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Beach Boys Exoten in der neuen Oberliga

Eishockey in Timmendorfer Strand Beach Boys Exoten in der neuen Oberliga

Eishockey an der Ostsee im EHC Timmendorfer Strand 06 lebt. „Der Kult stirbt nie“ prangte schon vor acht Jahren als Motto auf den Fan-Schals im Eistempel am Kurpark, wenn sich die Kufenflitzer der Beach Boys in der Oberliga Nord mit den Gegnern aus Adendorf, Rostock und Hannover duellierten.

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Der junge Keeper Daniel Jordi Buchholz soll den Timmendorfer Kufencracks in der neuen Oberliga den nötigen Rückhalt verleihen.

Quelle: Dieter Hartmann

Timmendorfer Strand. In der aktuellen Saison hat sich eben diese Oberliga Nord gemausert und mit 20 Vereinen eine neue Qualität erlangt. Denn ihr Einzugsbereich reicht von Timmendorfer Strand im Norden bis Neuwied nahe Koblenz, von Tilburg (Niederlande) bis Leipzig im Osten. Gerade die Semi-Professionals aus Duisburg, Halle und Leipzig sowie Ex-DEL-Meister Hannover Scorpions bürgen für Spitzensport. Da gehört der einzige aktive Eishockey-Klub Schleswig-Holsteins zu den Exoten. Dabei können die Ostholsteiner auf eine sehenswerte Bilanz zurückblicken. Als Eissport- und Tennisclub (ETC) 1985 gegründet, feierte man an der Lübecker Bucht in der Saison 1991/92 die deutsche Oberliga-Meisterschaft. Danach gehörte Timmendorf in der zweithöchsten Klasse, der Ersten Eishockey-Liga, stets zu den Vorzeige-Teams und eliminierte in den Playoffs mit den Süd-Vereinen große Namen wie Bad Tölz oder Riessersee. Nach zweimaligem Konkurs holten die Beach Boys als EHCT 06 in der Punktserie 2012/13 den Titel in der OL Nord.

Klares Ziel: Klassenerhalt

Jetzt weht ein schärferer Wind, nicht nur an der Ostsee. Hochkarätige Konkurrenz lockt Zuschauer, doch die Strandjungs verfügen nur über ein schmales Budget. „Die Liga ist sportlich anspruchsvoll und äußerst attraktiv“, sagt EHCT-Präsident Hans Meyer. „Unser Ziel ist klar der Klassenerhalt, dabei wollen wir die Abstiegsrunde vermeiden. Der 14. Rang wird angestrebt, es kann auch gerne weiter nach oben gehen.“ Für die Ostholsteiner bastelte Trainerfuchs Martin Williams (ehemals Bad Nauheim) zusammen mit Co-Übungsleiter und Timmendorf-Urgestein Jocki Dittrich um ein Gerüst bewährter Cracks wie Abwehr-Ikone Marcus Klupp, die Gebrüder Saggau und Meyer oder Kenneth Schnabel eine gut durchmischte Truppe, in der als Kontingent-Spieler der Kanadier Jared Wynia und Michael Chvostek aus Tschechien wirbeln. Keeper Daniel Jordi Buchholz sammelte Lorbeeren in der Junioren-Bundesliga und überzeugte sofort zum Heimauftakt beim 3:6 gegen die Profis aus Tilburg mit einer prächtigen Leistung.

Nicht optimal verlief der Saisonstart, erst im Oktober gab es Eis in der ehrwürdigen Kult-Arena. „Wir konnten erst sieben Trainingseinheiten zu Hause absolvieren“, klagte Coach Williams nach dem Tilburg-Match. Erstmals stolz auf sein Team war er dann eine Woche später, die Beach Boys schlugen die Wedemark Scorpions mit 5:4. Am vergangenen Freitag legten sie noch einen drauf und überzeugten beim 5:2 über FASS Berlin durch Tore von Wynia, Chvostek, Moritz Meyer, Jason Horst und Pierre Kracht.

Nächste Heimspiele: Freitag, 30. Okt., 20 Uhr gegen Icefighters Leipzig; Freitag, 13. Nov., 20 Uhr gegen EHC Neuwied.

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Foto: Präsentieren auch das neue Logo (von links): Marcel Gabusinski, Stephan Hildebrandt, Dennis Sauerbrei, Bastian Wegner und Florian Kröger.

Der EHC Timmendorfer Strand 06 richtet den Blick auf die kommende Spielzeit in der Eishockey-Oberliga Nord. Das Ziel sei, eine schlagkräftige und weiterbildende Mannschaft zu formen, die in der starken Dritten Liga bestehen kann, erklärt Marcel Garbusinski, EHCT-Pressesprecher.

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