahr auch diese vermeintliche „Mission impossible“ meistern, dürfte sie schon am Tag 27 den zweiten Haken setzen.

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Australian Open
Foto: Angelique Kerber hat es geschafft: Sie steht im Viertelfinale der Australian Open.

Endlich steht Angelique Kerber in Melbourne im Viertelfinale. So weit war sie bei den Australian Open zuvor noch nie gekommen. Doch damit soll noch nicht Schluss sein. Für das Duell mit ihrer Angstgegnerin tüftelt sie nun an einer besonderen Taktik.

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