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"Kann mir nicht viel vorwerfen"

Kerber im Interview "Kann mir nicht viel vorwerfen"

Angelique Kerber hat die Chance verpasst, sich als erste deutsche Tennisspielerin seit Steffi Graf 1996 in die Siegerliste von Wimbledon einzutragen. Mit ihrer Leistung gegen Serena Williams ist sie aber trotzdem zufrieden. „Ich kann mir nicht viel vorwerfen“, sagt sie.

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Mit sich und der Tennis-Welt im Reinen: Angelique Kerber ist trotz des verlorenen Wimbledon-Finals zufrieden.

Quelle: Frank Molter

Haben Sie das Match schon verarbeiten können?

Angelique Kerber: Dafür brauche ich noch ein paar Tage. Es war auf jeden Fall ein sehr intensives Match. Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Ich war nicht diejenige, die das Match verloren hat, sie hat es gewonnen. Sie hat heute das beste Tennis gespielt. Dafür ist sie die Nummer eins. Am Ende war es einfach der Aufschlag, der der beste der Welt ist. Da konnte ich nichts gegen machen.

Das sind die Bilder vom packenden Finale zwischen Angelique Kerber und Serena Williams.

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War es das beste Match, das Sie gespielt und nicht gewonnen haben?

Es war auf jeden Fall eines der besten Matches in diesem Jahr, auch wenn ich verloren habe. Das war auch mein Ziel, rauszugehen und zu gewinnen, aber auch mein bestes Tennis abzuliefern. Das habe ich geschafft. Es war mein erstes Finale hier, das wollte ich auch genießen. Es wird immer in meiner Erinnerung bleiben. Ich weiß, dass ich nicht umsonst hier stehe. Ich hoffe, dass ich noch weitere Finals spiele.

Haben Sie gehofft, dass Sie noch einbricht?

Klar habe ich immer wieder auf meine Chance gewartet und gehofft, dass sie mir eine Chance gibt. Aber sie hat sie mir heute nicht gegeben. Ich habe ein Aufschlagspiel im ersten und eins im zweiten abgegeben, das war die Niederlage. Ich kann mir nicht viel vorwerfen. Wenn man das Spiel ohne Aufschlag gespielt hätte, wäre es vielleicht anders ausgegangen.

In den letzten zwei Wochen hat man den Eindruck gewonnen, dass Sie angekommen sind bei sich und in der absoluten Weltspitze. Fühlen Sie sich so?

Ich glaube, ich bin jetzt wirklich angekommen. Ich weiß jetzt, wie ich mit dem Ganzen umgehen werde. Es wird immer wieder Auf und Abs geben. Man wird nicht bei jedem Turnier im Finale sein. Aber ich weiß jetzt, was ich machen muss, um dahin zu kommen und das ist es, worüber ich erleichtert bin. Ich muss es niemandem mehr beweisen. Es ist für mich wichtig, dass ich weiß, das ist mein Weg und den werde ich auch genauso weitergehen.

Aufgezeichnet von Kristina Puck, dpa

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Foto: Stolz auf ein starkes Finale: Angelique Kerber gab alles im Finale von Wimbledon, doch es hat nicht gereicht.

Angelique Kerber war stark, aber chancenlos im Wimbledon-Finale gegen Serena Williams. Die US-Amerikanerin revanchierte sich für das Melbourne-Endspiel. Dank ihres 22. Grand-Slam-Titels steht sie nun auf einer Stufe mit Steffi Graf.

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