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Basketballer stellen Kiel großartiges Zeugnis aus

Länderspiel-Premiere Basketballer stellen Kiel großartiges Zeugnis aus

Als Basketball-Bundestrainer Chris Fleming nach dem Auftakt in die EM-Qualifikation gegen Dänemark zurück ins Atlantic-Hotel ging, konnte sein Fazit zum Premieren-Aufenthalt in Kiel kaum positiver ausfallen. Bereits auf der Pressekonferenz hatte Fleming ungefragt die Atmosphäre im hohen Norden gelobt.

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Volksnah und geduldig präsentierten sich Guard Akeem Vargas und das deutsche Team nach dem Basketball-EM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark. Die Kieler Fans kamen bei Wünschen nach Autogrammen und Selfies voll auf ihre Kosten.

Quelle: Frank Molter

Kiel. „Wir sind hier in Kiel sehr gut aufgenommen worden, das Publikum hat uns gut unterstützt, die Spieler haben sich sehr wohl gefühlt.“

 In der Tat, die DBB-Akteure zeigten sich ob der stimmungsvollen Begleitung ihres Auftritts auf dem Kieler Hallen-Parkett hellauf begeistert. Center Tibor Pleiß ließ keine Gelegenheit aus, um zu betonen, wie positiv überrascht er von der Basketball-Begeisterung in der Landeshauptstadt war, die er so nicht erwartet hatte. Danilo Barthel, Forward bei Bayern München, schlug in die gleiche Kerbe: „Ich war doch überrascht aufgrund des großen Andrangs. Es hat mich gefreut, dass so viele Leute gekommen sind, um uns zu unterstützen, obwohl Basketball in dieser Region nicht so groß ist.“

 Groß war der Andrang auf die Korbjäger nach dem Spielende. Autogramme, Selfies – die Profis stellten sich geduldig den Wünschen der Fans, genossen das Bad in der Menge. Als Pleiß und Co. vom Schwingen des Kugelschreibers und Posieren für Selfies zur Regeneration übergingen, hatte ein 22-Jähriger am anderen Ende des Courts noch lange nicht Feierabend: NBA-Star Dennis Schröder. Er hatte das Spiel mit Familie und Freunden auf der Tribüne verfolgt. Diese dirigierten die einsetzende Fan-Belagerung kurzerhand in geordnete Bahnen. Nach einer Stunde hatte der Profi der Atlanta Hawks den letzten Wunsch nach einem gemeinsamen Foto erfüllt. Pressefragen wollte Schröder danach nicht mehr beantworten: „Nein, wir müssen jetzt wirklich los“, sagte er höflich. Im Grunde war nach dieser Stunde größtmöglicher Fan-Nähe auch alles gesagt.

 Wie unkompliziert der Umgang mit dem gesamten Tross des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) war, betonte Sparkassen-Arena-Chef Stefan Wolf: „Es ist alles super perfekt abgelaufen, so wie wenn der THW gespielt hätte“, sagte Wolf nach dreitägiger Zusammenarbeit mit den Basketballern. Für Wolf war die Stippvisite der Korbjäger „eine rundum gelungene Sache für Kiel und Schleswig-Holstein“. Die Kooperation mit dem DBB habe sehr gut geklappt. „Immer wieder gern. Ich hoffe, wir müssen nicht wieder so lange auf ein Länderspiel warten.“ Das Lob gab DBB-Sprecher Christoph Büker umgehend zurück und stellte eine Rückkehr in Aussicht: „Für die gesamte Delegation war das eine runde Sache. Wir kommen gerne wieder. Die Bedingungen waren exzellent, kurze Wege, tolle Organisation.“

 Dass bei einer Premiere nicht alles glatt läuft, lässt sich dann auch verschmerzen. So setzte vor Beginn des Spiels die Musik bei der dänischen Nationalhymne aus, woraufhin die betroffenen Akteure zunächst fragend umherblickten, um dann a capella die Hymne zu Ende zu singen. Einen kleinen Fauxpas leistete sich der Hallensprecher bei der Begrüßung der anwesenden THW-Handballprofis: Er hieß die dänischen Olympiasieger René Toft Hansen und Niclas Ekberg willkommen. Gemeint war Torhüter Niklas Landin und nicht der schwedische Rechtsaußen der Zebras. Dinge, die einen gelungenen Abend nicht schmälern konnten. Und schließlich muss es noch Luft nach oben geben – für den nächsten Auftritt der besten deutschen Basketballer in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.

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Ein Artikel von
Florian Sötje
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