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Mehrkampf-Bronze für Ornowski

DM Jugend-Turnen Mehrkampf-Bronze für Ornowski

Karl Ornowski (Jg. 2003; Kieler MTV) hat bei den deutschen Jugend-Meisterschaften sensationell seinen dritten Platz in der Königsdisziplin des Mehrkampfes wiederholt, obwohl er als Turner des jüngeren Jahrganges in der höheren Altersklasse der 13/14-Jährigen starten musste.

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Karl Ornowski vom Kieler MTV stellte bei den deutschen Jugend-Meisterschaften seine Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis und gewann sensationell die Bronzemedaille im Mehrkampf.

Quelle: Uwe Paesler

Wernau. Dieses Kunststück schaffte seinerzeit nicht einmal Ex-Nationalmannschaftsturner Daniel Weinert. Nach acht fehlerfreien Pflicht-Übungen lag Ornowski bereits auf dem Bronzerang, den er trotz eines Fehlers am Pauschenpferd auch nach den sechs Küren mit insgesamt 120,25 Punkten erfolgreich verteidigte. Lediglich die beiden Ausnahmetalente Willi Binder (Cottbus; 134,775) und Pascal Brendel (Frankfurt; 131,20) landeten vor dem 13-jährigen Kieler.

Vierter wurde der von der Stiftung Kieler Sporthilfe geförderte Thore Beissel (TSV Kronshagen), der sich vom achten Rang in der Pflicht mit der drittbesten Kür-Leistung nach vorne kämpfte. Mit 119,075 Zählern wurde Beissel im 22-er-Gesamtfeld zwar Bester des älteren Jahrganges 2002, ließ jedoch drei jüngere Turner an sich vorbeiziehen. Allerdings konterte Beissel nervenstark am Tag der Gerätefinals, indem er sich gleich bei seinem ersten Auftritt die Bronzemedaille am Reck sicherte (11,30). Am Sprungtisch schlug dann seine Stunde: Nachdem Thore sich bereits als stärkster Springer für den Endkampf der besten Acht qualifiziert hatte, setzte er im Finale seine zwei Kasamatsus gestreckt (12,90) und gehockt (12,15) genau in den Stand und gewann den deutschen Jugendmeister-Titel. Zudem wurde Thore Siebter am Boden und Pauschenpferd sowie Achter an den Ringen. Karl Ornowski blieb eine Geräte-Medaille trotz gut vorgetragener Übungen diesmal noch verwehrt: Er kam an seinem Spezialgerät, den Ringen, auf den vierten Platz und belegte am Boden, Reck und Barren die Plätze sechs, sieben und acht.

Beissel gelang ein Paukenschlag

Nico Köhler (Jg. 2003; Kieler TV) wurde hervorragender Neunter im Mehrkampf (116,05) sowie Siebter am Sprungtisch und an den Ringen. Sein Wochenende krönte der Rotschopf mit dem Gewinn des nie für möglich gehaltenen deutschen Vizemeistertitels am Barren (12,45) hinter Pascal Brendel (13,35) – für Nico eine tolle Entschädigung für das anvisierte, aber nicht erreichte Pauschenpferd-Finale. Bei seinem Vereinskameraden Tom Luca Meyer, der Elfter im Mehrkampf wurde (113,175), lief es genau umgekehrt: „Tommy“ verpasste aufgrund einer weggelassenen Riesenfelge das erhoffte Barrenfinale und gewann später mit einer eleganten Kür Bronze am Pauschenpferd (10,95). Bei den Zwölfjährigen gelang Bundeskaderturner Malte Beissel (Kronshagen) ein Paukenschlag, als er mit 121,75 Punkten hinter dem Cottbuser Emil Seeger (124,575) deutscher Vizemeister im Mehrkampf wurde. Nachdem er in der Pflicht Platz vier belegte, kämpfte sich Malte erneut fehlerfrei mit dem drittbesten Kürwettkampf sowie den Höchstnoten am Sprungtisch und Reck auf den Silberplatz vor. Malte freute sich sehr darüber, konnte er doch zuvor aufgrund einer Zerrung nur eingeschränkt trainieren. Sein Klub-Kollege Jakob Oschlies überzeugte unter 23 Turnern mit 105,30 Punkten auf Rang 16. „Die diesjährige DM-Bilanz ist eine der besten seit Eröffnung des Landesleistungszentrums Kiel 1991. Ich freue mich, dass sich die sechs Medaillen auf fünf verschiedene Turner verteilen und sie für die intensive Vorbereitung belohnt wurden“, resümierte Landestrainer Dietmar Popp.

Von Jörg Schacht

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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