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Der Traum hat sich nicht erfüllt

Canes verlieren in Braunschweig Der Traum hat sich nicht erfüllt

 Der Traum vom German Bowl 2016 hat sich für die Baltic Hurricanes nicht erfüllt. Die Kieler unterlagen in ihrem ersten Playoff-Halbfinale der German Football League seit 2013 bei Titelverteidiger Lions Braunschweig mit 21:38 (14:7, 0:17, 0:7, 7:7).

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Die Enttäuschung nach der Niederlage war den Kielern anzusehen.

Quelle: Michael Zelter

Braunschweig. Das Endspiel um die deutsche Meisterschaft am 8. Oktober in Berlin bestreiten zum dritten Mal in Folge die Lions und die Schwäbisch Hall Unicorns, die im zweiten Halbfinale die Dresden Monarchs mit 35:26 (7:7, 14:0, 0:10, 14:9) schlugen. In einem hochklassigen Match mussten sich die Canes am Ende die größeren individuellen Qualität und Erfahrung der Braunschweiger beugen. Die entscheidenden Schlüsselfiguren zum Sieg des amtierenden Champions waren Casey Therriault, der seinen Ruf als bester Quarterback in Deutschland eindrucksvoll bestätigte, Passempfänger Christian Bollmann und Kicker Tobias Goebel.

In ihrem besten Quarter der Saison konnten die Canes zu Beginn des Matches die Hoffnung ihrer rund 200 mitgereisten Fans auf einen offenen Spielverlauf noch aufrechterhalten. Nach Touchdowns von Spielmacher Logan Schrader durch einen Trickspielzug mit Runningback Chris McClendon und Xavier Mitchell nach 16-Yards-Pass von Schrader (Zusatzversuche von Florian Dannehl verwandelt) gingen die Gäste sogar mit einer Führung in das zweite Viertel.

Dort kippte die Begegnung. Während die nun besser organisierte Abwehr der Braunschweiger den Druck auf Schrader und seine Offense Line deutlich erhöhte, demonstrierte Lions-Spielmacher Therriault seine Ausnahmestellung in der GFL. Mit langen, harten und präzisen Pässen auf seine Receiver Christian Bollmann und Jan Hilgenfeldt zu zwei Touchdowns gingen die Platzherren erstmals in Führung. Und als Kicker Tobias Goebel Sekunden vor der Halbzeitpause ein Fieldgoal über 51 (!) Yards gelang, hatten die die Lions in der Kabine auch Moral und Zuversicht auf ihrer Seite.

Dass die Defense der Canes erneut eine starke Leistung ablieferte und die Offense verzweifelt versuchte, sich vom Druck zu befreien, reichte an diesem Tag nicht. Schraders Pässe kamen zumeist nicht an, und das „Notprogramm“ – Durchstecker auf McClendon – zeigte nicht die erhoffte Effizienz. Als Niklas Römer knapp fünf Minuten vor dem Ende des dritten Quarters nach einem weiteren, fantastischen 36-Yards-Wurf von Therriault auf 30:14 erhöhte, war eine Vorentscheidung gefallen. Das bestätigte auch die Körpersprache der Canes vor dem letzten Seitenwechsel.

Zwar gelangen beiden Teams im Schlussabschnitt noch jeweils sieben Punkte, doch eine Mischung aus Pech und fehlender Erfahrung blieb an den Kielern hängen, als gleich zwei Touchdowns wegen Haltens nicht anerkannt wurden.

Headcoach Marcus Herford, der bekräftigte, die Canes auch in der nächsten Saison trainieren zu wollen, war enttäuscht und stolz zugleich. „Die Lions waren physisch und spielerisch sehr stark und haben sich verdient durchgesetzt. Wir waren auch vor diesem Match sehr fokussiert, das war unserer Stärke über die gesamte Saison“, sagte der 30-jährige US-Amerikaner. „Aber heute hat es eben nicht gereicht, aber ich bin trotzdem sehr stolz auf die Jungs.“  

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Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

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