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Deutsche Handballer gewinnen den Supercup

31:28 gegen Slowenien Deutsche Handballer gewinnen den Supercup

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat die letzte Auflage des DHB-Supercups gewonnen. Durch ein 31:28 (17:11) im entscheidenden Spiel gegen Slowenien in der Kieler Sparkassen-Arena sicherte sich die Auswahl von Bundestrainer Dagur Sigurdsson den siebten Titel. Bester Torschütze war mit sieben Treffern der Wetzlarer Jannik Kohlbacher.

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Die deutschen Handballer konnten den letzten Supercup für sich entscheiden.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die ersten zehn Minuten der Partie verliefen sehr ausgeglichen, die deutsche Auswahl lag zwar konstant in Führung, konnte aber nicht entscheidend davonziehen. Gegen die slowenische 6:0 kamen in der Anfangsphase vor allem Steffen Fäth und Steffen Weinhold immer wieder aus dem Rückraum zu Abschlüssen und Treffern, auch Kreisläufer Erik Schmidt fügte sich gut ein und war zweimal vom Kreis erfolgreich. In der Deckung bildete Schmidt wie schon zuletzt gemeinsam mit Finn Lemke den jungen deutschen Mittelblock, dem es mehr und mehr gelang, die slowenischen Kreise einzuengen.

Bis zur 20. Minute erarbeitete sich das deutsche Team so einen Vier-Tore-Vorsprung, den es zwischenzeitlich sogar noch weiter ausbauen konnte. Dazu trug auch Keeper Andreas Wolff bei, der in den ersten 30 Minuten mit acht Paraden zur Stelle war – und mit langen Pässen mehrere erfolgreiche Gegenstöße über Rechtsaußen Patrick Groetzki einletete. Als Dagur Sigurdsson einige Wechsel vornahm, den Mittelblock mit Simon Ernst und Stefan Kneer neu aufstellte sowie den jungen Patrick Kohlbacher am Kreis brachte, wurde die Breite des deutschen Kaders deutlich: Die Deckung stand weiterhin solide, Kohlbacher steuerte drei Tore zum Halbzeitstand von 17:11 bei.

In der zweiten Hälfte bot sich den 4511 Zuschauern das gleiche Bild: Die deutschen Abwehrriesen um Lemke, Schmidt und Fäth machten die Räume für die Slowenen eng, verschoben gut und ließen kaum freie Würfe zu. Die slowenische Deckung indes präsentierte sich gegenüber dem ersten Durchgang verbessert, die DHB-Auswahl musste für ihre Treffer nun deutlich mehr kämpfen. Als Kapitän Uwe Gensheimer per Siebenmeter an Matevz Skok scheiterte, witterte der Gast wieder Morgenluft – doch Wolff im deutschen Tor und starke Anspiele an den Kreis auf Kohlbacher hielten das deutsche Team in der Spur und den Vorsprung konstant bei vier bis fünf Toren.

Nach knapp 45 Minuten sah es so aus, als könnten die Deutschen das Spiel locker ins Ziel bringen, doch Slowenien ließ sich nicht abschütteln. Trotz doppelter Unterzahl kam die Mannschaft von Trainer Veselin Vujovic zu Treffern und robbte sich langsam wieder näher heran. Als das deutsche Spiel an Tempo und Einfallsreichtum verlor, die Präzision zunehmend verloren ging und Gensheimer nur das Außennetz traf verkürzte Slowenien sehenswert per Kempa-Trick auf 23:25 (49.). Die letzten zehn Minuten waren dann heiß umkämpft, doch Tore von Fäth und Weinhold sowie der gut aufgelegte Wolff im Tor brachten die deutsche Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße. Zwei Minuten vor dem Ende feierte Youngster Rune Dahmke seinen dritten Länderspieleinsatz im eigenen Wohnzimmer und wurde von den Fans mit Sprechchören bedacht. Der Schlusspunkt zum 31:28 gehörte jedoch dem bärenstarken Jannik Kohlbacher. Das deutsche Team feierte damit bei der letzten Austragung des Supercups seinen siebten Titel.

Deutschland – Slowenien 31:28 (17:11)

Deutschland : Wolff (1.-60. Minute/16 Paraden), Heinevetter n.e. – Kneer, Gensheimer 3/2, Lemke 1, Reichmann 3, Wiede, Weinhold 6, Strobel, Schmidt 2, Fäth 5, Groetzki 4, Müller, Dahmke, Späth n.e., Ernst, Pieczkowski, Kohlbacher 7.

Slowenien : Ferlin (1.-10. und ab 48. Minute/0 Paraden), Skok (10.-48./7) – Cingesar, Marguc 7/4, Cehte 5, Dolenec 3, Poteko, Miklavcic 1, M. Zvizej 2, L. Zvizej 1, Gaber, Zorman 5/3, Sostaric 1, Bezjak 1, Skube, Mackovsek 2.

Schiedsrichter : Horacek/Novotny (Tschechien) – Strafminuten : GER 4 (Strobel, Schmidt), SLO 12 (Skube, Miklavcic, Marguc, 2x Poteko, M. Zvizej) – Siebenmeter : GER 3/2 (Gensheimer scheitert an Skok) , SLO 8/7 (Dolenec an die Latte) – Spielfilm : 0:1, 3:2, 5:3, 7:4 (10.), 10:6 (16.), 10:8, 15:8 (24.), 16:9, 17:11 – 18:14 (37.), 20:15, 23:17 (43.), 23:20, 25:21, 25:23 (50.), 27:25, 29:26 (57.), 31:27, 31:28 – Zuschauer : 4511 in der Kieler Sparkassen-Arena.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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