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Box-Legende Muhammad Ali ist tot

Parkinson Box-Legende Muhammad Ali ist tot

Box-Ikone Muhammad Ali ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Sprecher Bob Gunnell am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit. „Nach einem 32 Jahre langen Kampf mit der Parkinson-Krankheit ist er von uns gegangen“, hieß es in dem Statement.

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Muhammad Ali ist im Alter von 74 Jahren gestorben

Quelle: Jan Woitas/dpa

Der frühere Schwergewichtsweltmeister Ali war am Donnerstag wegen Atemproblemen in eine Klinik in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona eingeliefert worden, im Laufe des Freitagabends verdichteten sich Berichte über eine rapide Verschlechterung seines Zustandes. Ali war seit 1984 an Parkinson erkrankt. 1981 hatte Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay, seine Karriere beendet.

„The Greatest“, dreimal „undisputed champion“ aller Verbände, hatte den Boxsport geprägt wie kein Sportler vor oder nach ihm. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wählte ihn 1999 zum Sportler des Jahrhunderts. Alis Boxstil ging in die Geschichte ein, „schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“, lautete das Motto des polarisierenden Sportlers.

Mit nie gesehener Eleganz gewann Ali die ganz großen Kämpfe, und mit wohl einzigartigem Selbstbewusstsein kommentierte er seine Siege. „Ich bin der beste Kämpfer aller Zeiten. Und gerade erst 22“, sagte Ali nach dem ersten WM-Sieg 1964 gegen Sonny Liston: „Ich muss der Größte sein. Ich bin der König der Welt. Ich bin schön.“

Unvergessen sind vor allem seine Jahrhundertkämpfe gegen Joe Frazier und George Foreman. Im „Rumble in the Jungle“ am 30. Oktober 1974 in Kinshasa wurde er vom Favoriten Foreman rundenlang schwer getroffen, ehe er den bis dahin in 40 Fights ungeschlagenen K.o.-König in der achten Runde auf die Bretter schickte.

Nach Niederlage und Sieg gegen Frazier im Madison Square Garden kam es am 1. Oktober 1975 zudem zum „Thrilla in Manila“. Nach der 14. Runde waren Fraziers Augen zugeschwollen. Trainer Eddie Futch warf das Handtuch. Kurz danach brach Ali mit einem Kreislaufkollaps zusammen.

Trotz seiner Großspurigkeit wurde Ali auch außerhalb des Rings für Millionen zum Vorbild. Mit ungeheurem Charisma und großer Überzeugungskraft, mit religiöser und politischer Geradlinigkeit durchbrach er unzählige Widerstände, vor allem für alle Afroamerikaner.

Seit seiner Erkrankung trat Ali seltener öffentlich auf, sein soziales Engagement setzte er aber fort. In der jüngeren Vergangenheit musste Ali sich zudem wiederholt im Krankenhaus behandeln lassen.

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Kommentar

Man musste kein Boxfan sein, um Muhammad Ali zu lieben. Sportlich, menschlich, politisch ein zutiefst bewundernswerter Mann. Alles zusammen macht ihn zum bedeutendsten Sportler des 20. Jahrhunderts, Pelé hin, Beckenbauer her. Der Größte.

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