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Kasse klingelt bei Eintracht Norderstedt

DFB-Pokal Kasse klingelt bei Eintracht Norderstedt

Die erhoffte Sensation blieb aus. Trotzdem hat sich der DFB-Pokal für den Regionalligisten Eintracht Norderstedt gelohnt. Der finanzielle Gewinn fließt unter anderem in den neuen Kunstrasenplatz.

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Fürths Veton Berisha (l) und Norderstedts Jan-Philipp Rose kämpfen um den Ball.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Norderstedt. Seine Mannschaft hatte gerade 1:4 verloren. Dennoch war Thomas Hochmuth, der Vize-Präsident von Eintracht Norderstedt, bester Laune. „Dieses Spiel war das größte Ereignis seit unserer Vereinsgründung im Jahre 2003“, sagte Hochmuth trotz des Aus in der 1. DFB-Pokalrunde gegen den Zweitligisten SpVgg. Greuther Fürth. Denn noch wichtiger als die sportliche war die wirtschaftliche Seite für die Norderstedter: Der Pokal-Auftritt bringt die Eintracht-Kasse kräftig zum Klingeln.

Der Nord-Regionalligist erhält für die Teilnahme am lukrativen Pokalwettbewerb 155.000 Euro vom DFB. Viel Geld für einen Verein, dessen Jahresetat 300.000 Euro beträgt. Hinzu kommen die Gelder, die die 3650 Zuschauer für ihre Eintrittskarten bezahlt haben. Der Gewinn aus den Ticket-Einnahmen wird zwischen beiden Vereinen halbiert. „Das dürfte uns noch einmal 10.000 Euro einbringen“, glaubt Hochmuth.

Allerdings verursacht der Pokalwettbewerb auch Ausgaben. „16.000 Euro müssen wir an den Hamburger Fußball-Verband abgeben, Fürth bekam für Anreise und Übernachtung 7000, das Schiedsrichtergespann 6000 Euro. Hinzu kommen Nebenkosten von rund 14.000 Euro“, berichtete Hochmuth. Da die Eintracht im eigenen Stadion spielte, fiel allerdings keine Stadionmiete an. So dürften immerhin rund 120.000 Euro übrig bleiben.

Investition in den Kunstrasenplatz

Die Hälfte des Geldes ist bereits verplant. Kürzlich wurde auf dem Vereinsgelände ein Kunstrasenplatz fertiggestellt. Einen Teil der Kosten übernahm die Stadt. Die restlichen 60.000 Euro muss der Club selber aufbringen. „Das können wir jetzt auf einen Schlag bezahlen“, sagte Hochmuth. Der Rest geht in den laufenden Betrieb.

Leicht verdient war das Geld jedoch nicht. Der DFB-Pokal war für den Regionalligisten, der auf der Geschäftsstelle nur eine Voll- und eine Teilzeit-Angestellte sowie einen FSJler hat, ein Kraftakt. Hochmuth: „Es gibt viele Auflagen. Man muss andere Trikots tragen, sämtliche Sicherheitsbestimmungen einhalten, sich mit der Polizei austauschen, den Ticketverkauf abwickeln und vieles mehr.“ Viele Clubmitglieder waren in das Ereignis involviert, verkauften Würstchen, arbeiteten an der Einlasskontrolle oder agierten auch als Balljungen.

„Es war für alle ein tolles Erlebnis“, sagte auch Trainer Thomas Seeliger. Der Ex-Profi hätte Lust, noch einmal mit seinem Verein im DFB-Pokal vertreten zu sein. Die Voraussetzungen sind geschaffen. Die Schleswig-Holsteiner stehen schon in der vierten Runde des Hamburger Pokals. Der Cupsieger qualifiziert sich für den DFB-Pokalwettbewerb.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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