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Kieler Crews setzen WM-Segel

Clearwater Kieler Crews setzen WM-Segel

Der Kurs auf Rio steht: Die deutschen Segler starten ins Olympiajahr, nach dem World Cup in Miami in der letzten Januarwoche geht es bei 49ern, 49erFX und Nacra17 ab Dienstag um WM-Medaillen. Die drei Kieler Teams gehen dabei unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen in die Wettkampfwoche.

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Für Jule und Lotta Görge (Foto links) geht es in Florida genau so um die Olympia-Qualifikation wie für Paul Kohlhoff und Carolina Werner (Foto rechts unten). Justus Schmidt und Max Boehme können sich voll auf den Kampf um die WM-Medaillen konzentrieren.

Quelle: Uwe Paesler

Clearwater/Kiel. Für die 49er-Segler Justus Schmidt und Max Boehme begann das Jahr nicht wie geplant: Ab 14. Januar wollten die beiden in Miami trainieren, um beim World Cup vorne mitzusegeln. Doch der Container mit Boot und Ausrüstung kam mehr als eine Woche zu spät in Florida an, die Vorbereitung auf das Großevent fiel ins Wasser. „Die Segelpause war dadurch zu lang, und gleich mit einer Regatta zu starten, ist auch nicht optimal“, erklärt Boehme das Dilemma. „Wir haben den World Cup deshalb als Training genommen, die Platzierung war uns egal.“ Am Ende stand Platz 38 – mit zwei Fehlstarts an einem Tag verhinderten Schmidt/Boehme ein besseres Ergebnis selbst, ein erster und zwei dritte Plätze machen aber Mut für die WM. „Wir fühlen uns gut vorbereitet, unser Ziel ist es, da weiterzumachen, wo wir letzte Saison aufgehört haben – also in die Weltspitze zu fahren“, sagt Boehme.

Die 49erFX ließen den World Cup komplett aus, konzentrierten sich auf die WM-Vorbereitung. Die Kieler Zwillingsschwestern Jule und Lotta Görge trainierten vom 5. bis 20. Januar in Miami, segelten die Midwinter-Regatta (Platz 26) und flogen anders als Schmidt/Boehme nochmal in die deutsche Heimat. Seit vergangenen Montag sind die beiden wieder in Florida – ihre Trainingsambitionen wurden allerdings durch eine Erkältung von Vorschoterin Lotta ausgebremst. „Die werde ich irgendwie nicht los. Wir waren deshalb erst zweimal auf dem Wasser“, sagt die 23-Jährige. Das genügte aber, um einen ersten Eindruck des Reviers und der Bedingungen zu bekommen: „Es ist sehr ruppig, es sind insgesamt schon an die 20 Masten kaputt gegangen“, so Görge. „Lustigerweise ist das Revier ähnlich wie in Buenos Aires“, ergänzt Boehme. „Es ist sehr flach, daher haben wir bei Wind eine gefährliche, steile Welle“, erklärt er. Mit der Wasserqualität werden die Athleten in Clearwater – wie der Name vermuten lässt – dabei aber keinerlei Probleme haben.

In den vergangenen Tagen wehte vor der Küste Floridas ein kräftiger Wind, für die WM-Woche ist ein bunter Wettermix. Viel Wind könnte den deutschen Shootingstars Paul Kohlhoff und Carolina Werner im Nacra17-Katamaran in die Karten spielen: Im Juli vergangenen Jahres sicherten sich die Kieler bei Starkwindbedingungen im dänischen Århus den U24-Weltmeistertitel (Gesamtrang fünf) und das Nationenticket für Olympia.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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