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Kiel: 65000 Sehleute in den Bann gezogen

Bullitt GC32 Racing Tour Kiel: 65000 Sehleute in den Bann gezogen

KIEL.SAILING CITY hat seinem Namen und Anspruch einmal mehr alle Ehre gemacht. Rund 65000 Zuschauer verfolgten an vier Tagen die Rennen beim dritten Event der Bullitt GC32 Racing Tour und erlebten mit den „fliegenden“ Zehn-Meter-Katamaranen eine spektakuläre Deutschland-Premiere. Der Sieg ging an die Schweizer „Alinghi“ mit Steuermann Morgan Larson. Die Gesamtführung in der fünfteiligen Regattaserie verteidigte die „Sultanat von Oman“ mit Skipper Leigh McMillan, am Sonntag Tagesbeste. Von Andreas Kling

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Bei keiner Crew saßen die Manöver so perfekt wie auf der „Alinghi“. Der Gesamtsieg vor Kiel war der verdiente Lohn für das Schweizer Team.

Quelle: Sander van der Borch

Kiel. Danke Kiel!“, sagte Larson, „der Austragungsort hat uns alles gegeben, was wir für dieses Regattaformat brauchen, von packenden Manövern bis zum frenetischen Beifall. Das war eine glatte Eins.“ Von 17 Wettfahrten gewann er neun und wurde als einziger Skipper nie Letzter. Oft wendete oder halste er nur wenige Meter vor der Kaimauer und den Brücken der Kiellinie. Das Raunen der begeisterten Besucher hallte über die Innenförde und spornte die Verfolger entsprechend an.

 „Kiel hat seine Ziele selbst hochgesteckt und sogar noch übertroffen“, freute sich Tourchef Ralf Scherzer über einen Event der Extra-Klasse. Von Schwachwind bis zu stürmischen Böen, die den späteren Sieger „Alinghi“ vor dem Auftakt sogar zum Kentern brachten, bot der Windgott alles auf, was Segler mal lieben und mal hassen.

 An allen Tagen kamen die GC32-Katamarane auf ihren Tragflächen zum Foilen, das heißt, sie kamen mit beiden Rümpfen aus dem Wasser. Waren es am Finaltag nur Momente, hielt selbst die Fachwelt an den Vortagen den Atem an, als die „Rennziegen“ mit mehr als 30 Knoten (fast 60 km/h) über den Kurs rasten.

 Am zweitbesten gelang das vor Kiel der französischen „Spindrift“ von Yann Guichard, die sich dadurch im Gesamtranking mit zehn Punkten auf Platz drei vorschob hinter der „Sultanat von Oman“ mit sechs Zählern und der „Alinghi“ (sieben). „Wir sind schon froh, die Spitze gehalten zu haben, aber unsere Leistung war unbefriedigend“, resümierte Leigh McMillan seine eher durchschnittlichen Platzierungen.

 Einen rabenschwarzen Schlusstag erwischte GC32-Klassenpräsident Flavio Marazzi aus der Schweiz, der mit seinen Armin Strom Sailing Team auf den letzten Platz hinter das Team ENGIE von Sebastien Rogues zurückfiel und in der Tourwertung von zwei auf vier abrutschte. Für eine Wiederkehr der Veranstaltung in die Landeshauptstadt dürfte er sich genauso stark machen wie Ralf Scherzer.

 „Der GC32 Sailing Cup Kiel hat unser Segelstadion in der Innenförde perfekt inszeniert“, meinte Sven Christensen aus dem Vorstand des Kieler Yacht-Clubs, der die Wettfahrtleitung unterstützte. Eine durchweg positive Bilanz von der fachkundigen Moderation bis zu „fliegenden Showeinlagen“ der Teams selbst zog auch Axel Bauerdorf, verantwortlicher Organisator von Kiel Marketing. Sein besonderer Dank galt dem einmaligen Publikum: „Es hat Geduld und Durchhaltevermögen bewiesen, wenn es Pausen gab, und während der packenden Rennen sein Knowhow zum Ausdruck gebracht.“

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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