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Brüder treiben Maya Rehberg zum Gold

DM im Crosslauf Brüder treiben Maya Rehberg zum Gold

Mit zwei Medaillen wollte sie nach Kiel zurückkehren, dass diese golden schimmern würden, damit hatte kaum jemand gerechnet. Hindernisspezialistin Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) überraschte auf ihrem Weg zu Olympia in Brasilien mit DM-Gold im Crosslauf der Frauen und der U23.

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Maya Rehberg ist am Ziel ihrer Träume: Gold bei der deutschen Cross-Meisterschaft.

Quelle: Iris Hensel

Herten. Für die 21-Jährige war es der erste nationale Titel in der Aktivenklasse, nachdem sie im Vorjahr bereits Silber mit nach Hause genommen hatte. Der Schlüssel zum Erfolg war für die sechsmalige Cross-EM-Teilnehmerin und U20-Bronzemedaillengewinnern 2012 nicht nur ihr höheres Tempo, sondern vor allem auch ihre höhere Risikobereitschaft im tiefen Geläuf. „Ich habe an den schwierigen Stellen Boden gut gemacht und dadurch ausgleichen können, was mir andere läuferisch voraus haben“, erklärte die CAU-Studentin, der bergab kaum eine Konkurrentin folgen kann. „Das habe ich sehr früh von meinen Brüdern gelernt. Wer bergab bremst, verliert jede Menge Meter und braucht viel Kraft, um wieder ranzukommen.“

 Kraft kostete die Strecke im westfälischen Herten aber auch so, denn nach zahlreichen Rennen der Jugendlichen und Senioren war der wellige Kurs bereits sehr aufgeweicht. „Da hat sich ausgezahlt, dass Maya bis auf das eine Landesmeisterschaftsrennen auf die Hallensaison verzichtet und sich stattdessen mit gezieltem Krafttraining und Berganläufen auf die Cross-DM vorbereitet hat“, freute sich Trainer Andreas Fuchs. Gleich von Beginn an konnte Rehberg, die ordentlich auf das Tempo drückte, lediglich die Berlinerin Caterina Granz folgen. Favoritin Maren Kock aus Regensburg musste bereits nach 500 Metern abreißen lassen und war selbst im Medaillenkampf chancenlos. Eingangs der dritten von vier Runden distanzierte die Kielerin dann auch die glänzend aufgelegte 1500-m-Läuferin Granz um entscheidende zehn bis zwanzig Meter. „Als es in die letzte Runde ging, hat die Hamburgerin Jana Sussmann Caterina Granz eingeholt, und die beiden haben sich noch mal gegenseitig gepusht. Da musste ich dann aufpassen, dass die Lücke nicht kleiner wird“, erzählte Rehberg, die vor dem Ziel sogar noch Zeit zum Jubeln hatte. 21:40 Minuten benötigte die Schleswig-Holsteinerin für die 5,9 km lange Strecke, fünf Sekunden weniger als Granz und Sussmann auf den Plätzen zwei und drei. „Dieser Titelgewinn gibt natürlich enorm viel Rückenwind für die Freiluftsaison“, weiß Fuchs, der mit Rehberg und Steffen Uliczka 2016 gleich zwei Olympiaaspiranten betreut.

 Über tolle Platzierungen konnten sich aber auch die drei SG-Läufer Kim Deschka, Henning Kunze und Philipp Rusch freuen, die in ihren Altersklassen die Plätze 13, 15 und 23 belegten. Gerade für den norddeutschen Meister Kunze, der die Hallensaison wegen gesundheitlicher Probleme komplett ausgesetzt hatte, ein gutes Zeichen auf dem Weg zu alter Stärke. Teamkollege Rusch hingegen hatte etwas Pech, denn durch einem Sturz gleich zu Beginn und dem späteren Verlust eines Schuhs verpasste der 20-Jährige eine bessere Platzierung. Der Ex-Kieler Karsten Meier (LG Braunschweig) gewann sogar Bronze auf der Männer-Langstrecke. Das Seniorenteam der LG Neumünster aus Uwe Schimkus, Marco Kolmorgen und Jan Arnold belegte in der AK M35-45 einen guten elften Platz.

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